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"Head Full Of Honey" verrissen Til Schweigers Remake floppt in den USA

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Zwar konnte Til Schweiger (r.) für sein US-Remake Schauspieler wie Nick Nolte (2.v.r.) und Matt Dillon (M.) gewinnen, geholfen hat das aber nichts.

picture alliance/dpa

Trotz starker Besetzung mit Nick Nolte und Matt Dillon zerreißen US-Filmkritiker Til Schweigers englischsprachige Version von "Honig im Kopf" in der Luft. Und auch an den Kinokassen bleibt der erhoffte Erfolg aus.

Es sollte sein großer Durchbruch in Hollywood werden, jetzt aber muss Til Schweiger eine harte Schlappe einstecken. Das US-Remake seines deutschen Kinohits "Honig im Kopf" versagt in den Staaten auf ganzer Linie.

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2014 gelang Schweiger mit dem Film um einen demenzkranken Großvater - gespielt von Dieter Hallervorden - ein riesiger Erfolg. Mehr als sieben Millionen Kinobesucher sahen sich die Tragikomödie bei uns an. Das von Schweiger ebenfalls produzierte und inszenierte Remake "Head Full Of Honey" sollte in den USA ähnlich hohe Wellen schlagen.

Schweiger selbst zumindest war von seiner Arbeit bislang enorm überzeugt. Zwar sei die Story noch immer dieselbe wie im Original, doch der Konflikt zwischen den Eltern Nick und Sarah sei viel stärker, sagte er damals. Es passiere mehr als bei "Honig im Kopf". Vielleicht zu viel fürs US-amerikanische Publikum? Mit Nick Nolte, Matt Dillon und Emily Mortimer konnte Schweiger immerhin große US-Stars für das Projekt gewinnen. Doch auch das hat nicht geholfen.

"Wurzelbehandlung ohne Betäubung"

Schon im Vorfeld waren sich US-Kritiker einig darüber, dass der Film ein Desaster sei. Die "Los Angeles Times" nannte ihn ein "überlanges Durcheinander, das von einem Menschen mit fehlgeleiteten kreativen Instinkten stammt". Die "New York Times" meinte, der Film sei womöglich in einem Gemüsezerkleinerer entstanden, wenn man sich die bizarre Handlung und die schrillen Darbietungen der Schauspieler anschaue. Der "Observer" aus Großbritannien fand, die Komödie sei so lustig wie eine "Wurzelbehandlung ohne Betäubung".

Ob sich die Kinozuschauer in den USA von den Verrissen haben beeinflussen lassen oder sie die Geschichte schlicht nicht interessiert, bleibt offen. Fest steht, dass der Streifen in den ersten drei Tagen weit hinter den Erwartungen zurück blieb. Sehr weit. Laut der Internetseite "boxofficemojo.com" soll er nur 7665 Euro eingespielt haben. Allerdings wird der Film dort auch in nur vier Kinos gezeigt. Zu uns kommt er erst am 21. März 2019.

Quelle: n-tv.de, nan

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