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Mehr Vogelgezwitscher bitte! Lärm belastet jeden zweiten Städter

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Der Dauerlärm macht vielen Stadtbewohnern zu schaffen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr und sogar im eigenen Zuhause - an diesen Orten ist es vielen deutschen Stadtbewohnern zu laut. Besonders die Jüngeren sehnen sich nach mehr Stille.

Ruhe im Alltag - was manch ein Dorfbewohner zu viel hat, ist in vielen Städten kaum zu finden. Ein Zustand, unter dem manch ein Städter leidet, wie jetzt eine Forsa-Umfrage zeigt, die im Rahmen der Kampagne "Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt" veröffentlicht worden ist. Insgesamt wurden 1003 Personen ab 18 Jahren befragt, die in Städten mit mindestens 20.000 Einwohnern wohnen.

Fast jeder zweite Stadtbewohner wünscht sich mehr Stille im alltäglichen Leben - dieser Wunsch kommt bei den meisten (48 Prozent) vor allem am Arbeitsplatz auf, aber auch im Straßenverkehr (43 Prozent) und zu Hause (39 Prozent). Die meisten Befragten sind genervt von Geräuschen im Straßenverkehr (34 Prozent). Über das Dauerstreitthema Fluglärm beschweren sich lediglich 7 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Kindergeschrei stört nach eigenen Angaben nur einen sehr kleinen Teil (4 Prozent). Sogar in Parks, die eigentlich zum Ruhetanken und Erholen dienen, ist es 21 Prozent der Befragten zu laut. Teilnehmer ab 60 Jahren gaben deutlich seltener als Jüngere an, dass sie sich nach mehr Stille im Alltag sehnen. Am lärmempfindlichsten zeigten sich die 30- bis 44-Jährigen.

Naturgeräusche dagegen kommen gut an: 36 Prozent der Befragten würden gerne öfter Vogelgezwitscher hören. Nach Meinung der Bürger sollte die Geräuschkulisse eines Ortes stärker in der Stadtplanung berücksichtigt werden: Dafür sprachen sich 58 Prozent der Befragten aus.

Quelle: n-tv.de, ats/dpa

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