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Neuer Klub nach Tränenabschied Rafinha zieht es weit weg vom FC Bayern

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Ein letztes Mal zusammen feiern: Robben (l.), Rafinha (m.) und Ribéry (r.) verlassen den FC Bayern nach langen gemeinsamen Jahren.

(Foto: imago images / DeFodi)

Bei Rafinhas Abschied vom FC Bayern München fließen reichlich Tränen - auch wenn es im Verein zuletzt wahrlich nicht mehr rund lief. Schluss mit Fußball ist für den 33-Jährigen aber noch lange nicht. Als erster der prominenten Abgänge präsentiert der Brasilianer nun einen neuen Klub.

Der langjährige Bundesliga-Profi Rafinha heuert nach seinem tränenreichen Abschied vom deutschen Double-Gewinner Bayern München in seiner Heimat Brasilien beim Fußball-Traditionsklub Flamengo Rio de Janeiro an. Der 33-Jährige unterzeichnet nach Angaben von Flamengos Vizepräsident Marcos Braz beim derzeitigen Tabellenfünften einen Vertrag bis 2021.

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In der Bundesliga bestritt Rafinha zunächst zwischen 2005 und 2010 für Schalke 04 insgesamt 197 Pflichtspiele. Nach einem Kurz-Gastspiel beim italienischen Erstligisten FC Genua lief der Defensivspieler seit 2011 260-mal für den deutschen Rekordmeister auf und feierte mit den Bayern 2013 die Triumphe in der Champions League und bei der Klub-WM sowie sieben Meisterschaften und vier Pokalsiege. Sein zum Saisonende auslaufender Vertrag in München wurde nicht verlängert.

Der Rechtsverteidiger war in der abgelaufenen Saison kaum noch zum Zug gekommen. Auf seiner Position ist Joshua Kimmich unter Bayern-Coach Niko Kovac unumstößlich gesetzt. Rafinhas kontinuierliche Nicht-Berücksichtigung hatte zwischenzeitlich für schrille Misstöne gesorgt, als er den Trainer öffentlich dafür kritisierte und anschließend ebenso öffentlich in seine Schranken verwiesen wurde. In der kommenden Spielzeit hätte sich die Konkurrenz-Situation rechts hinten für Rafinha wohl unüberwindlich zugespitzt. Der 35-Millionen-Neuzugang Benjamin Pavard spielte beim VfB Stuttgart zwar bevorzugt in der Innenverteidigung. Weltruhm erlangte er jedoch als Rechtsverteidiger der französischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018.

Der FC Bayern will sich nach einer unruhigen Saison neu aufstellen. Im groß aufgezogenen Umbruch ist der Rechtsverteidiger hinter den Klubikonen Arjen Robben und Franck Ribéry eine weitere Identifikationsfigur, die dem Bundesligisten verloren geht. Auch der für zwei Jahre von Real Madrid ausgeliehene kolumbianische Superstar James wird von den Bayern nicht verpflichtet und muss den Klub verlassen. Aus der Riege prominenter Abgänge ist nun Rafinha der erste, dessen Zukunft geklärt ist. Wohin es seine Ex-Kollegen verschlägt, ist weiterhin unbekannt.

Quelle: n-tv.de, mra/sid

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