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Kaution bezahlt R. Kelly wieder auf freiem Fuß

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Nach seiner Entlassung aus dem Knast ging es für R. Kelly mit seinem Anwalt erstmal ins Fast-Food-Restaurant.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Am Freitag wird R. Kelly wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in Chicago festgenommen. Das Wochenende über bleibt er hinter Gittern, weil er die Kaution nicht aufbringen kann. Erst jetzt sind die 100.000 Dollar bezahlt.

Nach drei Nächten im Gefängnis ist R. Kelly vorerst gegen Kaution wieder entlassen worden. In mehreren Videos ist zu sehen, wie der 52-Jährige in einer hellbauen Jacke und an der Seite seines Anwalts Steve Greenberg das Gebäude verlässt und in einen schwarzen Van steigt. Wie das US-Promiportal "TMZ" berichtet, ging es erstmal in die Filiale einer bekannten Fast-Food-Kette.

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R. Kelly wird sexueller Missbrauch in zehn Fällen vorgeworfen, vollzogen an vier Opfern zwischen 1998 und 2010. Drei der Frauen sollen zum damaligen Zeitpunkt jünger als 17 Jahre gewesen sein. Am Samstag setzte ein Richter eine Kaution von einer Million US-Dollar fest.

Es droht noch mehr Ärger

Nach US-Regeln musste Kelly nur zehn Prozent - 100.000 Dollar - als Sicherheit hinterlegen. Allerdings hatte er die zunächst nicht, wie sein Verteidiger am Wochenende mitteilte. Kelly sei nicht so reich, wie sein Ruhm es vermuten lasse, sagte Greenberg. Unter anderem wegen "Missmanagement" und "schlechter Verträge" habe der Sänger "derzeit wirklich kein Geld".

Der Anwalt Michael Avenatti, der offenbar drei der mutmaßlichen Opfer vertritt, erwartet laut eigener Angabe in dieser Woche weitere Anklagepunkte. Auf Twitter kündigte er ein zweites Beweisvideo an. Eine Aufnahme liegt den Behörden bereits vor, auf der soll Kelly beim Sex mit einer 14-Jährigen zu sehen sein. Bald könnte dem R&B-Künstler dann auch noch der nächste Ärger drohen. Laut "TMZ" muss er innerhalb einer Woche etwa 160.000 Dollar Unterhalt an seine Ex-Frau zahlen. Tut er das nicht, geht es schon allein dafür zurück ins Gefängnis für ihn.

Inzwischen hat auch der Betreiber der Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm, in der am 12. April ein Konzert von R. Kelly stattfinden sollte, aus all dem seine Konsequenzen gezogen. Er habe das Konzert "aus wichtigem Grund" gekündigt, teilt er auf seiner Facebook-Seite mit.

Quelle: n-tv.de, nan

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