Fußball

Uefa-Supercup im Schnellcheck Martínez krönt den unschlagbaren FC Bayern

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Der Joker hat's gemacht.

(Foto: AP)

Unter Trainer Hansi Flick verlernt der FC Bayern das Verlieren. Im Supercup bringt selbst eine schwierige Anfangsphase inklusive Rückstand die Münchner nicht aus dem Rhythmus. Stattdessen steht am Ende der vierte große Titel im Jahr 2020.

Was ist in der Puskás-Arena in Budapest passiert?

Ein Spiel, das bei Fans, die es nicht allzu sehr mit dem FC Bayern halten, wohl vor allem ein "Ach, das war heute?" hervorruft. Der Uefa-Supercup ist einer dieser Wettbewerbe, deren Termin nur der kennt, dessen Herzensverein dabei ist. Wobei das für die Anhängerinnen und Anhänger des FC Sevilla bedeutet, dass die Partie zwischen Champions-League-Sieger und Europa-League-Champion einen festen Platz im Kalender hat, schließlich haben nur der FC Barcelona, Real Madrid und der AC Mailand häufiger daran teilgenommen.

Das klingt nur im ersten Moment überraschend, denn im zweiten fällt auf, dass Sevilla mit inzwischen sechs Titeln ja Rekordsieger der Europa League ist und damit Supercup-Stammgast. Der einzige Triumph der Andalusier liegt allerdings weit zurück, 2006 gab es ein 3:0 gegen den FC Barcelona, seitdem folgten vier Niederlagen in den Jahren 2007, 2014, 2015 und 2016. Die Bilanz der Münchner wiederum ist nur unwesentlich besser: In der ersten Triple-Saison 2013 parierte Manuel Neuer den entscheidenden Elfmeter von Chelseas Romelu Lukaku, der erste Erfolg im vierten Supercup-Anlauf.

Der eigentlich erste Versuch 1974 war dabei sogar ganz ausgefallen, nachdem sich die Münchner und der Sieger des Europapokals der Pokalsieger, der 1. FC Magdeburg, nicht auf einen Termin einigen konnten. Angeblich wegen zu voller Kalender, allerdings dürfte auch der innerdeutsche Konflikt zwischen Bundesrepublik und DDR eine Rolle gespielt haben. 1975 unterlag der FC Bayern Dynamo Kiew (0:1 und 0:2), 1976 dem RSC Anderlecht (2:1 und 1:4). 2001 scheiterte auch der dritte Versuch, als der FC Liverpool mit 3:2 siegte und die Tore vom heutigen Sportdirektor Hasan Salihamidzic sowie dem unverwechselbaren Carsten Jancker nicht ausreichten.

Für Sevilla ist es somit die sechste Teilnahme, für den FC Bayern die fünfte. Es ist das Spiel zweier Mannschaften, die mit einer herausragenden Serie nach Budapest gereist sind. Die Andalusier sind seit 21 Spielen ungeschlagen, die Münchner haben 22 Mal in Folge gewonnen. Kein Wunder also, dass Hansi Flick schon vor dem Anpfiff sagte: "Beide Mannschaften haben Großes geleistet."

Der FC Bayern ist bis heute übrigens der einzige deutsche Sieger, weder dem Hamburger SV (1977 und 1983), noch Werder Bremen (1992) oder Borussia Dortmund (1997) gelang im Duell der Europapokal-Gewinner ein Erfolg. Dass sich daran bald etwas ändert, ist nicht abzusehen.

Teams und Tore

München: Neuer - Pavard, Süle, Alaba (112. Boateng), Hernández (99. Davies) - Goretzka (99. Martínez), Kimmich - Sané (70. Tolisso), Müller, Gnabry - Lewandowski. - Trainer: Flick
Sevilla: Bono - Jesus Navas, Koundé, Diego Carlos, Escudero - Rakitic (56. Oliver Torres), Fernando, Jordan (94. Vazquez) - Ocampos, de Jong (56. En-Nesyri), Suso (73. Gudelj). - Trainer: Lopetegui
Schiedsrichter: Anthony Taylor (England)
Tore: 0:1 Ocampos (13., Foulelfmeter), 1:1 Goretzka (34.), 2:1 Martínez (104.)
Zuschauer: 15.180 (in Budapest)
Gelbe Karten: Alaba, Hernández - Jordan, Koundé, Fernando, Escudero

Spielfilm mit Überlänge

1. Minute: Anstoß München, Applaus von den Rängen. Eine seltene Kombination in diesen Tagen, die Zulassung von Fans im Corona-Hotspot Budapest stieß nicht überall auf Begeisterung. Etwa bei Hansi Flick, wenn er nicht Trainer beim FC Bayern wäre, sondern Fan: "Ich glaube, ich wäre nicht gefahren." Nun aber ist er da und wechselt im Vergleich zur Startelf beim 8:0 gegen den FC Schalke einmal, David Alaba kehrt für Jérôme Boateng ins Abwehrzentrum zurück.

