Unterhaltung

Vip, Vip, Hurra! Liebes-Comebacks und Plagiatsvorwürfe

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Sah sich in dieser Woche Plagiatsvorwürfen ausgesetzt: Lena Meyer-Landrut.

(Foto: picture alliance / dpa)

Lena soll geklaut haben, Frank Farian soll Millionen blechen und Elke Heidenreich halst sich "den Zorn der Nation" auf. Vip, Vip, Hurra! - Hier kommt unser wöchentlicher Rückblick auf die Welt der Stars und Sternchen. Mit dabei auch ein Mann, den man schon fast vergessen hatte.

Einst hingen ihre Poster an unzähligen Zimmerwänden von Teenagern, damals, in den 80ern, als Jugendliche noch aufgeregt zum Kiosk eilten, um sich die "Bravo" zu kaufen. Das Pop-Duo Milli Vanilli räumte musikalisch ab und wurde international mit Preisen beehrt. Doch schnell flog der Schwindel um die beiden lippenbewegenden Schönlinge auf und es kam ans Licht, dass sie lediglich als hübsch anzuschauende Tanzpuppen angeheuert wurden, und zwar von keinem Geringeren als Hit-Produzent Frank Farian, der auch schon mit der Gruppe Boney M. Welterfolge feierte.

Nun jedoch wird der 79-jährige erfolgsverwöhnte Produzent verklagt. Die ehemalige Chorsängerin Jodie Rocco fordert von Farian eine saftige Summe von 12,5 Millionen Dollar, während dieser bis dato der Meinung war, Chorsängerinnen würden pauschal mit einer Einmalzahlung abgefrühstückt. Jahre nach dem Skandal sind die traurigen Ereignisse, auch um den einsamen Tod von Rob Pilatus sowie von John Davis, einer der wahren Sänger, der kürzlich einer Corona-Infektion erlag, noch immer in den Köpfen präsent.

Und auch sie mischt wieder ganz vorne mit: Eurovision-Song-Contest-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut. Nach kreativer Schaffenspause meldet sich die Sängerin, die vor kurzem Mutter geworden sein soll, mit einem neuen Album zurück. Doch es dauert nur wenige Tage, da ziehen schwarze Wolken am Musikhimmel auf und Lena sieht sich mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Die brasilianische Indie-Künstlerin Dillon findet, Lenas Cover sei ihrem sehr ähnlich oder zumindest daran angelehnt. Auch der Titel des Albums sei derselbe. Das könne unmöglich ein Zufall sein.

"Und so was kriegt noch Kinder"

Sie bezichtigte die Sängerin des Diebstahls von geistigem Eigentum. Nun kann man da gern vollkommen anderer Meinung sein und keine Ähnlichkeit in den Covern sehen. Und natürlich ist es nicht okay, private Nachrichten, die Lena Dillon zukommen ließ, zu veröffentlichen. Man spürt: Die Sängerin ist enttäuscht, fühlt sich verletzt und macht in diesem Zusammenhang unüberlegte Dinge. Doch die Geschichte wird im weiteren Verlauf nahezu absurd. Nach ihren Vorwürfen sieht Dillon sich nun etlichen Hass-Kommentaren von Lena-Fans ausgesetzt, die ihrem Idol zur Seite springen. Aber doch nicht, indem sie die Indie-Künstlerin beleidigen! "Hast dich jetzt genug wichtig gemacht und an Lena hochgezogen" oder "Und so was kriegt noch Kinder", lauten nur zwei der Anfeindungen und textlichen Entgleisungen.

Auch Elke Heidenreich macht dieser Tage ihrem Ärger Luft, obschon sie erahnt, damit "den Zorn der Nation" auf sich zu laden. Nun leben wir in diesem Land in einer Demokratie, in der jeder das Recht hat, seine Meinung frei zu äußern. Und die Meinung der Bestseller-Autorin ist es eben, dass sie dem Gendern nichts abgewinnen kann. Die Literaturkritikerin kann es sogar "auf den Tod nicht leiden, die Sprache so zu verhunzen".

Ein Gendersternchen hier, ein Binnen_I dort - für die Schriftstellerin ist das keine Option und "vollkommen egal". Die ganze Gender-Diskussion halte die 78-Jährige für "verlogen". Ein Künstler sei ein Künstler, egal ob männlich oder weiblich.

Und was war sonst so los die Woche?

Das Drama in Dubai zwischen Georgina und Kubi geht in die nächste Runde. In dieser Woche verkündete das schwangere Reality-TV-Sternchen umziehen zu wollen, weil Kubi, der Vater ihres Kindes, besoffen in ihrem Appartement aufgekreuzt sei. Sie habe Todesangst, so die werdende Mutter. Zuvor hatte Kubi mehrfach darüber geklagt, von seiner Ex-Freundin "abgeschlachtet" worden zu sein und sich "im Sterben" zu befinden. Was wie schlimmster Social-Media-Trash klingt, ist aber vor allem eines: die traurige, öffentliche und zutiefst peinliche Schlammschlacht eines Paares, das bald ein Kind bekommt.

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Zwei andere Eltern, die auch getrennt waren, haben jedenfalls wieder zusammengefunden - und zwar bereits zum dritten Mal. Die Rede ist von Ex-Bundespräsident Christian Wulff und seiner Bettina. Beide würden sogar wieder unter einem Dach leben, heißt es - gewiss auch zur Freude des gemeinsamen Sohnes Linus.

Trennungen, Liebes-Comebacks und Schwangerschaften sind die großen Themen des Boulevards. Da ist beinahe hinten runtergefallen, dass Kevin Spacey wieder einen Job als Schauspieler hat. Vier Jahre nachdem bekannt wurde, dass gegen den zweifachen Oscar-Preisträger wegen sexueller Übergriffe ermittelt und er deswegen unter anderem von Regisseuren wie Ridley Scott aus deren Filmen herausgeschnitten wurde, haben die Dreharbeiten zu dem Film "L'uomo che disegnò Dio" begonnen. Spaghettiwestern-Legende Franco Nero will Spacey in seiner zweiten Regie-Arbeit dabei haben. Es sei zwar nur eine Nebenrolle, aber der einstige "House of Cards"-Star wird garantiert dankbar für diese zweite Chance sein.

Quelle: ntv.de

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