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50 Prozent abgedrückt? Bushido feuert weiter gegen Clanchef

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Packt im Prozess aus: Bushido (Bild vom 25. Januar).

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Der Prozess gegen den Berliner Clanchef Arafat A.-Ch. wird mit weiteren Aussagen Bushidos fortgesetzt. Abermals tritt der Rapper in den Zeugenstand und belastet seinen ehemaligen Geschäftspartner. Der soll ihm häufig bis zu 50 Prozent seiner Einnahmen abgeknöpft haben.

Rapper Bushido hat nach eigener Aussage in etlichen Fällen 50 Prozent seiner Einnahmen an den Berliner Clanchef Arafat A.-Ch. gezahlt. Er habe die Zahlungen an seinen damaligen Geschäftspartner aber nicht freiwillig geleistet, sagte der Sänger vor dem Berliner Landgericht als Zeuge.

"Da, wo er das Gefühl hatte, dass er die Finger krumm gemacht hat, hat er 50 Prozent verlangt", so Bushido. Er wisse dabei nicht, was bei den Rechnungen konkret zugrunde gelegt worden sei. In einer früheren Befragung hatte Bushido gesagt, A.-Ch. habe ihn als sein Eigentum betrachtet, es sei eine "Zwangsehe" gewesen.

Der 42-jährige Musiker, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, wird seit mehr als fünf Monaten als Zeuge in dem Prozess gegen A.-Ch. und drei seiner Brüder befragt. Bushido ist auch Nebenkläger.

Bei Streit "hineingegrätscht"

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Straftaten gegen den Musiker vor, nachdem Bushido 2017 die Beziehungen zu dem langjährigen Manager aufgelöst habe. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an Bushidos Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert. Der Rapper sei bedroht, beschimpft und im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert worden. 

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Dem 44-jährigen Hauptangeklagten A.-Ch. werden Beleidigung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Angeklagten haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

In der Befragung ging es auch um Management-Verträge. Bushido sagte, nach dem ihm vorliegenden Vertrag habe er 30 Prozent seiner Einnahmen abgetreten und dies auch über Jahre in Ordnung gefunden. Doch A.-Ch. habe dann gesagt: "Wenn ich was mache, krieg ich die Hälfte." De facto habe er dafür jedoch nichts geleistet. Nur wenn es Streit in der Rapperszene gegeben habe, sei A.-Ch. "hineingegrätscht". Der Prozess wird am 17. Februar fortgesetzt.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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