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Gesetzeslage ist eindeutig Welche Balkonpflanzen nicht erlaubt sind

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Eine hübsche Bepflanzung macht jeden Balkon schöner, doch auch hier gibt es Regeln.

(Foto: imago stock&people)

Ein paar schöne Pflanzen auf dem Balkon machen ihn gleich viel einladender. Mieter haben bei der Bepflanzung einen relativ großen Spielraum. Was viele nicht wissen: Nicht jede Balkonpflanze darf in den Kasten gesetzt werden.

Ein gemütlicher Balkon ist gerade in der warmen Jahreszeit für viele Mieter wichtig. Dazu gehören natürlich auch Pflanzen, die dem Vorbau eine gewisse Individualität verleihen. Mieter haben grundsätzlich ein Recht auf das Bepflanzen ihres Balkons. Das dürfen Vermieter auch nicht per Klausel im Mietvertrag verbieten. Jedoch gibt es hierbei auch einige Ausnahmen.

Gerade zum Schutz gegen neugierige Blicke der Nachbarn oder als Schattengeber sind größere Balkonpflanzen beliebt. Solche XXL-Pflanzen müssen besonders gut gegen Wind geschützt werden. Wuchert eine Pflanze zu stark, sodass der Lichteinfall auf andere Balkone beeinträchtigt wird, das Erscheinungsbild des Hauses gestört oder den Nachbarn die Sicht versperrt wird, muss diese geschnitten werden.

Als besonders problematisch gelten Rankpflanzen wie Efeu oder Wilder Wein. Diese sollten keinesfalls ohne die vorherige Erlaubnis des Vermieters gepflanzt werden. Wenn es gestattet wurde, müssen die Mieter ein Rankgitter anbringen und darauf achten, dass beim Gießen kein Wasser zu den unteren Balkonen heruntertropft. Weiterhin kann es dazu kommen, dass sich Nachbarn über herabgefallene Blätter und Blüten beschweren. Laut einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Schönefeld darf die Rankpflanze das Mauerwerk zudem nicht beschädigen. Das Landgericht München hat in einem Fall aus dem Jahr 2016 auch entschieden, dass die Pflanzung eines Ahornbaumes auf dem Balkon nicht gestattet ist.

Beim Bepflanzen gut absichern

Abgesehen von den wenigen Einschränkungen haben Mieter eine große Auswahl bei der Balkonbepflanzung. Im Gartencenter kann man sich beraten lassen, welche Pflanzen besonders gut und welche angesichts der Größe und Lage eher nicht geeignet sind. Hängepflanzen sollten zum Beispiel nicht an windigen Stellen angebracht werden. Wenn der eigene Balkon viel Sonne abbekommt, eignen sich Husarenköpfchen, Geranien, Kapkörbchen und Petunien. Liegt er eher schattig, ist er ein idealer Platz für Elfenspiegel, Fuchsien oder die Schneeflockenblume.

Beim Anbringen der Blumenkästen müssen Mieter sicherstellen, dass diese nicht herabfallen können. Stürzt ein Balkonkasten trotz vorheriger Abmahnung dennoch herunter, kann der Vermieter dem Mieter laut einem Urteil des Amtsgerichts Berlin fristlos kündigen. Insofern Mietsachschäden in der eigenen Haftpflichtversicherung enthalten sind, muss sich der Verursacher des Schadens keine Gedanken um die finanziellen Folgen eines heruntergefallenen Balkonkastens machen.

Übrigens: Wer Cannabis auf dem eigenen Balkon anbauen möchte, sollte diesen Gedanken schleunigst verwerfen. Der Anbau von Hanf ist illegal und verstößt gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dabei ist es egal, wie hoch der THC-Gehalt ist.

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Quelle: n-tv.de, imi

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