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Buckingham-Palast "not amused"? TV-Interview löst royale Krise aus

Allein in den USA sehen mehr als 17 Millionen Menschen das Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan mit Oprah Winfrey. Im britischen Königshaus sollen die Aussagen des Paares zu einer Krisensitzung geführt haben. Die zwei selbst konzentrieren sich dagegen jetzt lieber wieder auf ihr Privatleben.

Für CBS war das Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan mit Talk-Ikone Oprah Winfrey ein absoluter Hit. Alleine im US-Fernsehen schalteten rund 17,1 Millionen Zuschauer ein, wie aus vorläufigen Daten des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervorgeht. Digitale Alternativen sind hier noch nicht einberechnet. Laut "Forbes" ist es das in den USA meistgesehene Entertainment-Special seit der Oscar-Verleihung im Februar 2020. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass aus dem Gespräch ein internationales TV-Event werden soll. Laut Medienberichten wurde und wird die Produktion in weltweit fast 70 Ländern ausgestrahlt, darunter auch in Deutschland bei RTL und Vox, sowie auch bei TVNow.

Nun hat Oprah Winfrey zusätzlich noch unveröffentlichte Ausschnitte aus dem Gespräch auf ihrer Website oprahmag.com bereitgestellt. Darin erklärt Meghan unter anderem, dass ihre Familie es verdiene, einige Teile ihres Lebens für sich zu behalten. "Ich denke, jeder hat ein Grundrecht auf Privatsphäre", so Meghan. Harry und sie hätten als Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens niemals "vollständige Privatsphäre" erwartet. Sie fordern jedoch, dass die Medien respektierten, dass sie nur einen Teil ihres Lebens teilen wollen, genau wie alle anderen: "Es gibt niemanden auf Instagram oder in den sozialen Medien, der sagen würde: 'Weil ich dieses eine Bild geteilt habe, berechtigt dich das, meine gesamte Bildergalerie einzusehen.' Niemand würde das wollen. Es geht also um Grenzen. Und es geht um Respekt", so Meghan.

Diese Grenzen steckt das Paar nun auch wieder mit einem neu geposteten Foto mit dem einjährigen Sohn Archie ab, denn es zeigt nur, was es auch wirklich zeigen will. Das Schwarz-Weiß-Bild wurde von Misan Harriman gemacht und scheint aus der gleichen Serie zu stammen wie das Foto, das zur Ankündigung der erneuten Schwangerschaft von Meghan veröffentlicht wurde. "Was für großartige Neuigkeiten, um sie am Weltfrauentag zu feiern! Glückwünsche, meine Freunde und willkommen im Girl-Dad-Klub, H", kommentiert der Fotograf. Zu sehen ist die Familie eng umschlungen. Die Gesichter von Archie und Harry sind verdeckt, der Babybauch von Meghan ist hingegen deutlich zu erkennen. In dem CBS-Interview hatten das Paar bekannt gegeben, dass es eine Tochter erwartet.

"Entsetzen und Bestürzung" bei der Queen

Das britische Königshaus ist über den weltweiten Erfolg des TV-Events sicherlich "not amused". Medienberichten zufolge soll sich Queen Elizabeth II. bislang geweigert haben, ein Statement zu unterschreiben, das als Antwort auf die Anschuldigungen von Prinz Harry und Herzogin Meghan dienen sollte. Das Königshaus sei vor "Entsetzen und Bestürzung" über die Aussagen des Paares wie gelähmt, heißt es dort weiter. Royal-Experten erwarten, dass der Buckingham-Palast eine Erklärung vorbereitet, in der die Liebe der königlichen Familie zu Meghan und Harry betont werde, um zu vermeiden, dass die Spannungen noch weiter zunehmen. Laut "The Times" will die Queen das Statement aber nicht überstürzt veröffentlichen.

"Daily Mail" zufolge haben sich die Queen, Prinz Charles und Prinz William zu Krisengesprächen zurückgezogen, um zu klären, wie sie auf eine Reihe von Vorwürfen reagieren sollen, die Harry und Meghan in dem TV-Interview erhoben hatten. Palastinsider erklärten dem Bericht nach, die Royals seien schockiert und traurig darüber, dass Prinz Harry seiner eigenen Familie so etwas antue.

Die Herzogin und der Herzog von Sussex hatten in dem Interview unter anderem Rassismusvorwürfe gegen ein nicht namentlich genanntes Mitglied der königlichen Familie erhoben. Meghan sagte: "Es gab Gerede darüber, wie dunkel die Haut unseres Babys werden würde." Rassismus sei auch einer der Gründe gewesen, warum sie Großbritannien verlassen hätten, erklärte das Paar, das seit einem Jahr in den USA lebt zudem. Eine weitere schwere Anschuldigung: Im Palast habe man sich geweigert, Meghan Hilfe zukommen zu lassen, als es ihr mental sehr schlecht gegangen sei.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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