Ratgeber

13 von 17 Geräten überzeugen Ein guter Rauchmelder muss nicht teuer sein

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Nur ein Rauchmelder versagte im Test.

(Foto: imago images/MiS)

Bis zum neuen Jahr müssen Rauchmelder in allen Haushalten der Bundesrepublik installiert sein. Wer also immer noch keinen hat, sollte sich jetzt zügig darum kümmern. Doch welche Rauchmelder sind empfehlenswert? Das hat Stiftung Warentest untersucht.

Ein guter Rauchmelder schlägt rechtzeitig Alarm, und zwar noch bevor Rauch und Feuer für die Gesundheit ernsthaft gefährlich werden können. Ab Neujahr müssen die Melder in ganz Deutschland an der Decke hängen. Stiftung Warentest hat 17 Modelle unter anderem auf Handhabung, Lärmlautstärke und Zuverlässigkeit des Alarms untersucht – mit erfreulichem Ergebnis.

13 von 17 Meldern empfehlenswert

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Nur vier Rauchmelder bekamen im Test eine schlechtere Note als "gut". Somit sind die meisten Modelle empfehlenswert. Insgesamt gibt es dabei fünf Testsieger im Standard-Bereich. Alle haben den Test mit der Note 1,9 abgeschlossen. Zu ihnen gehören unter anderem der Busch-Jaeger Professional Line 6833-84 für 25 Euro, der Ei Electronics Ei650 für 25 Euro und der Preis-Leistungssieger Abus RWM150 für 18,90 Euro. Bei den funkvernetzbaren Modellen haben alle Geräte die Note 1,8 erhalten. Das günstigste Modell von Hekatron, der Genius Plus X Edition, kostet inklusive Funkmodul 68 Euro. Funkvernetzbare Geräte sind vor allem dann empfehlenswert, wenn die Räume schallisoliert sind oder sehr weit auseinander liegen. Die Melder funken sich gegenseitig an, sodass ein Alarm dazu führt, dass alle Geräte piepsen.

Der eindeutige Verlierer im Test ist der Rauchmelder von Pyrexx (Note 5,0). Er alarmiert viel zu spät, da er einen Brand nur sehr langsam erkennt - nämlich dann, wenn der Rauch schon sehr dicht ist. Die Tester zogen auch Punkte ab, wenn die Bedienung und Funktionskontrolle zu wünschen übrig ließ. Dies war beispielsweise beim Rauchmelder von Kidde der Fall. Hier wird die vorgeschriebene jährliche Kontrolle von Rauchmeldern erwähnt, jedoch steht in der Bedienungsanleitung, dass eine zusätzliche Funktionskontrolle einmal in der Woche empfohlen wird. Das fanden die Tester überflüssig.

Wer übernimmt Anschaffung und Kosten?

Für die Installation von Rauchmeldern sind die Wohneigentümer verantwortlich. Die Kosten für Anschaffung und Installation übernimmt ebenfalls der Eigentümer, jedoch können diese als Modernisierungskosten auf die Miete umgesattelt werden. Die Wartung dagegen wird in den meisten Fällen den Bewohnern, also den Mietern überlassen. Zudem muss der jährliche Check der Rauchmelder von den Mietern bezahlt werden. Die Melder hängen in der Regel möglichst mitten im Raum und immer einen halben Meter entfernt von Lampen, Wand oder deckenhohen Regalen. Sie piepen bei Alarm oder Fehlalarm mit einer Lautstärke von 85 Dezibel, wobei manche Geräte noch lautere Töne von sich geben. Ein Fehlalarm kommt meist vor, wenn das Gerät defekt oder verstaubt ist. Ein regelmäßiges Absaugen der Melder wird daher empfohlen. Wer bei einem Fehlalarm zu Hause ist, kann den Testknopf drücken, um den Lärm zu beseitigen.

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Die Lithiumbatterien der Rauchmelder halten bis zu 10,5 Jahre. Sie können nicht ausgetauscht werden. Macht ein Melder schlapp, piepst er in regelmäßigen Abständen immer wieder. Von da an hat man 30 Tage lang Zeit, das Gerät durch ein neues zu ersetzen.

Wichtig: Ab dem 1. Januar müssen auch in Berlin und Brandenburg in allen Wohnräumen von Bestandswohnungen Rauchwarnmelder installiert sein. Damit gilt außer in Sachsen in allen Bundesländern eine entsprechende Pflicht für Neu- und Bestandswohnungen. In Sachsen müssen nur in allen Neu- und Umbauten Rauchwarnmelder hängen, nicht aber im Bestand.

Quelle: ntv.de, imi