Fußball

Mandzukic? Giroud? Haaland? BVB durchkämmt Europa nach Stürmern

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Dem BVB fehlt eine weiterer "echter" Stürmer: Auch Reus kann Alcacer vorne nicht ersetzen.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Borussia Dortmund sucht eine Verstärkung für den Sturm, weil vor der Saison lediglich auf den verletzungsanfälligen Paco Alcacer gesetzt wurde. Mario Mandzukic und Olivier Giroud gelten als mögliche Kandidaten - auch ein europaweit umworbener Youngster steht auf dem Zettel.

Trainer Lucien Favre steht in der Kritik, zahlreiche Leistungsträger befinden sich im Tief, doch auch die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten  Borussia Dortmund sind sich ihrer Verantwortung bewusst. "Wir hätten eine zweite Nummer neun verpflichten müssen. Das haben wir nicht getan. Das war falsch", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei der Mitgliederversammlung und erhielt dafür Applaus. Favre setzte im Sommer einzig auf Paco Alcacer als Mittelstürmer und ließ sich von dieser Meinung auch nicht abbringen.

Doch der spanische Torjäger erwies sich nach seinem glänzenden Saisonstart erneut als verletzungsanfällig und Favres Plan B mit Marco Reus, Julian Brandt, Mario Götze oder Thorgan Hazard in der Spitze ging zu selten auf. Ungeachtet der beruflichen Zukunft des Schweizers beim BVB, und unabhängig davon, wir das Champions-Leage-Spiel beim FC Barcelona an diesem Mittwoch (ab 21 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) ausgeht, wollen die Verantwortlichen ihren Fehler offenbar schon in der Winterpause korrigieren. Es werden jedenfalls prominente Namen wie Mario Mandzukic und Olivier Giroud gehandelt. Der kroatische Vize-Weltmeister Mandzukic spielt beim italienischen Rekordchampion Juventus Turin überhaupt keine Rolle mehr und drängt auf einen Wechsel.

Der torgefährliche 33-Jährige würde mit seiner robusten Art den Anspruch der Dortmunder erfüllen. "Ihr allergrößtes Manko ist in meinen Augen, dass sie einfach zu wenige Siegertypen haben", schrieb Lothar Matthäus für den Bezahsender Sky. Daher empfahl der deutsche Rekordnationalspieler den Dortmundern neben Mandzukic auch gleich die Verpflichtung des in Turin ebenfalls unzufriedenen Mittelfeldspielers Emre Can.

Haaland: perfekt aber unwahrscheinlich

"Mandzukic und Can könnten dieser Mannschaft genau die Impulse geben. Beide haben diesen absoluten Willen, etwas gewinnen zu wollen, und ich weiß, dass sie auch bereit zu einem solchen Transfer wären und für einen vernünftigen Preis zu haben sind", so Matthäus. Der ehemalige Wolfsburger und Münchner Mandzukic wird aber auch mit englischen Klubs in Verbindung gebracht. Daher ist auch Giroud ein interessanter Kandidat.

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Mario Mandzukic (mitte) kommt bei Juventus Turin kaum noch zum Einsatz.

(Foto: imago images / Bildbyran)

Der Weltmeister sitzt beim FC Chelsea auf der Bank. Mit Blick auf die EM 2020 benötigt der 33-Jährige aber Spielpraxis. Er wäre wohl für unter zehn Millionen Euro zu haben, doch auch Inter Mailand soll interessiert sein. Aber nicht nur Mandzukic und Giroud sind unzufrieden, der belgische Nationalspieler Dries Mertens will den SSC Neapel verlassen. Ein Wechsel nach China ist im Gespräch, doch beim BVB würde er mit Axel Witsel und Hazard zwei Landsleute treffen.

Die Namen von Maxi Gomez vom FC Valencia und Willian José von Real Sociedad San Sebastian fielen ebenfalls. Da beide Angreifer aber bei ihren Vereinen noch einen Vertrag bis 2024 haben und eine gute Saison spielen, wäre ein Wechsel für sehr viel Geld denkbar. Mit dem norwegischen Top-Talent Erling Haaland beschäftigen sich zahlreiche Vereine. Der 19-Jährige von RB Salzburg wäre die wohl perfekte Lösung für den BVB, ein Transfer im Winter erscheint aber äußerst unwahrscheinlich.

Quelle: ntv.de, Oliver Mucha, sid