Fußball

Fünf Stars betroffen Corona-Fall wird für FC Bayern immer bitterer

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Fünf dieser Männer müssen in Quarantäne.

(Foto: picture alliance / Pressebildagentur ULMER)

Niklas Süle wird im Kreise der Fußball-Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet. Mit dem Verteidiger müssen vier weitere Nationalspieler abreisen. Bitter ist das besonders für den FC Bayern: Vier seiner Profis gelten als Kontaktpersonen und müssen in Quarantäne.

Nach dem positiven Corona-Test von Nationalspieler und Bayern-Profi Niklas Süle befindet sich mit Eric Maxim Choupo-Moting der vierte Bayern-Profi in Quarantäne. Dies teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister mit. Zuvor waren bereits Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Serge Gnabry von der Nationalmannschaft abgereist. "Sie hatten Kontakt zu Süle", hieß es. Alle vier waren zuvor negativ getestet worden, wurden aber als Kontaktpersonen eingestuft. Süle selbst sei in häuslicher Isolation, "es geht ihm gut".

"Die Länge der Quarantäne hängt vom lokalen Gesundheitsamt und den Testungen ab", erklärte DFB-Arzt Dr. Tim Meyer auf einer Pressekonferenz des DFB. Er könne nicht sagen, ob die abgereisten Nationalspieler bei ihren Klubs erstmal ausfallen. Zuständig für die Verhängung von Maßnahmen ist das Gesundheitsamt am Wohnort der Kontaktpersonen, im Falle der Bayern-Profis das Gesundheitsamt München-Land. Aus den dortigen Vorgaben ist zu entnehmen, dass bei vollständiger Impfung oder Genesung auf eine Quarantäne verzichtet wird.

Andernfalls "endet die häusliche Quarantäne, wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall mindestens 14 Tage zurückliegt, während der Quarantäne keine für Covid-19 typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind und eine frühestens 14 Tage nach dem letzten engen Kontakt durchgeführte Testung ein negatives Ergebnis zeigt, mit dem Vorliegen des negativen Testergebnisses", heißt es in einer Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Allerdings ist nach Angaben des Gesundheitsamtes nach sieben Tagen eine Freitestung möglich - sollte das Quartett aus Kimmich, Gnabry, Musiala und Choupo-Moting nicht positiv getestet werden und symptomfrei bleiben.

"Besondere Betreuung" für Neuer und Co.

Gemeinsam mit Süle und den nun in Quarantäne geschickten deutschen Nationalspielern waren nach Informationen von Sky unter anderem auch die bereits geimpften Manuel Neuer und Leroy Sané nach Wolfsburg gereist. Beide sind von den Maßnahmen des Gesundheitsamts nicht betroffen. Für die übrigen vier Teilnehmer der "Reisegruppe Süle" kündigte Meyer im Kreise des DFB-Teams eine "besondere Betreuung" mit Kontaktminimierung und eigenen Fahrten etwa zum Training sowie zusätzliche Testungen an.

Bereits im Februar waren die Bayern von zahlreichen Corona-Fällen geplagt. Mit Leon Goretzka, Javi Martinez, Müller und Benjamin Pavard infizierten sich binnen kürzester Zeit gleich vier Spieler des Rekordmeisters. Zuletzt beklagte Bayern München im Juli 2021 einen Corona-Fall. Weltmeister Corentin Tolisso wurde positiv getestet und begab sich in seiner Heimat Frankreich in häusliche Isolation. Zuletzt hatte dem FC Bayern Cheftrainer Julian Nagelsmann für vier Spiele wegen einer Coronainfektion gefehlt. Außer Nagelsmann selbst hatte sich kein weiterer Angestellter des FC Bayern in Quarantäne begeben müssen.

Nach der emotionalen Impf-Debatte um Joshua Kimmich wurde das DFB-Ensemble somit kurz vor den letzten beiden Spielen in der WM-Qualifikation schon wieder von der Pandemie eingeholt. Aktuell bereitet sich das Team von Bundestrainer Hansi Flick in Wolfsburg auf das Spiel am Donnerstag gegen Liechtenstein vor.

"Man musste natürlich damit rechnen. Wir wussten, was auf uns zukommen kann, das müssen wir akzeptieren und damit umgehen", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Nun muss auch der FC Bayern einen Weg finden, mit dem vorläufigen Ausfall von gleich fünf Spielern umzugehen. Durch die Länderspielpause findet das nächste Bundesligaspiel erst am 19. November statt (beim FC Augsburg), danach geht es für den Rekordmeister am 23. November in der Champions League zu Dynamo Kiew.

Quelle: ntv.de, ter

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