11. Minute: ELFMETER für den FC Sevilla: Jesus Navas hat auf dem rechten Flügel zu viel Platz, flankt in die Mitte auf Luuk de Jong, der den Ball mit dem Kopf zurücklegt auf Ivan Rakitic. Alaba kommt einen Moment zu spät, Rakitic fällt. Schiedsrichter Anthony Taylor entscheidet auf Strafstoß und Gelb für den Österreicher.

13. Minute, TOOOOR für den FC Sevilla: Vom Pfiff bis zur Ausführung dauert es ja immer etwas, diesmal sind es rund 90 Sekunden. Taylor ermahnt Manuel Neuer, auf der Linie zu bleiben. Der Bayern-Keeper entscheidet sich aus Sicht des Schützen Lucas Ocampos für die rechte Ecke - Ocampos allerdings schiebt flach links ein. Sevilla führt!

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Ocampos brachte Sevilla in Führung.

(Foto: dpa)

15. Minute: Nicht direkt eine Spielszene, eher eine Zwischenfrage - der FC Bayern liegt zurück, wann gab es das zuletzt? Am 6. Juni, beim 4:2-Sieg in Leverkusen am 30. Spieltag der Vorsaison. War aber auch das (bisher) einzige Mal im Jahr 2020.

20. Minute: Freistoß für die Münchner, nachdem Rakitic, gerade erst vom FC Barcelona nach Sevilla gewechselt, Robert Lewandowski legt. Joshua Kimmich flankt in den Strafraum, Niklas Süle versucht zurückzulegen. De Jong verhindert das und klärt zur Ecke, die nichts einbringt. Sevilla macht das gut, die Bayern finden noch keinen Weg zum Tor.

22. Minute: Lewandowski bekommt den Ball auf der rechten Strafraumseite und spielt flach in die Mitte auf Thomas Müller. Dessen Abschluss wird aber von Jules Koundé geblockt. Die nachfolgende Ecke führt zu nichts. Sevilla macht das defensiv sehr gut.

26. Minute: Der FC Bayern erhöht den Druck. Lucas Hernández dribbelt in die Mitte und wird gefoult, der Vorteil aber läuft weiter, weil Thomas Müller an den Ball kommt. Der zieht zum Strafraum und legt nach rechts auf Benjamin Pavard. Der Franzose verzichtet auf den Flachpass und wählt den Schuss aufs Tor. Verfehlt das linke obere Eck jedoch um einige Meter.

30. Minute: Lewandowski läuft frei auf Sevilla-Keeper Bono zu, scheitert aber mit einem harmlosen Schuss völlig zurecht am marokkanischen Schlussmann.

34. Minute, TOOOOR für den FC Bayern: Leon Goretzka vollendet, was Serge Gnabry, Thomas Müller und Robert Lewandowski wunderschön vorbereiten. Gnabry zieht das Dribbling an auf rechts, legt zu Müller, der mit dem Außenrist von halbrechts in den Rücken der Abwehr flankt. Dort schleicht sich Lewandowski frei, der mit dem Rücken zum Tor auf Goretzka ablegt - und der schiebt, ganz überlegt, ein.

35. Minute: Der Ball liegt hinter Neuer im Netz, aber de Jong stand beim Abspiel im Abseits.

45+1. Minute: Was täten Fußballer nur ohne ihre gespielte Fassungslosigkeit. Diesmal: Joan Jordan. Hält bei einem Freistoß für den FC Bayern den Abstand zum Ausführenden nicht ein, Kimmich schießt ihn an, Jordan sieht Gelb. Und regt sich dann auf, als hätte ihm grad jemand seinen Spielzeuglaster geklaut.

Halbzeit und Seiten-, aber kein Spielerwechsel

46. Minute: Sergio Escudero hat auf links viel Platz und flankt scharf in die Mitte. Da grätschen Alaba und Süle, um de Jong am Einschuss zu hindern. Das gelingt auch, es gibt Ecke, gefährlich wird die aber nicht.

