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Zweifel an Aussagen werden laut Hat Amber Heard vor Gericht gelogen?

Im jahrelangen Rechtsstreit von Schauspielerin Amber Heard und Hollywoodstar Johnny Depp geht es in eine neue Runde.

Werfen sich gegenseitig häusliche Gewalt vor: Amber Heard und Johnny Depp.

(Foto: Victoria Jones/Kirsty O'connor/P)

Amber Heard wirft ihrem Ex-Mann Johnny Depp vor, im Laufe ihrer Ehe handgreiflich geworden zu sein. Um die Spuren seiner Schläge zu verbergen, habe sie deshalb immer ein Make-up bei sich getragen. Ein Kosmetikhersteller zieht diese Aussage jedoch in Zweifel.

Vor Gericht liefern sich Johnny Depp und Amber Heard schon zum zweiten Mal eine Schlammschlacht. Die beiden US-Schauspieler bezichtigen sich gegenseitig der häuslichen Gewalt und der Verleumdung und verklagen sich auf Schadenersatz in Höhe von 50 beziehungsweise 100 Millionen Dollar. Doch bei einer Anschuldigung gegen ihren Ex-Mann könnte die 36-jährige Heard einer Lüge überführt worden sein.

Wie Elaine Bredehoft, die Anwältin der Schauspielerin, in der vergangenen Woche in ihrer Eröffnungsrede behauptete, habe ihre Mandantin mehrfach angebliche Blutergüsse mit Make-up vertuschen müssen. Zum Beweis hielt sie das Korrekturset "Conceal + Perfect All-In-One Concealer Kit" der Marke Milani in die Höhe. Dieses habe Heard während ihrer "gesamten Beziehung" bei sich getragen, um die Spuren der vermeintlichen Schläge zu verbergen, die ihr gewaltbereiter Ex-Mann auf ihrer Haut hinterlassen habe.

"Das hat sie benutzt. Sie wurde sehr geschickt darin", sagte Bredehoft den Geschworenen. "Sie werden die Aussage von Amber darüber hören, wie sie die verschiedenen Farben mischen musste", um die sich farblich verändernden Blutergüsse zu übermalen.

"Unser Korrekturkit wurde 2017 eingeführt"

Doch ausgerechnet der Hersteller des Make-ups erhebt nun Einspruch gegen die Behauptung der Anwältin. Das Problem ist nämlich: Das besagte Korrekturset war während des Zeitraums, in dem Heard von Depp geschlagen worden sein soll, noch gar nicht auf dem Markt. Milani postete ein Tiktok-Video auf seiner Seite, das die Aussagen von Heards Anwältin widerlegt. "Ihr habt uns gefragt ... Fürs Protokoll: Unser Korrekturkit wurde 2017 eingeführt!", heißt es zu einem Video über die Markteinführung im Dezember 2017.

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Amber Heard wirft ihrem Ex aber vor, sie von 2012 bis zu ihrer Trennung im Jahr 2016 misshandelt zu haben. Dass sie eben dieses Make-up in ihrer Tasche herumtrug, wie ihre Anwältin behauptet, ist somit nicht möglich. Es könnte allerdings sein, dass Bredehoft den Geschworenen des Prozesses nur ein beliebiges Produkt demonstrierte, um ihren Standpunkt zu verdeutlichen.

Johnny Depp, der vor Gericht behauptet hat, "noch nie eine Frau geschlagen" zu haben, lud mehrere Zeugen vor, die ausgesagt haben, noch nie Blutergüsse auf Amber Heard gesehen zu haben, "auch nicht, wenn sie kein Make-up trug". Vielmehr sei die Schauspielerin diejenige gewesen, die ständig Streit provoziert habe und gewalttätig gewesen sei. Ihre Anwälte behaupten dagegen, dass die Zeugen nicht bezeugen könnten, ob sie damals Make-up trug oder nicht.

Quelle: ntv.de, lpe

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