Ratgeber

Alle Geräte mit Unfallrisiko Kein Mähroboter ist gut

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Keiner der getesteten Mähroboter kann die Sicherheit von kleinen Kindern garantieren

(Foto: imago stock&people)

Auch wenn das Leben derzeit etwas eingeschränkt ist, in den Garten darf man ja noch, etwa zum Rasenmähen. Für jene, die das einem Roboter überlassen, entfällt dieser Grund natürlich. In der Zeit kann hier gelesen werden, was die kleinen Helfer so draufhaben, denn Warentest hat sie unter die Lupe genommen.

In den eigenen Garten gehen zu können, ist in Corona-Zeiten ja schon ein Luxus. Aber auch unter normalen Umständen hat der Besuch des eigenen Grundstücks etwas für sich, kommt man so doch an die frische Luft. Wird dann noch der Rasen gemäht, sorgt das zumindest für etwas Bewegung.

Wer nicht selbst aktiv werden möchte, kann mittlerweile natürlich auch auf die Dienste eines Rasenroboters zurückgreifen. Was viele Menschen zunehmend tun, obwohl sich nicht wenige ja eigentlich vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz fürchten. Aber wenn es den Alltag erleichtert, ist es dann meisten doch egal.

Wie auch immer, die Stiftung Warentest hat elf Mähroboter getestet - für Flächen von 400 bis 800 Quadratmetern. Im Test­feld sind Produkte namhafter Hersteller wie Bosch, Gardena, Stihl oder Husqvarna, aber auch relative Newcomer-Marken wie Landx­cape, Worx und Yard Force.

Keinmal "gut"

Resultat: Keines der Geräte kann die Sicherheit von kleinen Kindern garantieren. Zwei haben den Nachbau eines krabbelnden Kinderfußes angeschnitten und sind deshalb "mangelhaft" (Hellweg Wingart MR 500 BT und Yard Force Mähroboter X50i). Außerdem zerkratzten fast alle einen hölzernen liegenden Kinderarm. Dass Kinder und Rasenmäher nicht gemeinsam auf den Rasen gehören, steht zwar in den Gebrauchsanleitungen, dennoch bleibt ein gewisses Sicherheitsrisiko. Deshalb sollten Rasenroboter nie unbeaufsichtigt ihre Aufgabe verrichten.

Ein gutes Qualitätsurteil bekommt deshalb kein Mähroboter, sechs sind aber immerhin befriedigend. Und der gemähte Rasen kann sich bei den meisten Robotern sehen lassen - auch an Stellen, an denen sie oft rangieren, etwa vor der Lade­station. Nur bei wenigen Modellen ließ das Rasen­bild Gleich­mäßig­keit vermissen. Auch mit unebenen Flächen, vom Mäuseloch bis zur kleinen Dellen im Gelände, kommen die Geräte fast alle zurecht. In früheren Tests fuhren sich manche Roboter öfter fest, auch in Zaunecken­. Das war diesmal kaum zu beob­achten.

Für Rasenflächen bis 400 Quadratmetern hat der Bosch S+ 400 die Nase vorn (840 Euro/"befriedigend"/2,9). Per App bezieht es die Wettervorhersage selbstständig in seine Mähpläne ein. Das Modell ist außerdem sehr leicht zu handhaben. Mit größeren Gärten bis 700 Quadratmetern kommt der Husqvarna Automover 105 für 1010 Euro hingegen gut zurecht ("befriedigend"/2,9).  

Quelle: awi