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Psychologie beim Autokauf Rüpel stehen auf Audi, BMW und Mercedes

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Laut einer Studie greifen rücksichtslose Menschen gerne zu Edelkarossen.

(Foto: imago images/Frank Sorge)

Machen hochpreisige Autos ihre Fahrer zu Verkehrsrowdys? Was bisherige Studien zu belegen scheinen, stellt eine neue Untersuchung infrage. Ein Sozialpsychologe in Finnland findet heraus: Viele Fahrer von Audi, BMW und Mercedes eint etwas anderes.

Eine persönliche Beobachtung über Autofahrer hat den Sozialpsychologen Jan-Erik Lönnqvist stets stutzig gemacht. "Ich hatte beobachtet, dass jene, die am ehesten bei Rot fahren, Fußgänger nicht vorlassen und generell rücksichtslos und zu schnell fahren, oft schnelle deutsche Autos fuhren", so der Forscher laut Mitteilung seiner Universität in Helsinki. Er ging der Sache auf den Grund und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Bisherige Studien hätten sich dieses Themas bereits angenommen, heißt es in der Mitteilung. Demnach neigten die Fahrer teurer Autos eher dazu, Verkehrsregeln zu brechen. Dieses Phänomen wurde dadurch erklärt, dass Wohlstand einen korrumpierenden Effekt auf Menschen habe, was mitunter zu unethischem Verhalten führe.

Lönnqvist hingegen wollte herausfinden, ob es nicht vielleicht umgekehrt ist: dass ein bestimmter Typ von Mensch zum Kauf bestimmter Autos - wie eben deutschen Nobelkarossen - tendiert. Dazu befragte der Sozialpsychologe nach eigenen Angaben knapp 1900 finnische Autobesitzer. Sie sollten Auskunft über ihr Fahrzeug, Konsumverhalten und Vermögensverhältnisse geben sowie persönliche Fragen zu ihren Persönlichkeitszügen beantworten.

Zuerst der Mensch, dann das Auto

Die Befragung ergab: Egoistische Männer, die streitlustig, stur, unfreundlich und wenig einfühlsam sind, besitzen mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Statussymbol wie einen Audi, BMW oder Mercedes. "Diese Persönlichkeitszüge erklären das Verlangen danach, ein Produkt mit hohem Statuswert zu besitzen", erklärt es Lönnqvist. Und sie erklären gleichzeitig, warum die Fahrer dieser Autos öfter die Verkehrsregeln ignorieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass Lönnqvist durch ein ungewöhnliches Studienobjekt auffällt: Vor einigen Jahren hatte er untersucht, ob gut aussehende Gelehrte zu konservativen Ansichten neigen. Dabei kam heraus, dass Versuchspersonen akademische Autoren mit linken oder liberalen Tendenzen zwar als attraktiver einstuften. Konservative Akademiker hingegen wurden als gepflegter beschrieben.

Quelle: ntv.de, kst

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