Fußball

Mit "Brazzo" wie in einer Ehe Flick sagt nicht "Nein" zu Löws Erbe

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Ein klares "Nein" klingt anders.

(Foto: EIBNER/Sascha Walther)

Hansi Flick weiß wie es ist, das DFB-Team zu trainieren. Wenn auch "nur" als Co-Trainer. Ob da eventuell noch mehr geht? Nun, der Seitenlinien-Chef des FC Bayern schließt einen Wechsel zum DFB immerhin nicht so eindeutig aus wie Jürgen Klopp.

Wer wird neuer Bundestrainer? Es ist DIE (sportliche) Frage der Woche, des Monats, des Jahres. An gehandelten Kandidaten für die Nachfolge von Joachim Löw mangelt es nicht. Nachdem Ralf Rangnick sich offensiv ins Spiel gebracht, Lothar Matthäus eine plötzliche Wende in seiner Einstellung vorgenommen und Jürgen Klopp vehement abgesagt hat, erklärt sich nun Hansi Flick. Auch der Trainer des FC Bayern gehört zu jenen, die in der öffentlichen Diskussion einen sehr prominenten Platz einnehmen.

Und die Sätze, die er nun sagte, die halten ihn auf jeden Fall im (Name-Dropping)-Spiel. Noch bevor er in der Medienrunde am Mittag gefragt worden war, ergriff er das Wort, um sich zu den Spekulationen um seine Person zu äußern. Flick hob die "sehr erfolgreiche und sehr schöne Zeit" hervor, die er unter anderem als Löw-Assistent beim Nationalteam hatte.

"Möchte hier noch sehr erfolgreich arbeiten"

Jetzt wolle er sich aber auf den FC Bayern und seine derzeitigen Aufgaben konzentrieren. "Ich kümmere mich nicht um die Dinge, die außen herum sind. Ich möchte hier noch sehr erfolgreich arbeiten und mehrere Titel gewinnen", sagte Flick vor dem Gastspiel bei Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker). Spekulationen, "wie meine Zukunft aussieht, verbieten sich", fügte er an. Der amtierende Bundestrainer Joachim Löw hatte am Dienstag erklärt, seinen Posten nach der EM 2021 niederzulegen.

Flick verwies mehrere Male auf seinen in München gültigen Vertrag bis 2023. "Ich habe eine Mannschaft, die absolut top ist. Es ist aktuell so, dass mir die Dinge sehr viel Spaß machen", sagte der Coach der Münchner. Ein explizites "Nein" zum Bundestrainer-Posten ab Sommer, wie es von Liverpools Trainer Jürgen Klopp in dieser Woche zu hören war, gab es von Flick trotz mehrerer Nachfragen nicht.

"Nichts, was die Zusammenarbeit stören könnte"

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Als ein Grund, warum Flick den FC Bayern vorzeitig verlassen könnte, gilt immer wieder sein Verhältnis zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Immer wieder gibt es Berichte über Meinungsverschiedenheiten in der Personalpolitik. Zum Beispiel im Fall Alexander Nübel oder auch bei der Frage nach notwendigen Verstärkungen. Angesprochen darauf, sagte Flick ganz nüchtern: "Auch in einer Ehe oder Partnerschaft kann es immer mal wieder zu Unstimmigkeiten kommen. Wir sind beide beim FC Bayern angestellt und müssen unsere Entscheidungen zum Wohle des FC Bayern treffen."

Es gehe darum, dass der Klub erfolgreich sei, sagte Flick. "Brazzo und ich versuchen natürlich, dementsprechend die Dinge so zu gestalten, dass wir uns beide da einbringen. Das ist eine ganz normale Zusammenarbeit, wo das eine oder andere Mal mit Sicherheit nicht immer Einigkeit herrscht. Trotzdem sehe ich nichts, was uns in der Zusammenarbeit stören könnte." Flick hatte schon zuletzt nach Spekulationen über Spannungen auf das wesentliche Ziel der Zusammenarbeit hingewiesen, den Erfolg des Vereins. Sportvorstand Salihamidzic hatte das Verhältnis als "völlig normal" bezeichnet.

Quelle: ntv.de, tno mit dpa

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