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Der große Öko-Test Hälfte von 400 Zahncremes fällt durch

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Aber immerhin 116 Produkte schneiden mit "sehr gut", 27 mit "gut" ab.

(Foto: imago/Westend61)

Putzen, putzen, putzen. Wer gesunde und schöne Zähne haben möchte, kommt nicht drum herum. Aber bitte auch mit dem richtigen Reinigungsmaterial. Sprich, die Paste muss stimmen. Öko-Test hat 400 untersucht. Finden Sie hier heraus, ob Ihre was taugt.

Die Mühe des täglichen Zahnputzrituals lohnt nur, wenn auch die geeignete Zahnpasta dafür verwendet wird. Immerhin verbraucht jeder Deutsche pro Jahr fünf Tuben Zahnpasta. Da wäre es bedauerlich, wenn sich trotz Disziplin und Einsatz dennoch Karies einstellt - oder man sich mit kritischen Substanzen belastet.

Doch genau dies droht, wenn eben das falsche Reinigungsmaterial verwendet wird. Und die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt erschreckend hoch, wie Öko-Test in einer großen Untersuchung von 400 Zahncremes festgestellt hat. Denn fast jede Zweite fällt im Test durch.

Zu wenig oder kein Fluorid

Das Hauptproblem: In 85 getesteten Zahnpasten für Erwachsene steckt kein oder zu wenig Fluorid. Unter den betroffenen Produkten: 51 Naturkosmetik-Produkte. Die Tester bewerten diese Zahnpasten nicht besser als "mangelhaft". Wer seine Zähne regelmäßig mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzt, beugt Kariesbefall vor. Diese Wirksamkeit ist ab dem Schulalter zweifelsfrei nachgewiesen.

Aggressives Schäumungsmittel 

Zudem enthält rund jede vierte Zahnpasta im Test Natriumlaurylsulfat. Der sich daraus bildende Schaum soll helfen, Essensreste und Zahnbelag wegzuspülen. Die Substanz gilt jedoch als vergleichsweise aggressiv, kann die empfindlichen Schleimhäute reizen. 91 getestete Zahnpasten enthalten Polyethylenglykole und chemisch verwandte Stoffe (PEG). Sie können die Schleimhäute durchlässiger für Fremdstoffe machen. In knapp jeder sechsten getesteten Zahnpasta steckt sogar beides: ein PEG und Natriumlaurylsulfat. Diese Tuben schneiden daher auch nicht besser als "mangelhaft" ab.

Zahnpasta für weißere Zähne

Strahlend weiße Zähne dank der richtigen Pasta? Laut Öko-Test unrealistisch. Auf 75 Verpackungen vermissen die Tester einen Hinweis, der darüber informiert, dass das Aufhell-Ergebnis von der natürlichen Zahnfarbe abhängt. Auch wegen kritischer Inhaltsstoffe sollten deshalb laut Testergebnis nur 16 von 94 Produkten auf die Bürste.

Aber immerhin: 116 von den 400 Produkten schneiden mit "sehr gut", 27 mit "gut" ab. Sie enthalten ausreichend Fluorid und keine umstrittenen Inhaltsstoffe.

Abgesehen davon zeigt sich Öko-Test nicht nur kritisch, sondern auch generös. Denn Hier können Sie kostenlos schauen, wie Ihre Zahncreme bewertet wurde.

Quelle: n-tv.de, awi

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