Technik

Mittelklasse-Smartphone mit Stil Oppo Reno 2 ist ein günstiges Prachtstück

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Das Oppo Reno 2 hat einen schillernden Rücken.

(Foto: kwe)

Mit dem Reno 2 beginnt Oppo offiziell sein Deutschland-Geschäft. Das Gerät ist nicht nur optisch ein Knaller, sondern technisch ein Mittel-Klasse-Smartphone auf hohem Niveau.

Mit rund 8 Prozent Marktanteil war Oppo im letzten Quartal 2019 weltweit der viertgrößte Smartphone-Hersteller. Interessanterweise teilt er sich diesen Platz mit Vivo und Xiaomi, die wie Oppo erst kürzlich ihre Deutschland-Offensive begonnen haben beziehungsweise beginnen. Während Xiaomi mit dem Mi 9T Pro gleich Vollgas gegeben hat und Vivo seine Deutschlandpremiere noch vorbereitet, schickt Oppo mit dem Reno 2 ein bemerkenswertes Mittelklasse-Smartphone ins Rennen.

Ein echter Hingucker

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Die gesamte Rückseite wird wie die Front von Gorilla Glass 5 geschützt.

(Foto: kwe)

Optisch ist das Reno 2 ein Hammer, dass es nur 450 Euro kostet, sieht man ihm wirklich nicht an. Vor allem die dunkelblaue oder schwarze Glas-Rückseite mit hellblauen Schimmern in der Mitte und an den Rändern sieht klasse aus. Die Vierfach-Kamera liegt flach unter dem Glas und ein kleiner Metall-Knubbel hält sie auf Abstand zu kratzigen Oberflächen. Das schlaue Detail ist mit dem gleichen Neongrün eingefasst, das die Einschalt-Taste ziert. Da kann man über das Logo schon mal stolz "Designed for Reno" schreiben, auch wenn das Smartphone bei aller Schönheit nicht wasserdicht ist.

Très chic ist auch die Vorderseite, die fast vollständig von einem 6,5 Zoll großen AMOLED-Display eingenommen wird. Eine Kerbe oder Bohrung für die Frontkamera gibt's nicht, auch dafür hat sich Oppo eine sehr schöne Lösung einfallen lassen. Die 16-Megapixel-Kamera fährt aus der Oberseite wie eine sich öffnende Regieklappe aus. Sensoren erkennen, wenn dem Nutzer das Smartphone aus der Hand fällt und die Kamera zieht sich automatisch zurück.

Schönes Display, solides Innenleben

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Schmale Ränder: Das Display nimmt 93 Prozent der Vorderseite ein.

(Foto: kwe)

Das Display selbst macht einen sehr guten Eindruck. Die Farben sind leuchtend, aber realistisch, die Kontraste stark und die Leuchtkraft im Tageslicht hoch. Mit rund 400 ppi ist der Bildschirm auch schön scharf. Der integrierte optische Fingerabdrucksensor reagiert schnell und präzise.

Das Innenleben ist nicht so spektakulär wie das Äußere, aber grundsolide. Der Qualcomm Snapdragon 730G ist ein Mittelklasse-Chip, der mehr als alltagstauglich ist und auch Gelegenheitsspieler nicht im Stich lässt. Dazu kommen 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 256 GB Flash-Speicher. Der Akku fasst 4000 Milliamperestunden und hat überhaupt keine Probleme, das Gerät auch lange Tage zu versorgen. Wird's doch mal knapp ist eine leere Batterie in rund 30 Minuten bereits wieder zur Hälfte geladen. Induktiv tankt das Smartphone nicht auf.

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Die Selfiekamera fährt bei Bedarf aus dem Rahmen hoch.

(Foto: kwe)

Nicht so gut ist, dass das Reno 2 immer noch kein Update auf Android 10 erhalten hat. Laut "RMUpdate" ist die Beta mit Oppos neuer Oberfläche ColorOS 7 aber wenigstens schon in einigen Ländern verfügbar. Der Sicherheitspatch stammt vom 5. Januar, da ist auch ein Update fällig. Vielleicht hat Oppo ähnliche Probleme wie Xiaomi. Dessen indische Abteilung twitterte, die Probleme durch die Coronavirus-Epidemie verzögerten auch Software-Aktualisierungen. Möglich ist das.

Gute Vierfach-Kamera

Gehobene Mittelklasse ist die Vierfach-Kamera auf der Rückseite. Vor allem die optisch stabilisierte Hauptkamera überzeugt, bei der von 48 Megapixeln jeweils vier zu einem großen, lichtstarken Pixel zusammengefasst werden. So produziert sie mit Blende f/1.7 auch bei sehr wenig Licht noch mehr als ansehnliche Ergebnisse, auch wenn sie nicht ganz an die Nachtaufnahmen eines Huawei P30 Pro oder iPhone 11 heranreichen. Aber diese Geräte sind ja auch mit viel höheren Preisen an den Start gegangen.

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Die 13-Megapixel-Tele-Kamera macht im Team mit der Hauptkamera ziemlich gute Fotos mit fünffacher Vergrößerung, auch wenn sie nicht so knackig wie die Bilder aussehen, die die Hauptkamera alleine schießt. Die 8-Megapixel-Superweitwinkel-Kamera liefert bei Tageslicht recht passable Ergebnisse, mehr aber auch nicht. Dazu kommt noch eine monochrome 2-Megapixel-Kamera, die Tiefeninfos für das künstliche Bokeh bei Porträts liefert. Videos stabilisiert das Reno 2 ziemlich gut, 4K-Videos produziert sie mit 30 Bildern pro Sekunde (fps), in Full-HD sind 60 fps möglich.

Attraktives Gesamtpaket

Unterm Strich ist das Oppo Reno 2 nicht nur durch sein gelungenes Design ein attraktives Smartphone. Es bietet für 450 Euro auch eine gute Hardware-Ausstattung, die in einigen Bereichen Oberklasse-Niveau erreicht. Allerdings gibt's in dieser Preisklasse harte Konkurrenten, allen voran das stärkere Xiaomi Mi 9T Pro, das inzwischen schon für 400 Euro zu haben ist.

Quelle: ntv.de