Fußball

Welche Rolle spielt FC Bayern? Ronaldo bittet Manchester United um Wechsel

f361ca7c410808ac04a1631b227d36af.jpg

Verlässt Ronaldo United ein zweites Mal?

(Foto: IMAGO/PA Images)

Rekordspieler, Rekordtorschütze, Rekordvorbereiter - in der Champions League hält Cristiano Ronaldo zahlreiche Bestmarken, die er gerne weiter steigern möchte. Bei Manchester United ist das in der kommenden Saison jedoch unmöglich. Deshalb wünscht er sich nun einen Wechsel. Zum FC Bayern?

Eine Champions-League-Gruppenphase ohne Cristiano Ronaldo? Die hat es seit 20 Jahren nicht gegeben, seit der damals aufstrebende Jungprofi mit Sporting Lissabon im August 2002 in der entscheidenden Qualifikationsrunde an Inter Mailand scheiterte. Im darauffolgenden Sommer wechselte Ronaldo zu Manchester United, debütierte bei der 1:2-Auswärtsniederlage beim VfB Stuttgart im höchsten europäischen Klubwettbewerb und spielte seitdem alljährlich in selbigem. Um diese außergewöhnliche Serie fortzuführen und auch in der 20. Saison in Folge in der Champions League aufzulaufen, müsste Cristiano Ronaldo allerdings zeitnah den Arbeitgeber wechseln.

Genau diesen Wunsch soll der 37-Jährige nun an Manchester United herangetragen haben, wie nicht nur die englische Zeitung "The Times" berichtet. Im für gewöhnlich gut informierten Onlineportal "The Athletic" heißt es, aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt: "Cristiano Ronaldo hat Manchester United gesagt, er würde den Klub gerne verlassen, sollte in diesem Transferfenster ein angemessenes Angebot eingehen." Als ein Grund für diese Forderung wird in beiden Meldungen angeführt, der Superstar verspüre kein Verlangen, in der Europa League zu debütieren - für die sich United als Sechster der vergangenen Premier-League-Spielzeit jedoch qualifiziert hat.

In der Champions League dagegen ist Ronaldo dagegen Rekordspieler mit 187 Einsätzen für United, Real Madrid und Juventus Turin, auch seine 141 Tore sind unübertroffen, auch seine 42 Torvorlagen sind Bestwert, wie die UEFA-Statistik zeigt. Der "Times" zufolge ist der Angreifer überzeugt davon, noch "drei bis vier Jahre" auf allerhöchstem Level spielen zu können - weshalb jetzt also ein Klub gefordert ist, der sich für die Königsklasse qualifiziert hat und zudem über die finanziellen Mittel verfügt, Ronaldo aus seinem laufenden Vertrag bei Man United auszulösen.

Lewandowski als Wegweiser?

Denn das Arbeitspapier des Portugiesen gilt noch bis 2023, sein Marktwert liegt laut dem Branchenportal "transfermarkt.de" bei 30 Millionen Euro. Ob diese Summe ein "angemessenes Angebot" darstellen würde, ist unklar, die Formulierung ist nicht weiter spezifiziert. Dem "Athletic" zufolge wollte United die Berichte nicht kommentieren, was zwar keine Bestätigung, aber eben auch keinen Widerspruch darstellt. Da Ronaldo in der finalen Phase seiner Weltkarriere weiter um Titel und Pokale spielen wolle, wolle er nun den Klub verlassen, bei dem er einst zur globalen Ikone aufgestiegen war.

Mehr zum Thema

Bereits vor diesen Berichten hatte es in diesem für den europäischen Herrenfußball - aufgrund der in den Spätherbst verlegten WM - turnierfreien Sommer Spekulationen gegeben, Ronaldo sei für einen Wechsel offen. Der FC Bayern wird in beiden Berichten als Interessent angeführt. Gerade vor dem Hintergrund, dass Robert Lewandowski als dessen Zielspieler im Sturm seinen Abgang forciert. Laut "Times" wäre Ronaldo für den Bundesliga-Serienmeister jedoch erst in dem Moment ein Kandidat, in dem Lewandowski den Klub verlassen würde. Eine Einigung darüber mit dem FC Barcelona scheint derzeit allerdings noch ein gutes Stück entfernt zu sein.

Auch der FC Chelsea soll über eine Verpflichtung nachdenken, der neue Eigentümer Todd Boehly sich sogar schon mit Ronaldos Berater Jorge Mendes getroffen haben. Der Klub von Thomas Tuchel war infolge der Sanktionen gegen den langjährigen Eigentümer Roman Abramowitsch zuletzt von einer Transfersperre betroffen, nach dem Verkauf wäre ein solch aufsehenerregender Transfer gleich mal ein Zeichen an die nationale wie internationale Konkurrenz. Auch eine Rückkehr nach Italien soll zur Debatte stehen, der SSC Neapel prüfe demnach seine Optionen. Konkret ist allerdings noch nichts. Zumal, ähnlich wie der FC Bayern bei Robert Lewandowski, auch Manchester United einfach auf die bestehende vertragliche Vereinbarung verweisen und deren Erfüllung einfordern könnte.

Quelle: ntv.de, tsi

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen