Fußball

Nach Werder-Remis erstmal spitze Schalkes Serie wird langsam erstligareif

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Der FC Schalke 04 hat sich ans Gewinnen gewöhnt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der FC Schalke 04 holt am 29. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den vierten Sieg in Serie und arbeitet damit weiter an einer starken Position im Endspurt um den Aufstieg. Werder Bremen holt im Spitzenspiel den FC St. Pauli wieder von der Spitze.

FC Schalke 04 - 1. FC Heidenheim 3:0 (1:0)

Der FC Schalke 04 hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und ist der avisierten Rückkehr in das Fußball-Oberhaus einen großen Schritt näher gekommen. Beim 3:0 (1:0) über den 1. FC Heidenheim gelang dem Team von Trainer Mike Büskens der vierte Sieg in Serie und der Sprung auf Rang eins. Vor 57.126 Zuschauern in der Veltins Arena sorgten Dominick Drexler (35. Minute), Ko Itakura (52.) und Simon Terodde (90.+6) am Samstag für den verdienten Sieg des Revierklubs. Damit rangiert der Bundesliga-Absteiger erstmals in dieser Saison auf einem direkten Aufstiegsplatz, kann aber am Abend von Darmstadt noch von der Spitze verdrängt werden.

Den besseren Start in die Partie erwischten jedoch die Gäste. Nur den schnellen Reaktionen von Torhüter Martin Fraisl war es zu verdanken, dass Schalke bei einer Doppelchance der Heidenheimer Jan Schöppner und Tim Kleindienst (9.) nicht früh in Rückstand geriet. Dagegen nutzte der Revierclub gleich seine erste Gelegenheit, als Drexler per Kopf aus kurzer Distanz traf. Erst danach übernahm Königsblau mehr und mehr die Regie. Ein sehenswerter Treffer von Itakura, der zuvor zwei Gegenspieler ins Leere laufen ließ, bescherte die Vorentscheidung. Mit dem Treffer in der Schlussminute durch Terodde zum 3:0 fiel die Niederlage für die tapferen Heidenheimer zu hoch aus.

FC St. Pauli - SV Werder Bremen 1:1 (1:0)

Der FC St. Pauli und Werder Bremen haben sich im Spitzenspiel die Punkte geteilt, aber ihre Aufstiegschancen intakt gehalten. In dem intensiv geführten Top-Duell trennten sich beide Nordklubs leistungsgerecht 1:1 (1:0). Vor 29.546 Fans im ausverkauften Millerntorstadion schoss Daniel-Kofi Kyereh (43. Minute) die Kiezkicker in Führung, die Niclas Füllkrug (58.) nach der Pause egalisierte. Vor dem Abendspiel belegen Werder (53 Punkte) und St. Pauli (52) zunächst die Tabellenplätze zwei und drei hinter Schalke 04 (53).

St. Pauli startete kompakt und hatte durch Marcel Hartels Fernschuss (12.) die erste Chance der Partie. Die Bremer, die wieder auf ihre Defensivstrategen Milos Veljkovic, Marco Friedl und Mitchell Weiser zurückgreifen konnten, steigerten sich in der Folge. Das Top-Sturmduo mit Marvin Ducksch (23.) und Niclas Füllkrug (25.) zielte in äußerst aussichtsreicher Position aber zweimal vorbei, und erneut Ducksch scheiterte am aufmerksamen St. Pauli-Torhüter Nikola Vasilj (36.). Nachdem Guido Burgstaller im Strafraum zu Fall kam, die Pfeife des Referees aber stumm blieb (40.), sah alles nach einer torlosen ersten Halbzeit aus. Doch drei Minuten später war nach Leart Paqaradas Maßflanke Kyereh mit seinem elften Saisontreffer zum 1:0 zur Stelle.

Nach dem Wechsel drängten die Gäste wie erwartet auf den Ausgleich. Und der fiel auch durch Füllkrugs 15. Saisontor. Dabei hatte Bremen Glück, dass dieses dem Videobeweis stand hielt, denn Felix Agu als Ausgangspunkt hatte den Ball zuvor leicht mit der Hand berührt. St. Pauli hätte beinahe durch Burgstaller zurückgeschlagen (78./79.), doch einmal verzog der glücklose Torjäger, einmal parierte Pavlenka. Und auf der Gegenseite scheiterte Ducksch (86.) noch an der Latte.

Erzgebirge Aue - Hannover 96 1:3 (0:2)

Hannover 96 hat einen großen Schritt zum Klassenverbleib gemacht und den FC Erzgebirge Aue fast schon in die 3. Liga geschickt. Die Niedersachsen bezwangen die Auer mit 3:1 (2:0). Vor 6196 Zuschauern hatte Julian Börner (3.) die Gäste früh in Führung gebracht. Hendrik Weydandt erhöhte nach Videobeweis in der 23. Minute. Dem eingewechselten Nikola Trujic (54.) gelang mit seinem dritten Saisontreffer der Anschluss, ehe Sebastian Kerk (75.) mit einem abgefälschten Schuss fast aus dem Nichts das 3:1 markierte.

Aues Trainer und Sportdirektor Pavel Dotchev hatte die Partie auch in Anbetracht des schweren Restprogramms als "letzte Chance" tituliert. Doch das Tabellenschlusslicht wurde wieder frühzeitig eiskalt erwischt und brauchte lange, um überhaupt einmal gute Spielzüge zu kreieren. Da stand es aber schon 0:2, weil Weydandt energisch nachgesetzt hatte. Die Gastgeber hatten nur eine gefährliche Aktion, als Nicolas Kühn (34.) nur knapp über das Tor zielte.

Aus der Pause kam Aue mit drei neuen Spielern und mehr Engagement. Das wurde mit dem schnellen Anschluss belohnt. In der Folgezeit bewahrte Ron-Robert Zieler im 96-Tor sein Team vor dem Ausgleich. So rettete er in der 65. Minute mit einer starken Parade gegen Antonio Jonjic. Nach einem Konter kam Hannover schließlich gegen weit aufgerückte Erzgebirger zum entscheidenden Treffer.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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