Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Das Thema Energie treibt viele Deutsche um

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Gas-Knappheit und Energiesicherheit bestimmen derzeit die politischen Diskussionen in Deutschland - hier Druck-Anzeigen im Gasspeicher Rehden.

(Foto: dpa)

Viele Menschen in Deutschland machen sich laut RTL/ntv-Trendbarometer Gedanken um die Energieversorgung. Für 68 Prozent ist es das wichtigste Thema, knapp gefolgt vom Krieg in der Ukraine. Bei einer Kanzler-Direktwahl würden derweil die meisten Menschen Minister Habeck die Stimme geben.

Gasknappheit, Energiesparen, Laufzeitverlängerung, Notfallplan - Schlagworte wie diese bestimmen derzeit die innenpolitische Debatte. Doch nicht nur die Parteien streiten um den richtigen Umgang mit der drohenden Energiekrise. Auch die Menschen in Deutschland beschäftigen sich stark mit dem Thema, wie das Trendbarometer von RTL und ntv zeigt.

Laut der Forsa-Umfrage halten 68 Prozent der Menschen den Komplex Energie und Energiepreise für das derzeit wichtigste Thema. 61 Prozent antworten auf die entsprechende Frage mit dem Krieg in der Ukraine, der Ende Februar durch den russischen Überfall ausgelöst wurde. Die Themen Klima und Umwelt - in Reaktion auf die Hitzewellen und die verheerenden Waldbrände - fallen dagegen ab: 31 Prozent halten sie für derzeit besonders wichtig. Für 16 Prozent ist nach wie vor Corona das wichtigste Thema. Nur 5 Prozent nennen die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP.

Kaum Veränderungen gibt es derweil bei der Sonntagsfrage. Nach wie vor sind CDU und CSU die stärksten Parteien, gefolgt von Grünen und SPD. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union wie in den beiden vergangenen Wochen auf 26 Prozent. Auch die Grünen stagnieren bereits die dritte Woche in Folge bei 24 Prozent. Die SPD käme demnach auf 19 Prozent - sie verliert einen Punkt.

Einen Punkt zulegen kann die AfD auf 10 Prozent. FDP (6 Prozent), Linke (5 Prozent) und sonstige Parteien (10 Prozent) verändern sich im Vergleich zur Vorwoche nicht. Für die Liberalen ist es nach wie vor der schlechteste Wert seit der Bundestagswahl, wo sie 11,5 Prozent erreichten. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 22 Prozent.

Würde der Bundeskanzler in Deutschland direkt gewählt werden, dann würden sich laut Trendbarometer die meisten Menschen für den Grünen Robert Habeck entscheiden. 30 Prozent würden den Wirtschaftsminister zum Regierungschef machen - er verliert damit einen Punkt. Auch Kanzler Olaf Scholz verliert einen Punkt - 25 Prozent würden den SPD-Politiker wählen. An dritter Stelle liegt CDU-Chef Friedrich Merz. Wie in der Vorwoche käme der Unionsfraktionschef auf 17 Prozent.

Dabei kann sich vor allem Habeck auf die Anhänger seiner Partei verlassen: 74 Prozent der Grünen-Wähler würden auch ihm die Stimme geben. 62 Prozent der Anhänger der Sozialdemokraten würden sich für Scholz entscheiden. Keine Mehrheit bei den Unions-Anhängern findet dagegen Merz: Er käme bei ihnen nur auf 44 Prozent.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 19. bis 25. Juli 2022 erhoben. Datenbasis: 2510 Menschen. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa gibt es hier.

Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.

Quelle: ntv.de, mli

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