Fußball

"Der Zeitpunkt wird kommen" Gündoğan hält Kimmich-Impfung für möglich

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Gündoğan tröstet Kimmich nach dem EM-Aus im Juni 2021.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Der doppelt geimpfte Nationalspieler Niklas Süle wird in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet. Daraufhin muss der ungeimpfte Bayern-Star Joshua Kimmich in Quarantäne. Folgt nun ein Umdenken? Nationalspieler İlkay Gündoğan geht davon aus.

Nationalspieler İlkay Gündoğan rechnet damit, dass sein DFB-Kollege Joshua Kimmich die Zweifel an einer Corona-Impfung überwindet. "Ich glaube, dass auch der Zeitpunkt kommen wird, an dem sich Jo impfen lassen wird. Das hat er ja ganz bewusst für die Zukunft auch nicht ausgeschlossen", sagte Gündoğan in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Debatte um den ungeimpften Bayern-Profi Kimmich hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, auch in der Nationalmannschaft wurde laut Gündoğan über das Thema diskutiert.

Er selbst sei geimpft, versicherte der Mittelfeldspieler von Manchester City. "Jeder muss selbst in den Spiegel schauen und für sich beantworten, ob er alles dafür getan hat, sich und seine Liebsten bestmöglich zu schützen. Denn es gibt keine Impfpflicht, jeder hat die Wahl", sagte der 31-Jährige.

Gündoğan lehnt Impfpflicht für Fußballer ab

Er selbst werde in der Impffrage nicht aktiv auf Mitspieler zugehen, betonte Gündoğan, der sich im Vorjahr mit dem Coronavirus infiziert hatte. "Ich erinnere mich aber, dass ich mich nach meiner Erkrankung mit einigen Mitspielern ausgetauscht und von meinen ganz persönlichen Erfahrungen berichtet habe. Ich bin ein sehr toleranter Mensch, respektiere andere Meinungen und will deshalb nicht urteilen", sagte Gündoğan.

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Eine Impfpflicht für Fußballer hält Gündoğan für falsch. "Fakt ist, dass es in der Gesellschaft noch immer jede Menge Menschen gibt, die nicht geimpft sind und auch das Recht dazu haben. Warum sollte man dies im Fußball anders handhaben? Fußballer sind Teil der Gesellschaft", sagte er. Allerdings müsse man über weitere Maßnahmen nachdenken, sollte sich die Corona-Lage nicht verbessern, räumte Gündoğan ein.

Zuletzt hatte Mainz-Sportvorstand Christian Heidel eindringlich an die Verantwortung der Fußball-Profis appelliert. "Das Risiko, dass sich ein Nicht-Geimpfter infiziert, wird leider immer größer. Vielleicht wird manchem Spieler erst jetzt klar, was ihnen droht, wenn sie immer und immer wieder als Kontaktperson 1 rausgezogen werden und 14 Tage keinen Fußball spielen dürfen, und dadurch zurückgeworfen werden", hatte der 58-Jährige in einem Bericht der Zeitungen der VRM-Gruppe gesagt und gewarnt: "So eine Sache kann auch schnell mal eine ganze Saison kaputtmachen."

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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