Unterhaltung

"Infinite" bei Amazon Prime Wenn Mark Wahlberg keine Lust hat

imago0109485595h.jpg

Steckt in seinem neuesten Film in einer Lebenskrise: Mark Wahlberg

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Science-Fiction-, Fantasy- und Comic-Filme haben Hochkonjunktur. Dank CGI, also computergenerierter Bildeffekte, ist alles möglich. Jeder will mitmischen. In "Infinite" gibt Mark Wahlberg wieder den Helden. Wäre er mal lieber angeln gegangen!

Evan McCauley (gespielt von Mark Wahlberg) steckt in einer Lebenskrise: Er ist arbeitslos, hat Aggressionsprobleme und leidet unter Halluzinationen mit Tendenz zur Schizophrenie. Um sich finanziell über Wasser zu halten und seinen Bedarf an Medikamenten zu sichern, bastelt der Held im neuem Fantasy-Werk "Infinite" von Regisseur Antoine Fuquasalte Samurai-Schwerter. Denn Evan weiß Dinge und hat Fähigkeiten, die er eigentlich nicht wissen und haben kann. Licht ins Dunkel bringt schließlich Tammy (stylish samt Sportwagen von Sophie Cookson verkörpert). Evan ist nämlich eine unsterbliche Seele, die beim Ableben des einen Körpers in einem anderen wiedergeboren wird. Ein sogenannter "Unendlicher".

"Oscars & Himbeeren"

Immer freitags präsentiert Ronny Rüsch "Oscars & Himbeeren", den ntv-Podcast rund ums Streamen. Diesmal geht's um den Science-Fiction-Thriller "Infinite", die Science-Fiction-Serie "Y: The Last Man" mit Diane Lane, die heiß erwartete Apple-TV-Serie "Foundation" und Tom Hoopers Filmadaption des Musicals "Cats".

"Oscars & Himbeeren" - Informativ. Unterhaltsam. Kompakt. In der ntv-App, bei Audio Now, Spotify und Apple Podcasts.

Knapp 500 Seelen wandeln in diesem Zustand über die Erde. Aufgeteilt in zwei Fraktionen - mit den tollen Bezeichnungen "die Gläubigen" und "die Nihilisten" - prügeln sie sich durch die Jahrhunderte und machen sich gegenseitig das Leben schwer. Und wie das halt immer so ist, gibt es da diesen einen Superschurken (Chiwetel Ejiofor), der die ganze Menschheit vernichten will. Der Schlüssel, um das globale Ende allen Lebens doch noch abzuwenden, liegt selbstredend tief verborgen in den Erinnerungen des Helden, denn Evan ist eigentlich die Kämpferlegende Heinrich Treadway, er weiß es nur noch nicht.

Mehr Stumpfsinn geht immer

Es ist nicht verwerflich, Genre-Highlights wie "Highlander" oder "Matrix" zu zitieren. Auch permanente Anlehnungen an die Videospiel-Reihe "Assassin's Creed" wären zu verzeihen, wäre "Infinite" nicht so eine dröge und uninspirierte Angelegenheit. Selbst Kumpel-Schauspieler Mark Wahlberg hat diesem Murks nichts Konstruktives hinzuzufügen und ertrinkt in schauspielerischer Lustlosigkeit. Selten hat man den einst so quirligen Marky Mark so eindimensional und gelangweilt durch einen Film stampfen gesehen. "Training Day"-Regisseur Antoine Fuqua hat nur Action von der Stange und leider absolut nichts Neues zu bieten. Corona-Pandemie sei Dank blieb diesem Fantasy-Debakel der Weg auf die große Leinwand versperrt. Wer eine hohe cineastische Schmerzgrenze hat, kann bei "Infinite" - jetzt bei Prime Video - gern einen Blick riskieren. Alle anderen können getrost die Wiederholung des letzten "Tatorts" gucken.

Eine ausführliche Kritik zu "Infinite" von Ronny Rüsch und Axel Max gibt es jetzt in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Oscars & Himbeeren". Außerdem dabei: die Science-Fiction-Serie "Y: The Last Man" mit Diane Lane, die heiß erwartete Apple TV-Serie "Foundation" und Tom Hoopers Filmadaption des Musicals "Cats".

Mehr zum Thema

"Oscars & Himbeeren" - der ntv-Podcast, in dem sich jeden Freitag alles um Streamingdienste wie Netflix, TVNOW, Amazon Prime & Co. dreht.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen