Formel1

F1-Quali am Sprintwochenende Vettel desaströs, Mercedes kaputt, Ferrari gekontert

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Vettel startet wieder von ganz weit hinten.

(Foto: dpa)

Wegen des Sprints fährt die Formel 1 in Österreich das Qualifying schon heute aus. Mercedes muss zwei kaputte Autos reparieren und Sebastian Vettel erlebt ein Debakel, während Mick Schumacher seinen Aufwärtstrend fortsetzt. Die Pole Position geht an Max Verstappen.

Mick Schumacher bestätigt im ungewohnt-freitäglichen Qualifying zum Großen Preis von Österreich seine aufsteigende Form. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Spielberg fährt der 23-Jährige in die Top Ten und erarbeitet sich eine gute Ausgangsposition für den formel-1-Sprint am Samstag (16.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de). Im chaotischen letzten Abschnitt gelingt Schumacher die achtschnellste Zeit des Tages. Für zwei Rote Flaggen in Q3 sorgt Mercedes, indem erst Lewis Hamilton in Kurve acht die Kontrolle über seinen Boliden verliert und in die Reifenstapel einschlägt, ehe kurz darauf nach dem Restart George Russell in Kurve zehn das gleiche Schicksal ereilt.

Die Pole Position sichert sich Max Verstappen (Red Bull) in 1:04,984 Minuten vor dem Ferrari-Duo Charles Leclerc (+0,029 Sekunden) und Carlos Sainz (+0,082). Die beiden Scuderia-Piloten unterbieten zunächst die Bestzeit Verstappens, der als letzter der Favoriten auf einer schnellen Runde unterwegs ist und mit seiner entscheidenden Steigerung die unzähligen orange gekleideten Fans entlang der Strecke zu lautstarkem Jubel veranlasst. Für den Titelverteidiger und aktuellen WM-Führenden ist es die dritte Pole Position nacheinander beim Red-Bull-Heimrennen.

Platz vier belegt zunächst Sergio Perez (+0,420), den im zweiten Red Bull allerdings noch eine nachträgliche Strafe ereilt. Im zweiten Abschnitt hat er den Wiederholungen nach auf seiner schnellsten Runde die weiße Linie am Fahrbahnrand überschritten, was jedoch zunächst ungeahndet blieb. Nachträglich werden dem Mexikaner alle Zeiten aus Q3 gestrichen, er fällt damit zurück. Unklar ist zunächst, auf welchen Platz, denn ein solcher Fall ist in der F1 bisher noch nicht vorgekommen. Die letzte gültige Runde in Q2 hätte für Platz 13 gereicht und auf diesen wird Perez letztlich auch zurückgestuft.

Neuer Vierter ist damit Russell (+0,339), dann folgt Esteban Ocon (Alpine/+0,742) vor Kevin Magnussen (Haas/+0,895), der Däne gewinnt das interne Duell beim US-Rennstall. Für Haas ist das Erreichen von Q3 mit beiden Autos - Schumacher als Siebter liegt 1,027 Sekunden hinter Verstappens Bestzeit - ein großer Fortschritt, den es nun in Sprint und Grand Prix zu bestätigen gilt. Komplettiert werden die Top Ten von Fernando Alonso (Alpine/+1,119) und Lewis Hamilton, dem in Q3 wegen seines Abflugs keine schnelle Runde gelingt. Durch Perez' Strafe ist der Rekordweltmeister dennoch Neunter. Pierre Gasly rückt auf P10 vor.

"Save the bees" von ganz weit hinten

Für Sebastian Vettel ist das Qualifying dagegen schon nach dem ersten Abschnitt beendet. Der 35-Jährige verpasst als 17. das Weiterkommen zunächst um zwei Plätze und 0,063 Sekunden - dann wird seine schnellste Zeit sogar komplett gestrichen, weil er die gerade in Spielberg immer wieder diskutierten "track limits" überschreitet und mit allen vier Rädern die Strecke verlässt. Platz 20, Letzter. Auch Teamkollege Lance Stroll scheitert früh, wie schon in der Vorwoche bleiben beide Aston Martin im Q1 hängen. Der erhoffte Aufwärtstrend mit dem deutlich veränderten Auto verkehrt sich immer mehr in eine Abwärtsspirale.

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Beim Großen Preis von Großbritannien konnte sich Vettel von Startplatz 18 noch bis in die Punkteränge vorarbeiten, erreichte das Ziel im von Guanyu Zhous glimpflich ausgegangenen Horrorunfalls geprägten Rennens als Neunter. "Wenn wir ehrlich sind, sind wir langsam und es ist nicht so, dass wir durchs Feld pflügen können", sagt Vettel anschließend am Sky-Mikrofon - die Hoffnung, im Sprint am Samstag einige Plätze für den Grand Prix am Sonntag gutmachen zu können, scheint gering. Stattdessen befeuert der mangelnde Fortschritt bei Aston Martin die Spekulationen um eine Karriereende des Deutschen, der in Österreich mit einem gelb-schwarzen Helm und einem mit "save the bees" bedruckten Shirt auf das Bienensterben aufmerksam macht.

Der Große Preis von Österreich eines von vier Rennen, an denen die Formel 1 in dieser Saison einen Sprint austragen lässt. Dieser ist auf 100 Kilometer angesetzt und rückt im Zeitplan auf den samstäglichen Termin, an dem üblicherweise die Quali stattfindet. Die wiederum rückt auf den Freitagnachmittag und folgt somit auf das erste Training. Das zweite Training steigt dann am Samstagvormittag, nachmittags folgt der Sprint. Das Ergebnis des Qualifyings gibt die Startaufstellung für den Sprint vor, das Ergebnis des Sprints ist maßgeblich für das Grid des Grand Prix am Sonntag.

Quelle: ntv.de, tsi

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