Unterhaltung

"Ich werde mit Harry sprechen" Prinz William weist Rassismusvorwurf zurück

In die Debatte um das Fernsehinterview seines Bruders Harry und seiner Schwägerin Meghan schaltet sich nun auch Prinz William ein. Dabei stellt er sich uneingeschränkt vor das Königshaus und kündigt an, mit seinem Bruder Tacheles reden zu wollen.

Prinz William hat sich gegen die Rassismusvorwürfe seines Bruders Harry und seiner Schwägerin Meghan verwahrt. "Wir sind keine rassistische Familie", sagte der 38-Jährige während des Besuchs einer Londoner Schule.

William räumte aber ein, sich noch nicht mit Harry über die Vorwürfe ausgetauscht zu haben. "Nein, ich habe noch nicht mit ihm gesprochen. Aber ich werde das tun", so William.

Meghan, die mütterlicherseits afroamerikanische Wurzeln hat, hatte in einem Fernsehinterview mit Talkmasterin Oprah Winfrey am Sonntag Rassismus bei den Royals angeprangert. So habe es vor der Geburt ihres Sohnes Archie im Königshaus "Sorgen und Gespräche" darüber gegeben, "wie dunkel seine Haut sein mag, wenn er geboren ist". Von wem diese Bedenken geäußert worden sein sollen, sagte die 39-Jährige jedoch nicht.

Die Queen ist "traurig"

Die Vorwürfe schlugen im Vereinigten Königreich hohe Wellen und sorgen noch immer für Aufregung. Insbesondere wird darüber spekuliert, auf welchen der Royals das Paar seine Vorwürfe bezog. Moderatorin Winfrey betonte später unter Berufung auf Harry, an den fraglichen Gesprächen seien weder die Queen noch deren Ehemann Prinz Philip beteiligt gewesen.

Harry und Williams Vater, Thronfolger Charles, hat sich bisher noch nicht zu dem Interview geäußert. Königin Elizabeth II. hatte am Dienstag erklärt, sie sei "traurig" über Meghans und Harrys Kummer und die aufgeworfenen Fragen, "insbesondere die, die sich auf Rassismus beziehen", seien "besorgniserregend". Britische Medien werteten dies als Versöhnungsgeste trotz teils verschiedener Sichtweisen.

Quelle: ntv.de, vpr/AFP

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