Unterhaltung

Letzter Platz beim ESC? Buchmacher schreiben Deutschland wieder ab

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Den letzten Platz hätte er wirklich nicht verdient: Malik Harris.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland hatte beim Eurovision Song Contest definitiv schon schlechtere Beiträge im Rennen. Dennoch drücken die Buchmacher nun Malik Harris und seinen Song "Rockstars" ganz tief in den Ramschbereich. Das liegt auch an der schwierigen Startposition im Finale.

Glaubt man den Wettanbietern, dann wird Deutschland auch in diesem Jahr beim Eurovision Song Contest (ESC) eine krachende Niederlage erleiden. Malik Harris rutschte am Freitagnachmittag bei den Buchmachern noch einmal ab - auf den allerletzten Platz.

Der 24-Jährige und sein Lied "Rockstars" bildeten im Gesamtranking einiger Buchmacher das Schlusslicht der insgesamt 25 Teilnehmer. Zu der düsteren Prognose trägt auch die Startposition bei, die Harris zugelost wurde.

So tritt er als 13. ziemlich genau in der Mitte der Show auf, was per se nicht unbedingt ein Nachteil sein müsste. Direkt davor macht allerdings die topfavorisierte Formation Kalush Orchestra aus der Ukraine mit ihrem Lied "Stefania" die Bühne unsicher. Beobachterinnen und Beobachter erwarten, dass nach ihrem Auftritt die Aufmerksamkeit des Publikums erst einmal rapide sinken könnte. Nach Harris geht Monika Liu aus Litauen mit "Sentimentai" ins Rennen.

Den undankbaren ersten Startplatz ergatterten unterdessen We Are Domi mit "Lights Off" aus Tschechien. Als letzter Künstler wird der Sänger Stefan aus Estland mit "Hope" auf die Bühne geschickt.

Lange Leidensgeschichte

Deutschland verbindet mit dem ESC eine lange Leidensgeschichte. Im vergangenen Jahr landete Deutschlands ESC-Vertreter Jendrik mit "I Don't Feel Hate" auf dem vorletzten Platz - damals im niederländischen Rotterdam. Auch beim ESC im Jahr 2019 vor der coronabedingten Pause 2020 belegte Deutschland mit dem Duo S!sters und dem Song "Sister" in Tel Aviv den 25. von 26 Plätzen.

Die Buchmacher errechneten für die Ukraine in diesem Jahr eine Sieg-Chance von 60 Prozent. Auf die Top-Fünf-Plätze dürften demnach in absteigender Reihenfolge auch Großbritannien mit Sam Ryder ("Space Man"), Schweden mit Cornelia Jakobs ("Hold Me Closer"), Italien mit Mahmood und Blanco ("Brividi") sowie Spanien mit Chanel ("SloMo") Chancen haben.

Wird es für Harris wirklich so schlecht laufen? Im ntv.de Interview gab er vor einiger Zeit deutlich ehrgeizigere Ziele aus. Dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) sagte er in dieser Woche unter anderem, wie stolz er auf sein Bühnenbild in Turin sei, für das sein heimisches Aufnahmestudio mit Flügel und Teppich nachgebaut wurde. Seine Inszenierung sei "sehr, sehr intim. Die ist wahnsinnig nah, wahnsinnig reduziert", so Harris. Er hoffe, auch damit auf der ESC-Bühne herausstechen zu können.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa/spot

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