Ratgeber

Technik für Resteverwertung Apps gegen Lebensmittelverschwendung

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Verschiedene Apps helfen gegen Lebensmittelverschwendung.

(Foto: imago/Panthermedia)

Jedes Jahr wandern Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll, die eigentlich noch genießbar wären. Dieser Verschwendung haben einige Startups mit innovativen Konzepten den Kampf angesagt. Diese Apps machen dabei eine besonders gute Figur.

Während in manchen Teilen der Welt Menschen verhungern, landen hierzulande tagtäglich wertvolle Lebensmittel in der Tonne. Heute kann jeder ganz einfach von zu Hause aus etwas gegen diese enorme Verschwendung tun - auch per App.

Zu gut für die Tonne

Die App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist kostenfrei und ideal dazu geeignet, Reste zu verwerten. Sie enthält nämlich viele Rezepte von Kochgrößen wie Tim Mälzer oder Sarah Wiener. So lassen sich selbst die "traurigsten" Reste noch zu einem leckeren Gericht verarbeiten. Weiterhin bekommen Verbraucher wertvolle Tipps zur Lebensmittelverwertung. Der integrierte Einkaufsplaner hilft dabei, Einkäufe besser zu planen.

Too Good to Go

Die App namens "Too Good to Go", entwickelt von einem dänischen Startup, will Lebensmittel vor der Mülltonne bewahren. Sie vernetzt Nutzer mit Restaurants, Supermärkten und Bäckereien. So kann man über die App ganz einfach übrig gebliebene Lebensmittel bestellen. Die Preise sind oft deutlich niedriger - im Durchschnitt zahlt man für eine Portion drei Euro. Die Verbraucher holen die Essensreste dann zu einem bestimmten Zeitpunkt einfach ab. Was genau man am Ende bekommt, erfährt man erst bei der Abholung. Schließlich bleiben nicht jeden Tag dieselben Lebensmittel übrig und auch die Menge variiert. Die Bezahlung erfolgt im Voraus. Bleiben einmal doch keine Reste übrig, kann es auch sein, dass die Bestellung komplett storniert wird.

An und für sich leistet die App To Good to Go so einen wertvollen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung. Von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner gab es dafür im Jahr 2019 den Bundespreis "Zu gut für die Tonne" in der Kategorie Digitalisierung.

Etepetete

Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern sind bei Supermarkt-Kunden eher unbeliebt. Deswegen findet man sie in der Regel gar nicht erst in den Regalen. Aber nur weil die Zucchini eine ungewöhnliche Krümmung hat oder die Erdbeeren nicht die typische Form aufweisen, sind sie noch lange nicht wertlos. Damit solche Lebensmittel nicht in der Tonne landen, können Verbraucher die App "Etepetete" nutzen. Auf der Webseite kann man sich eine Box aussuchen, die man dann in selbst gewählten Lieferintervallen zugeschickt bekommt. Das Obst und Gemüse kommt direkt von Bio-Bauernhöfen. Welche Sorten sich in den sogenannten Retterboxen dann befinden, kann jedoch noch nicht individuell bestimmt werden. Dank der App konnten bisher 2.746.558 Kilogramm Obst und Gemüse vor dem Wegwerfen bewahrt werden.

ResQ Club

Ebenso wie bei "Too Good to Go" werden bei der kostenfreien App Restaurants, Cafés und Lebensmittelgeschäfte in der Nähe angezeigt, die übrig gebliebene Lebensmittel zum günstigen Preis anbieten. Das geht übrigens nicht nur in Deutschland, sondern auch Finnland, Schweden, den Niederlanden oder Estland. Dort können Verbraucher ebenso Lokale in der Nähe finden, die Essensreste zu einem sehr guten Preis verkaufen.

Eat Smarter

Bei der "Eat Smarter"-App findet man jede Menge Rezepte zur Resteverwertung. Einfach die verfügbaren Lebensmittel eingeben und schon bekommt man Vorschläge für diverse Gerichte. Die App ist sehr übersichtlich in Kategorien, Zubereitungszeit, Saison, Kosten und Zutaten unterteilt. Weiterhin gibt es zwei weitere Filter zum Ein- oder Ausschließen bestimmter Zutaten. So bekommt man garantiert das passende Rezept.

Quelle: ntv.de, imi