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"Völlig verseucht und verdreckt" Helena Fürst verlässt die Psychiatrie

Als die Polizei Helena Fürst aufgreift, wirkt sie den Beamten zufolge "psychisch verwirrt". Die Folge: Rund zwei Wochen verbringt die ehemalige "Anwältin der Armen", Dschungelcamp- und "Sommerhaus der Stars"-Teilnehmerin in der Psychiatrie. Nun ist sie wieder raus - und wettert.

Verhaltensauffällig war Helena Fürst schon zuvor. Egal, ob im Dschungelcamp oder an der  Seite ihres damaligen Lebensgefährten Ennesto Monté im "Sommerhaus der Stars" - die mittlerweile 47-Jährige wusste stets ihr Umfeld ordentlich aufzumischen.

Dass sie nun gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingewiesen wurde, sorgte vor zwei Wochen dennoch für Schlagzeilen. Vorausgegangen war eine offenbar bizarre Situation in ihrem Frankfurter Wohnhaus. Fürst soll nach einem Nachbarschaftsstreit eine Vielzahl von Kabeln in einem gemeinschaftlichen Stromkasten durchgeschnitten haben. Als die Polizei eintraf, soll sie "psychisch verwirrt" gewirkt haben. "Sie schrie rum und griff immer wieder in den Stromkasten hinein", sagte ein Polizeisprecher zu RTL.

Fürst wurde zunächst festgenommen und schließlich in eine psychiatrische Klinik gebracht. Von dort aus meldete sie sich einige Tage nach ihrer Einweisung mit schweren Vorwürfen. "Ich wurde mehrfach geschlagen und misshandelt, ans Bett fixiert und mir wurden zwanghaft Medikamente verabreicht", behauptete sie etwa gegenüber RTL. "Es gibt überhaupt keine rechtliche Grundlage, mich hier länger festzuhalten. Ich bin völlig gesund, das ist Freiheitsberaubung", fügte sie im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung hinzu. Zugleich monierte sie die hygienischen Zustände in der Klinik: "Mein Zimmer stinkt wie ein Klo, das 50 Jahre nicht geputzt wurde."

"Ich bin endlich frei"

Wie auch immer es in dem Zimmer tatsächlich gerochen haben mag - Fürst konnte es nun wieder verlassen. Das berichtet RTL exklusiv. Der Reality-TV-Star sei um Punkt 9.36 Uhr am Freitagmorgen durch die Tür der geschlossenen Psychiatrie ins Freie marschiert.

Die RTL-Aufnahmen zeigen, dass Fürst sich erst einmal eine Zigarette anzündete. "Mein Herz pumpt auf 5000. Ich bin endlich frei, ich hab's geschafft. Ich fang jetzt an zu heulen“, sagte sie offensichtlich erleichtert im Gespräch mit dem Sender. Zugleich erneuerte sie ihre Anschuldigungen gegenüber der Klinik: "Das ist ein Dreck-Trakt, der ist völlig verseucht und verdreckt." Und: "Ich wurde misshandelt körperlich. Ich wurde gegen meinen Willen fixiert - so ans Bett mit ganz vielen Gürteln. Dann hat man mir irgendein Medikament gegeben. Ich habe keine Ahnung was. Ich war weg vom Fenster."

Kein Kommentar seitens der Klinik

RTL konfrontierte die Uniklinik Frankfurt mit Fürsts Aussagen. Diese wollte auf die Prügel-Vorwürfe jedoch nicht eingehen und erklärte unter Hinweis auf die ärztliche Schweigepflicht nur allgemein: "Unabhängig von einem konkreten Patientenfall können wir Ihnen Folgendes mitteilen: Wenn Patienten ohne Einwilligung zur psychiatrischen Behandlung eingewiesen werden, erfolgt das in aller Regel durch den behandelnden Notarzt und die hinzugezogene Polizei." Die Entscheidung über eine Unterbringung gegen den Willen des Patienten treffe schließlich ein Richter.

Helena Fürst wurde zunächst durch diverse Doku-Soaps bekannt. Für Sat.1 stand sie für das Format "Gnadenlos gerecht - Sozialfahnder ermitteln" vor der Kamera. Bei RTL sah man sie in den Sendungen "Helena Fürst - Kämpferin aus Leidenschaft" und "Helena Fürst - Anwältin der Armen". In den vergangenen Jahren kennt man sie jedoch eigentlich nur noch aus dem Reality-TV.

Quelle: ntv.de, vpr

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