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Knapp Kollision entkommen Raumstation ISS kurzzeitig evakuiert

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Die Trümmer eines ausgedienten Satelliten flogen an der ISS vorbei.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zweimal müssen sich Astronauten der Raumstation ISS vor sich näherndem Weltraumschrott in Sicherheit bringen. Zweimal wird die ISS geräumt, um Schlimmeres zu verhindern. Doch die Raumfahrer haben Glück.

Wegen einer möglichen Kollision mit Weltraumschrott ist die Internationale Raumstation ISS zweimal kurzzeitig geräumt worden. Die sieben Raumfahrer hätten sich zwei Mal in zwei an der Station angedockten Raumschiffen in Sicherheit gebracht, sagte der Kosmonaut Pjotr Dubrow der Staatsagentur Tass zufolge.

Der deutsche Astronaut Matthias Maurer wechselte laut der Europäischen Weltraumorganisation Esa in die "Crew Dragon", mit der der Saarländer zuvor den Außenposten der Menschheit erreicht hatte. Im Falle eines Zusammenstoßes hätte die Besatzung so schnell zur Erde zurückfliegen können.

Kurze Zeit später gab es jeweils Entwarnung: Die Trümmer eines ausgedienten Satelliten flogen den Angaben zufolge an der ISS vorbei. Es gebe keine Hinweise darauf, dass es zu einer Kollision gekommen sei, sagte Dubrow. Die Raumfahrer konnten wieder in die Station zurückkehren. Die ISS musste in den vergangenen Jahren immer wieder Weltraumschrott ausweichen. Dafür wird normalerweise die Flugbahn geändert.

Unterdessen haben die Raumfahrer eine mögliche neue undichte Stelle im russischen Modul "Swesda" gefunden. Sie solle nun näher untersucht werden, sagte Dubrow. Die Besatzungen der über 20 Jahre alte Station hatten schon mehrfach mit Lecks zu kämpfen, die der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zufolge aber keine Gefahr für die Besatzung dargestellt hatten. Diese Stellen wurden abgedichtet.

Erst Kürzlich ist der deutsche Astronaut Matthias Maurer an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Der "Crew Dragon" mit Maurer und seinen drei NASA-Kollegen an Bord habe am frühen Freitagmorgen (MEZ) an der ISS angedockt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Der 51-jährige Saarländer ist der zwölfte Deutsche im All, der vierte auf der ISS - und der erste, der in einem "Crew Dragon" dorthin geflogen ist. Auf der ISS soll der Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA in rund 400 Kilometern Höhe etwa sechs Monate lang zahlreiche Experimente durchführen und wohl auch einen Außeneinsatz absolvieren.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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