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Rosenkrieg geht weiter Ohrfeigte Depp Heard wegen Tattoo-Witz?

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Freunde werden die zwei nicht mehr: Amber Heard und Johnny Depp.

(Foto: imago/Independent Photo Agency)

In London stehen gerade Johnny Depp und seine Ex-Frau Amber Heard vor Gericht. Eigentlich klagt er gegen das Boulevardblatt "The Sun", doch wird auch wieder jede Menge schmutzige Wäsche zwischen den ehemaligen Eheleuten gewaschen. Jetzt geht es unter anderem um ein Tattoo des Schauspielers.

Die Ehe von Amber Heard und Johnny Depp war ganz offenbar alles andere als romantisch oder liebevoll. Das lässt sich zumindest aus der Schlammschlacht schließen, die die zwei jetzt vor Gericht austragen. Depp klagt nicht nur in den USA gegen seine Ex-Frau wegen Verleumdung, aktuell zieht er auch in London gegen das Boulevardblatt "The Sun" vor Gericht. Auch hier lautet der Vorwurf Verleumdung, weil das Blatt 2018 in einem Artikel die Anschuldigungen Heards gegen Depp abgedruckt hatte.

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Depp kämpft in London um seinen Ruf.

(Foto: imago images/i Images)

Während es am ersten Prozesstag um Kot im Ehebett ging, standen am zweiten nun mal wieder Johnny Depps angebliche Gewalttätigkeiten gegenüber Heard auf dem Programm. Die 34-jährige Schauspielerin behauptet, er habe sie immer wieder geschlagen, wenn er unter Drogen stand. Schon am Dienstag hatte Depp bestritten, jemals ihr oder irgendeiner anderen Frau gegenüber gewalttätig geworden zu sein.

Der von der Anwältin von "The Sun" angesprochene Vorfall ereignete sich angeblich im März 2013. Damals soll Heard einen Witz über Depps Tattoo "Wino Forever" gemacht haben. Sie behauptet, er habe ihr daraufhin drei Ohrfeigen verpasst, so die Anwältin im Verhör zu Depp. "Es tut mir leid, aber das stimmt nicht, Sie liegen falsch", erwiderte der 57-Jährige. Das Tattoo lautete einst ursprünglich "Winona Forever" - zu Ehren von Depps damaliger Freundin Winona Ryder. Nach der Trennung von der Schauspielerin ließ er den Schriftzug der Tätowierung verändern.

"Was ist passiert?"

Dann wurde auch noch ein Video gezeigt, das bereits vor einigen Jahren im Internet kursiert war. In dem Clip läuft Depp scheinbar betrunken in einer Küche umher, flucht und schlägt die Schranktüren mehrfach wütend zu. "Was ist passiert? Wir haben uns heute Morgen nicht einmal gestritten. Alles, was ich getan habe, war mich zu entschuldigen", sagt Heard zu ihrem damaligen Ehemann. Der scheint die Situation anders wahrgenommen zu haben: "Ist dir heute Morgen etwas passiert? Ich denke nicht. Du willst wissen, was verrückt ist? Ich zeige es dir!", antwortet er und scheint dabei eine Flasche auf den Boden zu werfen.

Worum es genau ging, wird nicht klar. Kurz darauf filmt Heard eine weitere halb leere Weinflasche, aus der sich Depp nachschenkt, und fragt ihn: "Hast du das alles heute Morgen getrunken?" Erst jetzt scheint Depp zu realisieren, dass er gefilmt wird: "Hast du das etwa aufgenommen?", fragt er und will ihr anschließend das Handy aus der Hand reißen.

Tochter Marihuana gegeben

Die Anwälte der Gegenseite versuchen immer wieder, Depps Hang zu Drogen und Alkohol zu thematisieren. Ihre These: Er habe sich im Rausch nicht im Griff. Der Hollywood-Star musste dabei auch einräumen, seiner heute 21-jährigen Tochter Lily-Rose im Alter von 13 Jahren Marihuana gegeben zu haben, damit sie sich im Umgang mit der Droge "sicher" fühle.

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Depp hatte schon am Dienstag vor Gericht über seinen eigenen Drogenmissbrauch gesprochen und offen zugegeben, bereits alles ausprobiert zu haben. Schon als er noch ein Teenager gewesen sei, hätten ihm die Mittel geholfen, Traumata aus seiner Kindheit zu überwinden. Zweimal habe er Drogen mit Marilyn Manson konsumiert und eine Weile 24.000 Pfund - umgerechnet ca. 26.500 Euro - pro Monat für Wein ausgegeben. Aus der Abhängigkeit herausgeholfen habe ihm schließlich Elton John.

Depp und Heard hatten sich 2011 während der Dreharbeiten zum Film "The Rum Diary" kennengelernt und 2015 geheiratet. 2016 trennten sie sich wieder. Nach einem von einem Rosenkrieg begleiteten Scheidungsverfahren einigten sie sich schließlich 2017 außergerichtlich. In den USA klagt Depp gegen seine Ex-Frau direkt. Sie hatte in einem Artikel der "Washington Post" über ihre angeblichen Gewalterfahrungen gesprochen - allerdings ohne ihren Ex namentlich zu nennen.

Quelle: ntv.de, nan