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Kritik an Gesetzesänderung J.K. Rowling irritiert erneut mit Aussage

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Ist schon mehrfach wegen transphober Aussagen in Ungnade gefallen: J.K. Rowling.

(Foto: picture alliance / empics)

Auf der einen Seite zeigt sich J. K. Rowling solidarisch und spendet eine hohe Summe für Kinder aus der Ukraine. Auf der anderen irritiert die "Harry Potter"-Autorin einmal mehr, indem sie Transpersonen mit Sexualstraftätern gleichsetzt.

J. K. Rowling will eine hohe Summe für Hilfsgüter spenden, die Kindern in der Ukraine zugutekommen sollen. Die 56-jährige Britin teilte bei Twitter einen Spendenaufruf der von ihr gegründeten Hilfsorganisation Lumos mit dem Versprechen, für jede Spende bis zu einer Gesamthöhe von einer Million Pfund (1,2 Millionen Euro) den gleichen Betrag draufzulegen.

"Danke an alle, die schon gespendet haben", schrieb Rowling und fügte hinzu: "Sie machen es Lumos möglich, ihre wichtige Arbeit für einige der hilfsbedürftigen Kinder in der Ukraine zu machen." Die Organisation liefert nach eigenen Angaben Essen, Hygieneprodukte und medizinische Versorgung an Kinder, die in Heimen in der Ukraine und bei Pflegefamilien leben.

Zustimmung für Kritik an Gesetz

Doch die 56-Jährige polarisiert zeitgleich mit einem anderen Tweet, in dem sie sich mal wieder zum Thema Transsexualität äußert. Darin stimmt sie der Journalistin Susan Dalgety zu, die ein geplantes schottisches Gesetz über Geschlechtsangleichungen kritisierte.

Der Hintergrund: Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hatte im schottischen Parlament die Gender Recognition Reform Bill eingebracht. Sie soll den in ganz Großbritannien geltenden Gender Recognition Act von 2004 ergänzen. Das Gesetz soll Transpersonen eine Geschlechtsangleichung erleichtern. So sollen medizinische und psychiatrische Gutachten wegfallen.

Die von Rowling unterstützte Journalistin Dalgety befürchtete in einem Artikel in "The Scotsman", dass "gewalttätige, missbrauchende Männer" die Gesetzesänderung "ausnützen werden". Mit den Männern meint sie auch den "Pädophilen", der ihre "Seele gestohlen" habe.

Rowling teilt umstrittenen Artikel

Rowling retweetete den Artikel und bezog ihn auf eine Aussage der Sozialministerin Shona Robison. Die hatte im Parlament versucht, Ängste wie die von Dalgety zu entkräften. Es gebe keine Beweise dafür, dass kriminelle Männer jemals vorgegeben hätten, eine Frau zu sein, um andere Frauen sexuell zu missbrauchen.

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"Die bisher erschütterndste, aufrichtigste und mutigste Antwort auf die erstaunliche Behauptung von Shona Robison", schrieb Rowling zu dem Retweet. Als ebenfalls missbrauchte Frau schicke sie Grüße.

Die Schriftstellerin präzisierte in einem zweiten Tweet ihr Anliegen. "Das Gesetz wird den schwächsten Frauen in der Gesellschaft schaden: denjenigen, die nach männlicher Gewalt Hilfe suchen, und den inhaftierten Frauen", schrieb Rowling. "Statistiken zeigen, dass inhaftierte Frauen bereits weitaus häufiger missbraucht worden sind."

Quelle: ntv.de, nan/spot/dpa

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