Ratgeber
Dienstag, 17. Mai 2016

Mehr als 6 Prozent sind drin: So geht Rendite

Geldanlegen ist nur etwas für Profis? Weit gefehlt. Jeder kann sein Geld vermehren. Einfach, sicher und rentabel. Mit einem monatlichen Sparplan, wie Finanztest zeigt.

Monatliches Sparen in ETFs kann sich lohnen.
Monatliches Sparen in ETFs kann sich lohnen.(Foto: imago/McPHOTO)

Bei der Geldanlage kommt es vor allem auf die richtige Mischung im Depot an. Genauer: auf die Balance zwischen Aktien und Festgeldanlagen. Denn Aktien gehören dazu, um in Zeiten niedriger Zinsen mit seiner Anlage noch Geld zu verdienen.

Wer es dabei bequem, rentabel und vergleichsweise sicher mag, liegt mit den von Finanztest entworfenen Weltpantoffelfondssparplänen, den sogenannten Pantoffel-Portfolios, richtig. Diese setzen sich idealerweise aus Indexfonds (ETFs) zusammen, da diese preisgünstiger und transparenter sind als aktiv gemanagte Fonds.

Sicherer und riskanter Teil

Grundsätzlich setzt sich jede "Pantoffel" aus einem sicheren und einem riskanten, chancenreichen Teil zusammen, einer Anlage in Aktien, einer Anlage in festverzinsliche Wertpapiere und gegebenenfalls noch einer Anlage in Rohstoffe. Realisiert wird diese Strategie durch den Kauf von meist nur zwei ETFs.

Dabei deckt Finanztest für alle möglichen Pantoffel-Typen den sicheren Teil durch eine Investition zum Beispiel in einen der beiden europäischen Rentenfonds-ETFs ab: db x-trackers oder iShares. Diese enthalten Staatsanleihen von ausgesuchten Ländern der Eurozone.

Für die Aktienanlage wurden Aktienfonds Welt als ETF verwendet. Zur Auswahl stehen hier unter anderem: Coms­tage (LU0392494562), db x-trackers (LU 0274208692), iShares (DE000A0HGZR1), Lyxor (FR0010315770), UBS (LU034028 5161).

Anleger können monatlich jedes Musterportfolio in einer sicheren, ausgewogenen oder riskanteren Form kaufen. In der ausgewogenen Variante befinden sich zur Hälfte Rentenfonds Europa. Die sicheren bestehen zu drei Vierteln, die riskanten zu einem Viertel aus Rentenfonds. Die Gewichtung ist je nach persönlicher Risikobereitschaft vorzunehmen. Dabei ist zu beachten, dass die Aufteilung von Aktien- und Zinspapieren einen größeren Einfluss auf den Erfolg der Geldanlage hat als die Auswahl einzelner Produkte.

Finanztest hat alle drei Fondssparpläne in dem Zeitraum vom 31. März 2001 bis zum 31. März 2016 ausgewertet. Ergebnis: Die Variante mit einem 75-prozentigen Aktienanteil hat am meisten Rendite erwirtschaftet. Wer 15 Jahre lang 200 Euro in diesen Sparplan investierte, konnte sich über 6,6 Prozent Rendite p.a. erfreuen - oder 58.781 Euro. Kaum weniger sind es bei der ausgewogenen Weltpantoffel (6,4/57.800 Euro) oder auch bei der defensiven Weltpantoffel (6,1/55.854 Euro). Zum Vergleich: Wer denselben Betrag in einen Mischfonds inverstiert hätte, könnte nur rund 43.000 Euro (2,4 Prozent) sein Eigen nennen.

Für welchen Weltpantoffelsparplan sich der Anleger auch immer entscheidet, die genannte Rendite fiel nur dann so üppig aus, wenn die monatliche Verteilung der Sparrate auf die Anlageklassen angepasst wurde, bis das gewählte Verhältnis wieder hergestellt ist. Denn die Bestandteile aus Aktien und Anleihen entwickeln sich oft nicht analog zueinander. Darüber hinaus sorgt diese antizyklische Anpassung für eine zusätzliche Risiko-Minimierung der Anlage des Fondssparplans.

Quelle: n-tv.de

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