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Neue Fristen So lange gilt jetzt noch Ihr Führerschein

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Millionen von Autofahrern in Deutschland haben noch ihren alten Führerschein- dessen Tage aber sind gezählt. Manchmal kann es im Ausland schon jetzt Probleme geben.

(Foto: dpa)

Geht es nach dem Bundesrat, startet der zwingend notwendige Umtausch alter Führerscheine mithilfe eines Stufenmodells früher als von der EU gefordert. Hier sind die mutmaßlichen Fristen für die entsprechenden Jahrgänge.

Der Bundesrat setzt sich dafür ein, die zwingenden EU-Vorgaben zum Umtausch alter Führerscheine in EU-Plastikkarten bis 2033 in der Praxis effektiver und schneller umzusetzen. Der Grund für den Umtausch ist der Wunsch nach einem einheitlichen, fälschungssicheren Dokument ab 2033 und einer Erfassung aller Führerscheine in einer Datenbank, um Missbrauch zu verhindern.

Die gute Nachricht lautet: Eine einmal erworbene Fahrerlaubnis bleibt in der Regel ein Leben lang gültig - sie verfällt nicht. Und auch Senioren müssen in Deutschland wohl nicht damit rechnen, in näherer Zukunft aufgrund ihres Alters ihre Berechtigung zum Autofahren einzubüßen. Im Gegensatz zum Führerschein, also dem Dokument. Dieses ist bei Neuausstellung seit 2013 nach dem Willen der Europäischen Union nur noch 15 Jahre gültig und muss dann verlängert werden.

Ältere Fahrerlaubnisse bekommen ein Verfallsdatum, bis zu dem sie spätestens (auf eigene Kosten) umgetauscht werden müssen. Und das früher als geplant. Denn eigentlich sollten alle bis 2013 ausgestellten Führerscheine noch bis 2033 ihre Gültigkeit behalten. Doch nun sollen, abgestuft nach Geburtsjahrgängen, auch alle restlichen 45 Millionen Führerscheine vorzeitig ab 2022 stufenweise ausgetauscht werden. Vorausgesetzt, die Bundesregierung setzt den Fristenplan des Bundesrates um.

Dokumente verlieren Gültigkeit

Mit dem vorgezogenen Umtausch sollen die Behörden entlastet und das Verfahren entzerrt werden. Ziel ist es, bis zum Jahr 2028 möglichst viele Alt-Führerscheine umzutauschen, da ab diesem Zeitpunkt auch die seit 2013 neu ausgestellten Führerscheinkarten ihre Gültigkeit verlieren und erneuert werden müssen. Grund zur Eile besteht jedoch nicht.

Die 15 Millionen Fahrerlaubnisse, die bis zum 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden, sollen nach einem Beschluss des Bundesrates bis spätestens 2033 wie folgt aus dem Verkehr gezogen werden:

*Datenschutz

 

Die rund 30 Millionen Führerscheine, die ab 1999 ausgestellt wurden, müssten dann abgestuft je nach Ausstellungsjahr bis ebenfalls 2033 wie folgt ersetzt werden:

*Datenschutz

 

Umgetauscht werden kann der alte Führerschein (rosa beziehungsweise grauer Papierführerschein oder unbefristeter Kartenführerschein) per schriftlichem Antrag. Zuständig ist die Führerscheinbehörde des aktuellen Wohnsitzes. Für den Umtausch des alten Dokuments benötigen Führerscheininhaber ein neues biometrisches Passbild, einen gültigen Personalausweis oder Reisepass sowie natürlich den alten Führerschein. Die Kosten liegen derzeit bei 40 Euro - laut ADAC sollen diese für die geplante Umtauschaktion aber bei nur 25 Euro liegen. Wird die anvisierte Umtauschfrist versäumt, droht ein Bußgeld von zehn Euro.

Quelle: ntv.de, awi