Unterhaltung

Bild von Fotolegende Leibovitz Gorman ist erste Poetin auf "Vogue"-Cover

imago0111602039h.jpg

Amanda Gorman ist "ewig dankbar" für ihr Erscheinen auf dem "Vogue"-Titelblatt.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Amanda Gorman ist erst 23 Jahre alt, aber die Poetin hat schon weltweit Aufsehen erregt. Erst durch ihren Auftritt bei der Amtseinführung von US-Präsident Biden, dann wegen der Diskussionen um die Übersetzung ihrer Gedichte. Nun ist Gorman als erste Poetin überhaupt auf dem Cover der "Vogue".

Die junge US-Poetin Amanda Gorman, die im Januar bei der Amtseinführung des US-Präsidenten Joe Biden auftrat, ziert das neue Cover der US-Modezeitschrift "Vogue". Sie sei die erste Poetin auf dem Titelblatt der Modezeitschrift, schrieb die 23-Jährige am Mittwoch auf Instagram. Dafür sei sie "ewig dankbar". Sie werde bestimmt nicht die letzte Dichterin sein, denn Poesie und Schönheit seien eng miteinander verbunden, führte sie weiter aus.

Auf dem Cover trägt Gorman ein orange-grünes Gewand. Dieser Entwurf des schwarzen Designers Virgil Abloh würde ihre Herkunft ehren, schreibt die Afroamerikanerin. Sie posiert unter anderem in einem rosa Tüllkleid von Alexander McQueen und in gelber Seide. Es sei ein "Traum" gewesen, von Annie Leibovitz fotografiert zu werden, schreibt Gorman. Die US-Amerikanerin Leibovitz gehört zu den bekanntesten Fotografinnen der Welt.

Lieblingsfarbe Gelb

Der Artikel in der "Vogue" über Gorman ist überschrieben mit "The Rise and Rise of Amanda Gorman" (etwa: "Der Aufstieg und Aufstieg von Amanda Gorman"). Im Magazin ist sie auf mehreren Aufnahmen zu sehen, alle gemacht von Starfotografin Leibovitz. Auf einem der Bilder trägt sie ein leuchtend gelbes Kleid von Aliétte und darunter heißt es, schon bevor sie den Prada-Mantel im Capitol getragen hätte, wäre Gelb Gormans Lieblingsfarbe gewesen.

Mehr zum Thema

Die 1998 in Los Angeles geborene Gorman war 2017 von der US-Kongressbibliothek mit dem Titel "National Youth Poet Laureate" geehrt worden. Bei Bidens Amtseinführung trug sie in einem auffällig gelben Mantel, mit rotem Haarreif und starker Gestik ihr dafür verfasstes Werk "The Hill We Climb" vor, in dem sie ihre eigene Lebensgeschichte mit der sozialen Realität der Vereinigten Staaten Amerikas verwebt.

Die Übersetzung der Gedichte der schwarzen Poetin hatten kürzlich weltweit für Diskussionen gesorgt. In den Niederlanden gab die weiße Meulenhoff Marieke Lucas Rijneveld nach Kritik auf Social Media den Auftrag zurück. In Deutschland beauftragte der Verlag Hoffmann und Campe für die deutsche Übersetzung, die am 30. März veröffentlicht wurde, ein diverses Team, bestehend aus der Literatur- und Lyrikübersetzerin Uda Strätling, der Autorin Kübra Gümüsay und der Journalistin und Rassismusforscherin Hadija Haruna-Oelker.

Quelle: ntv.de, abe/dpa