Formel1

Auch Hauptsponsor Uralkali weg F1-Team Haas entlässt russischen Fahrer Mazepin

Haas muss sich wenige Wochen vor dem Start der Formel-1-Saison einen neuen Fahrer und einen neuen Hauptsponsor suchen. Der US-Rennstall beendet mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Nikita Mazepin und Hauptsponsor Uralkali aus Russland.

Mick Schumacher bekommt in der anstehenden Formel-1-Saison einen neuen Teamkollegen. Der US-Rennstall Haas trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem russischen Fahrer Nikita Mazepin und dem russischen Hauptsponsor Uralkali. "Wie der Rest der Formel-1-Gemeinschaft sind wir geschockt und traurig von der Invasion der Ukraine und wünschen uns ein schnelles und friedliches Ende des Konfliktes", teilt der Rennstall in einem kurzen Statement mit.

Offen ist, mit welcher Begründung Haas die Verträge kündigt. Der Motorsport-Weltverband FIA hatte zuletzt verlangt, dass russische und belarussische Fahrer den russischen Angriff auf die Ukraine unter belarussischer Unterstützung schriftliche verurteilen müssen. Ob Mazepin diese Erklärung unterzeichnet hat, ist nicht bekannt.

Das Aus von Mazepin bei Haas hatte sich allerdings in den letzten Tagen schon angedeutet. Sky hatte bereits am Freitag gemeldet, dass der amerikanisch-brasilianische Ersatzfahrer Pietro Fittipaldi sein Cockpit übernehmen und bereits bei den Testfahrten vom 10. bis 12. März in Bahrain am Steuer sitzen wird. Offiziell hat Haas noch keinen Ersatz benannt.

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Dank des finanzkräftigen Hauptsponsors Uralkali war Haas bereits in der vergangenen Saison mit russischem Antlitz in der Formel 1 unterwegs.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Mazepin steht in der Formel 1 schon länger in der Kritik. Dem 23-jährigen Russen wird nachgesagt, dass er sein Cockpit lediglich seinem finanzkräftigen Vater Dmitri zu verdanken hat. Der 53-jährige Oligarch ist Miteigentümer des russischen Bergbauunternehmens Uralkali, das seit der vergangenen Saison Hauptsponsor von Haas war.

Die Formel 1 hatte bereits zuvor bereits den Großen Preis von Russland aus dem Rennkalender gestrichen. Zudem wurde das Rennen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine komplett aus den Zukunftsplänen der Rennserie gestrichen. Der erste Grand Prix der Saison 2022 findet am 20. März in Bahrain statt.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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