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Virusfälle in der Bevölkerung NRW und Hamburg am stärksten betroffen

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Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen gibt es besonders viele Covid-19-Fälle.

(Foto: dpa)

Bei mehr als 6000 Menschen in Deutschland wurde bisher eine Infektion mit Sars-CoV-2 bestätigt, die meisten davon stammen aus Nordrhein-Westfalen. Auch auf die Zahl der Einwohner bezogen ist die Dichte dort am höchsten. Allerdings sind auch die Stadtstaaten stark betroffen.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland liegt laut Berechnungen von ntv.de bei mittlerweile mehr als 6000. Wie aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Gesundheitsbehörden der Länder hervorgeht, ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen gemessen an der Gesamtzahl der bisher erkannten Infektionen am stärksten betroffen. In NRW, dem mit Abstand bevölkerungsreichsten Bundesland, sind bislang bereits 2493 Infektionen aufgetreten. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 977 und Bayern mit 886 Fällen.

Ganz anders sieht die Rangfolge bei der Dichte der Infektionen aus - in der Epidemiologie wird von "Kumulativer Inzidenz" gesprochen. Gemeint ist damit: Wie viele Infektionen gibt es pro Einwohner beziehungsweise je 100.000 Einwohner?

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Bei der Epidemie-Abwehr steht das Land NRW den Berechnungen von ntv.de zufolge unter den deutschen Bundesländern an vorderster Front. Hier sind derzeit rein rechnerisch fast 14 Menschen von jeweils 100.000 Einwohnern mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 infiziert. Besonders hoch ist die Inzidenz im Kreis Heinsberg, in dem es bislang zum größten Ausbruchsgeschehen in Deutschland kam. Auf dem zweiten Platz folgt jedoch nicht Bayern mit seinen 13,1 Millionen Einwohnern, sondern Hamburg, das lediglich 1,8 Millionen Einwohner zählt.

In der Hansestadt liegt das Infektionsaufkommen aktuell bei 10,6 Fällen je 100.000 Einwohner. In Bayern gibt es zwar in absoluten Zahlen gerechnet mehr Coronavirus-Fälle, die Inzidenz liegt jedoch mit 6,8 deutlich niedriger als in Hamburg.

In Baden-Württemberg gibt es die dritthöchste Dichte an Infizierten: Von 100.000 Einwohnern wurden im Schnitt rund neun Menschen positiv auf das Virus getestet. Dahinter kommt Bremen, dort liegt die Inzidenz-Kennziffer bei 8,2. Am wenigsten Corona-Infizierte pro Einwohner gibt es in Thüringen und Sachsen-Anhalt, wo die Zahl der Fälle jeweils unter drei pro 100.000 Einwohnern liegt.

Drei US-Bundesstaaten nun Risikogebiet

Insgesamt liegt die Zahl der in Deutschland festgestellten Coronavirus-Fälle bei 6236 laborbestätigten Infektionen. Hierzulande sind bisher 14 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Weltweit gibt es laut RKI zuletzt 157.044 Covid-19-Fälle. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei fast 6000. Auch in den USA steigt die Zahl der Fälle zuletzt rasant - das Robert-Koch-Institut stuft inzwischen auch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York als Coronavirus-Risikogebiete ein.

In diesen Regionen in den USA gebe es nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörden eine anhaltende Virusübertragung innerhalb der Bevölkerung, begründete RKI-Vizepräsident Schaade den Schritt. Bisher waren nur Italien und der Iran sowie verschiedene Regionen in China, Südkorea, Frankreich (Region Grand Est), Österreich (Bundesland Tirol) sowie Madrid in Spanien als Risikogebiete eingestuft.

Quelle: ntv.de, kst