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Präsentation beim WWDC Welche Neuerungen bringt iOS 14?

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Apples WWDC findet in diesem Jahr virtuell statt.

Am Montag beginnt Apples Entwicklerkonferenz WWDC. Im Mittelpunkt stehen die Betriebssysteme, wobei iOS 14 für die vielen Millionen Nutzer weltweit der Höhepunkt sein wird - wahrscheinlich auch für Besitzer älterer iPhones.

Wegen der Corona-Krise findet auch Apples WWDC nur virtuell statt. Für Nutzer, die am Montag die Keynote zum Auftakt der Entwicklerkonferenz im Livestream anschauen, ändert sich eigentlich gar nichts, lediglich die Kameraschwenks durchs Publikum und der frenetische Applaus der Fans fallen in diesem Jahr weg. Die wichtigste Neuheit des WWDC 2020 wird iOS 14 beziehungsweise iPadOS 14 sein.

Laut Apple sind weltweit alleine rund 900 Millionen iPhones in Betrieb, von denen ein Großteil fit für das neue Betriebssystem sein werden. Gerüchten zufolge sollen sogar alle Geräte, auf denen iOS 13 laufen kann, ein Update erhalten. Das würde bedeuten, dass sogar das iPhone 6s und die erste Generation des iPhone SE zu den iOS-14-Kandidaten gehören. Bei den iPads, von denen Apple seit 2010 auch schon fast 400 Millionen verkauft hat, könnten allerdings zwei Geräte rausfallen: das iPad mini (2015) und das iPad Air 2 (2014).

Hauptsache, es läuft gut

Die Gerüchte sind insofern glaubwürdig, als Apple wohl vor allem auf Stabilität und Leistung setzen wird, nachdem iOS 13 bis zum Frühjahr zahlreiche Updates benötigt hatte, um in ruhigere Fahrwasser zu gelangen. Das erinnert an iOS 12, bei dem das Unternehmen eine sehr ähnliche Strategie nach einem verunglückten iOS 11 fuhr und ältere Geräte nach dem Update sogar wieder schneller waren.

Laut "9to5Mac", das bereits einen Blick auf eine Entwicklerversion von iOS 14 werfen konnte, werden die auffälligsten Änderungen auf dem Homescreen zu sehen sein. So soll er eine Listenansicht für einen schnellen Überblick über alle installierten Apps erhalten. Nutzer werden dabei verschiedene Filtermöglichkeiten haben. Beispielsweise können sie Anwendungen mit ungelesenen Benachrichtigungen oder jene, die sie zuletzt verwendet haben, zuerst anzeigen lassen. Siri wird versuchen, aufgrund der vorangegangenen Nutzung die richtigen Apps in der Liste automatisch zu priorisieren.

In der frühen Vorab-Version hat "9to5Mac" auch Widgets entdeckt, die man auf dem Homescreen frei platzieren kann. Es könne aber sein, dass es diese Funktion nicht in das finale iOS 14 schafft oder eventuell nachgeliefert wird, schreibt das Tech-Blog. Apple kann dies wahrscheinlich relativ kurzfristig entscheiden, da es seine Testmethoden geändert haben soll und jetzt einzelne Funktionen herausnehmen kann, ohne die Entwicklung des gesamten Betriebssystems damit auszubremsen.

Standard-Mail-App frei wählbar?

Ein großes Fragezeichen steht noch hinter der Möglichkeit, andere Browser als Safari und andere E-Mail-Apps als Mail zum Standard zu machen. Das würden zwar viele Nutzer begrüßen, aber diese für Android-Nutzer völlig normale Funktion wäre schon eine größere Überraschung.

Auch wenn Augmented Reality bisher noch keinen Durchbruch gefeiert hat, lässt sich Apple nicht vom Kurs abbringen und rüstet iOS 14 mit einer neuen AR-App aus. Sie soll unter anderem eine Funktion bringen, die Nutzer hochwertiger Android-Smartphones bereits bekannt ist: Richtet man die Kamera auf ein Produkt oder Objekt, erhält man weitere Informationen dazu.

Mit CarKey können Nutzer entsprechend ausgestatteter Autos künftig ihr Fahrzeug mit dem iPhone oder der Apple Watch öffnen und abschließen. Dabei müssen sie nah ans Schloss heran, denn die Funktion nutzt dafür den NFC-Chip.

Safari übersetzt automatisch

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Safari erhält voraussichtlich eine integrierte Übersetzungsfunktion, wie man sie von Google Chrome kennt. Allerdings soll Apples Browser dafür keine Internetverbindung benötigen. Möglicherweise wird die Funktion auch systemweit zur Verfügung stehen. Außerdem soll eine neue Fitness-App kommen und die Nachrichten-App erhält kleinere Verbesserungen.

Die Änderungen bei iPadOS werden weitgehend identisch sein. Zu den speziellen Neuheiten sollen erweiterte Möglichkeiten für den Apple Pencil gehören. So sollen laut "MacRumors" Nutzer mit dem Stift handschriftliche Einträge in allen Eingabefeldern machen können, die dann automatisch in Text umgewandelt werden.

Quelle: ntv.de