Wissen

Im Golf von Kalifornien Forscher finden neue Tierarten und Quellen

168c405b5a5e18044574fe120627861f.jpg

Röhrenwürmer, die bei einem Erkundungstauchgang in 650 Metern Tiefe entdeckt wurden.

(Foto: dpa)

Im Golf von Kalifornien leben schillernde blaue Schuppenwürmer, wie Wissenschaftler nun herausfinden. Auch hydrothermale Quellen, die bis zu 287 Grad heiße Flüssigkeit ausstoßen, entdecken sie. Mindestens sechs möglicherweise unbekannte Arten fördert die Expedition mit einem Forschungsschiff zutage.

Forschende aus Mexiko und den USA haben im Golf von Kalifornien neue hydrothermale Quellen und wohl bislang unbekannte Tierarten entdeckt. Mit einem Tauchroboter machten die Wissenschaftler Aufnahmen des Meeresbodens und von schillernden blauen Schuppenwürmern, wie das Schmidt Ocean Institute mitteilte. Die hydrothermalen Quellen stoßen bis zu 287 Grad heiße Flüssigkeit aus.

Während in anderen Regionen die Flüssigkeiten oft dunkel sind und die Quellen deshalb Schwarze Raucher genannt werden, sind sie im Golf von Kalifornien transparent, berichten die Forscher. Sie entnahmen Proben, um die chemische Zusammensetzung der Flüssigkeit zu analysieren. Außerdem wollen sie herausfinden, ob die hydrothermalen Quellen miteinander verbunden sind oder sich unabhängig voneinander aus einzelnen Rissen in der Erdkruste speisen.

9bafe8cd3ba4df5654a137033acdb2da.jpg

Ein blauer Schuppenwurm (Peinaleopolynoe orphanae) in der Nähe von weißen Anemonen, aufgenommen in 3656 Metern Tiefe.

(Foto: dpa)

Auf der Expedition mit dem Forschungsschiff "Falkor" entdeckten die Wissenschaftler mindestens sechs möglicherweise bislang unbekannte Arten, darunter Vielborster, Pfeilwürmer, Krebse und Weichtiere. In den vergangenen drei Jahren erforschten die Wissenschaftler fast 20.000 Quadratkilometer des Golfs von Kalifornien. Das entspreche rund einem Achtel der gesamten Fläche.

"Die Untersuchung der relativ schnellen Geschwindigkeit, mit der sich der Golf von Kalifornien bildet, erweitert unser Wissen darüber, wie sich die Kontinentalränder formen - also die Orte, an denen heute die meisten Menschen leben", sagte Ronald Spelz-Madero von der Unabhängigen Universität von Baja California.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.