Ratgeber

Kleidung und Corona Wie wird die Wäsche virenfrei?

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Wo genau und für wie lange das Coronavirus an Gegenständen wie auch der Wäsche anhaftet, ist noch nicht abschließend geklärt. Dennoch sollte auch bei der Reinigung der Kleidung einiges beachtet werden.

Das Coronavirus hat den Alltag fest im Griff: Die Menschen bleiben idealerweise zu Hause, waschen sich vermehrt die Hände, halten zwei Meter Abstand zu anderen Menschen und versuchen, jeglichen Keimen den Kampf anzusagen. Bekannt ist, dass sich das Coronavirus unter Umständen mehrere Tage auf Oberflächen hält. Aber was ist eigentlich mit der Kleidung? Reicht es aktuell, die Wäsche wie gewohnt zu waschen?

Darauf muss beim Waschen geachtet werden

Konkrete Hygienemaßnahmen für den Haushalt gibt es aktuell nicht. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt allerdings wichtige Tipps dazu, wie wir unsere Wäsche keimfrei bekommen:

Wichtig sind vor allem Temperatur und Waschmittel

  • Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche, Waschlappen sowie Putz- und Spüllappen sollten bei mindestens 60 Grad und mit einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel gewaschen werden. Letztere Reinigungstextilien sollten spätestens nach ein bis zwei Tagen im Einsatz in die Maschine. Zudem sollten sie direkt nach der Benutzung gut zum Trocknen aufgehängt oder hingelegt werden und nicht an feuchten Stellen liegenbleiben.
  • Für normale Oberbekleidung wie Hosen, Pullover, T-Shirts oder Kleider reichen in der Regel niedrigere Waschtemperaturen.
  • Ein zusätzlicher Hygienespüler ist nicht notwendig.
  • Auch wichtig: Vergessen Sie nicht die Reinigung der Waschmaschine! Denn auch wenn die Kleidung sauber aus der Maschine kommt - in dem Gerät tummeln sich auch Keime. Darum: Einmal die Woche die Waschmaschine bei mindestens 60 Grad laufen lassen, damit sich kein Biofilm mit angesiedelten Mikroorganismen bildet.

Abgesehen davon sollten alle Gegenstände, die in Kontakt mit den Händen kommen, wie beispielsweise Griffe an Schränken und Geräten, regelmäßig gereinigt werden. Neben den herkömmlichen Putzmitteln hat sich vor allem Spülmittel als sehr effektiv erwiesen. Die enthaltenen Fettlöser greifen die Hülle des Coronavirus an und zerstören es damit. Ansonsten gilt: Häufiger als sonst wischen, regelmäßig und gründlich Händewaschen und auch bei Tüchern und Putzlappen Hygienemaßnahmen walten lassen. Dann hat das Coronavirus im Haushalt kaum eine Chance. Besonders teure oder spezielles Putzmittel, um gegen das Virus anzukommen, sind also nicht erforderlich.

Quelle: ntv.de, awi