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Minister bietet Gespräch an Spahn geht auf #allesdichtmachen zu

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Kritik hält Spahn für wünschenswert, kann den Künstlern inhaltlich aber nur bedingt folgen.

(Foto: dpa)

Die Künstleraktion #allesdichtmachen wird auch in der Bundesregierung wahrgenommen. Gesundheitsminister Spahn reagiert verständnisvoll, auch wenn er in der Sache freilich anderer Meinung ist. Der CDU-Politiker bietet zudem an, mit Vertretern der Initiative zu sprechen.

Nach der Internet-Aktion mehrerer Künstler gegen die Corona-Politik der Bundesregierung hat Gesundheitsminister Jens Spahn den Initiatoren ein Dialogangebot gemacht. Er könne sich gut vorstellen, das Gespräch miteinander zu führen, sagte Spahn. "Dass es Kritik und Fragen gibt an den Maßnahmen und den Hintergründen, das finde ich nicht nur normal, das finde ich in einer freiheitlichen Demokratie wünschenswert."

Er habe sich noch nicht selbst alles anschauen können, sagte der Minister. Er fände es aber schade, "wenn der Eindruck da wäre, dass es nicht auch kontroverse, abwägende Diskussionen gibt". Dies habe im Bundestag stattgefunden. "Es waren ja sehr kontroverse Diskussionen, gesellschaftlich, politisch, in ganz vielen Bereichen." Es sei auch nötig, das Vorgehen zu rechtfertigen, zu erläutern und abzuwägen.

Spahn äußerte Verständnis dafür, dass Künstler auf Härten der Krise aufmerksam machten. "Man ist Schauspieler geworden, weil man es liebt, weil man es gerne macht." Er könne gut verstehen, dass es wehtue, dies über Monate nicht ausüben zu können. Zugleich sei die Pandemie etwas, das sich alle nicht ausgesucht hätten.

Merkel diskutiert mit Kulturschaffenden

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Eine Regierungssprecherin ließ zu der Aktion zunächst lediglich wissen, dass die Aktion zu Kenntnis genommen worden sei. "Unsere Haltung ist bekannt: Wir arbeiten daran, dass Deutschland die Pandemie schnell überwinden kann. Darauf sind unsere Entscheidungen ausgerichtet", sagte die Martina Fietz. Es gelte natürlich auch in diesem Fall die Meinungsfreiheit.

Für Dienstag kündigte die Sprecherin ein Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 14 Kunst- und Kulturschaffenden an. Die Online-Diskussion ist Teil der Reihe "die Bundeskanzlerin im Gespräch". Merkel hatte sich bereits mit Eltern, Studenten, Azubis, Ausbildern und anderen Gruppen über deren Lage in der Pandemie unterhalten. Die Teilnehmer am kommenden Dienstag wurden den Angaben zufolge von Verbänden aus der Kultur ausgewählt, wie dem Bundesverband Schauspiel und dem Deutschen Musikrat. Ob auch Schauspieler darunter sind, die sich an der aktuellen Videoaktion beteiligt haben, blieb zunächst unklar.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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