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Wegen "Leaving Neverland"-Doku "Michael Jackson Estate" verklagt Sender HBO

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War Michael Jackson wirklich ein Kinderschänder, wie in der HBO-Dokumentation "Leaving Neverland" behauptet wird?

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die HBO-Dokumentation über Michael Jacksons angeblich sittenwidriges Treiben auf der Neverland Ranch liefert Gesprächsstoff und macht eine Menge Ärger. Jacksons Nachlassverwalter verlangen jetzt vom Sender 100 Millionen Dollar Schadenersatz.

Am 3. und 4. März will HBO die zweiteilige und insgesamt vierstündige Dokumenation "Leaving Neverland" ausstrahlen, zum Unmut von Michael Jacksons Familie und seinen Nachlassverwaltern. Die "Michael Jackson Estate" hat deswegen jetzt Klage bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht und fordert ein Schlichtungsverfahren. Das berichtet unter anderem das US-Promiportal "Variety".

Es geht um eine Schadenersatzforderung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar, also umgerechnet gut 88 Millionen Euro. Jacksons Nachlassverwalter werfen dem Sender vor, gegen einen Vertrag aus dem Jahr 1992 verstoßen zu haben. Damals strahlte HBO einen Auftritt Jacksons in Bukarest im Rahmen seiner "Dangerous"-Tournee aus und verpflichtete sich, den King of Pop weder aktuell noch künftig zu verunglimpfen.

Dagegen verstieße der Sender mit der Ausstrahlung von "Leaving Neverland" allerdings, so die Nachlassverwalter in ihrer Klage. In der erstmals beim Sundance Festival im Januar gezeigten Dokumentation berichten Wade Robsen und James Safechuck, wie sie im Alter von sieben und dreizehn Jahren von Michael Jackson auf seinem Anwesen angeblich sexuell missbraucht wurden.

Jackson war 2005 von dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern freigesprochen worden, unter anderem weil Robsen und Safechuck damals zu seinen Gunsten ausgesagt hatten. Erst nach seinem Tod widerholten die heute über 30-jährigen Männer ihre Vorwürfe und gingen noch einmal vor Gericht, verlangten umgerechnet 1,5 Milliarden Euro Schmerzensgeld. Ihre Klagen wurden jedoch abgewiesen.

Quelle: ntv.de, nan

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