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Fund aus früher Mittelsteinzeit DNA steckt in 10.000 Jahre alten Kaugummis

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Nicht mehr lecker, aber aufschlussreich: Forscher der Universität Stockholm sind bei der Analyse von rund 10.000 Jahre alten Kaugummis, von denen eines hier untersucht wird, auf menschliche DNA gestoßen.

(Foto: Natalija Kashuba/Stockholm University/dpa)

10.000 Jahre alter Kaugummi? Ja, so etwas gab es tatsächlich damals schon - aus Birkenrindenpech. Skandinavische Forscher entdecken darin sehr altes menschliches Erbgut, aus dem sich ungeheuer viel ablesen lässt.

Was die alles verraten können: Forscher haben in 10.000 Jahre alten Kaugummis aus Schweden menschliches Erbgut entdeckt und analysiert. Es handle sich um die ältesten sequenzierten DNA-Stücke von Menschen aus Skandinavien, berichtete die Universität Stockholm. Sie stammten von zwei Frauen und einem Mann. Das skandinavische Forscherteam präsentiert die Studie im Fachjournal "Communications Biology".

Gefunden wurden die Kaugummis aus Birkenrindenpech bereits in den frühen 1990er-Jahren in Huseby-Klev nördlich von Göteborg, wo es in der frühen Mittelsteinzeit Jäger und Fischer gab. Doch damals existierten noch nicht die technischen Möglichkeiten, um alte menschliche DNA zu analysieren. Es seien zudem einige wenige Knochen dieses Alters erhalten, doch die hätten für archäogenetische Studien nicht genügend DNA, berichteten die Forscher.

"Einblicke in soziale Beziehungen, Krankheiten und Lebensmittel"

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An dieser Ausgrabungssstelle wurden die Kaugummis gefunden.

(Foto: Per Persson/Stockholm University/dpa)

Die Ergebnisse der jetzigen Untersuchungen zeigten, dass die Menschen, deren DNA gefunden wurde, eine enge genetische Verwandtschaft zu anderen Jägern und Sammlern in Schweden und zu weiteren frühen mittelsteinzeitlichen Populationen aus dem eiszeitlichen Europa aufweisen. Ihre Werkzeuge waren jedoch mit einer Technik herstellt, die aus dem heutigen Russland stammte. Die Verbindungen der Menschen zu den Regionen hatten Forscher schon vermutet, die Genanalyse habe diese nun bestätigt.

Natalija Kashuba vom Museum für Kulturgeschichte in Oslo, jetzt Doktorandin an der Universität Uppsala, die an der Untersuchung beteiligt war, sagte: "Die Ergebnisse überwältigten uns, als wir begriffen, dass wir DNA aus diesen Klumpen sequenzierten. die vor etwa 10.000 Jahren hier ausgespuckt wurden."

"DNA aus diesen alten Kaugummis hat nicht nur ein enormes Potenzial, um die Herkunft und Bewegung der Menschen vor langer Zeit nachzuvollziehen, sondern auch, um Einblicke in ihre sozialen Beziehungen, Krankheiten und Lebensmittel zu erhalten", sagte Mitautor Per Persson vom Museum für Kulturgeschichte in Oslo.

Quelle: n-tv.de, abe/dpa

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