51. Minute, doch kein Tor für den FC Bayern: Eigentlich entsteht hier grad ein Satz, wie gut Sevilla defensiv organisiert ist. Das weiß der FC Bayern aber nicht. Sané hebt den Ball an den Fünfmeterraum, Lewandowski steht komplett blank. Legt aber trotzdem quer auf Müller, der zurück zu Lewandowski spielt, der dann endlich den Ball im Tor versenkt. Den Jubel aber unterbricht der VAR, der auf Abseits entscheidet, Lewandowskis linker Fuß verhindert die Führung. Also dann doch: Sevilla ist defensiv top organisiert.

54. Minute: Sevilla über rechts, Navas scharf in die Mitte, Neuer hält die Fäuste rein und klärt den Ball. Der FC Bayern ist zwar überlegen, aber die Spanier treten hier mit einem klaren Plan auf.

58. Minute: Gnabry zieht wie so oft nach innen, diesmal von links. Bono wehrt ab, Sanés Nachschuss wird von Fernando gestoppt.

63. Minute, wieder kein Tor für den FC Bayern: Wieder sieht das Schiedsrichter-Team ein Vergehen von Lewandowski. Der soll Escudero gehalten haben, als er den langen Ball zurücklegt. Goretzka scheitert noch an Bono, Sané staubt, wird aber umgehend zurückgepfiffen. Danach kassiert die Bayern-Bank Gelb, Hasan Salihamidzic beschwert sich zu laut.

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Sané traf zwar, aber nicht regulär.

(Foto: AP)

66. Minute: Freistoß aus 20 Metern nach Foul an Müller, Alaba hebt den Ball über das Tor. Highlight aber ein Sevilla-Profi, der sich flach hinter die Mauer auf den Rasen legt, damit Alaba nicht unter dieser hindurch einschiebt.

76. Minute: Der eingewechselte Corentin Tolisso spielt hoch in den Strafraum, Gnabry läuft ein, legt quer in die Mitte auf Müller, der per Grätsche den Abschluss sucht. Statt Torjubel gibt's allerdings nur Ecke.

83. Minute: Die Münchner suchen die Entscheidung über viel Ballbesitz, Sevilla lauert. Die Andalusier lassen nur wenig zu, erzeugen am eigenen Sechzehner so gut wie immer Überzahlsituationen.

87. Minute: Die RIESENCHANCE FÜR SEVILLA. Die Bayern vertändeln den Ball nach einer Ecke, Navas bekommt den Ball an der Mittellinie und Youssef En-Nesyri läuft allein auf Neuer zu. Der macht sich lang und groß und breit und tut, was er eben tut, wenn er nicht gerade mit der Wahl seiner Karaoke-Songs im Urlaub danebengreift: Er hält und lenkt den Ball ins Toraus.

90+1. Minute: Gnabry im Strafraum, spielt in die Mitte. Lewandowski lässt durch, in der Hoffnung auf den hinter ihm lauernden Müller. Der foult allerdings und beendet damit den Angriff.

90+4. Minute: Schiedsrichter Taylor pfeift ab, und weil es weiter 1:1 steht, gibt es gleich Verlängerung.

Verlängerung, wie schon beim ersten Münchner Supercup-Sieg 2013. Also ein gutes Omen?

91. Minute: Hui, das war knapp. Jordan legt an Süle vorbei, der aber kämpft sich zurück und klärt gerade noch so zur Ecke.

92. Minute, Pfostenschuss des FC Sevilla: En-Nesyri startet in den Strafraum und hat die Führung für Sevilla auf dem Fuß. Neuer aber ist dran, lenkt den Ball ans Aluminium und boxt ihn dann aus dem Strafraum, bevor En-Nesyri zum Nachschuss ansetzen kann.

99. Minute: Schließt sich mit dieser Einwechslung ein Kreis? Javi Martínez kommt, der 2013 elementar war für den Gewinn des Triples und der beim Supercup vor sieben Jahren die Münchner erst ins Elfmeterschießen rettete mit seinem späten Tor. Sein Wechsel zu Athletic Bilbao steht kurz bevor, vielleicht ist es sein letzter Einsatz für den FC Bayern.

100. Minute: Das hätte es sein können! Schöne Flanke an den Fünfmeterraum, da steht Kimmich überraschend frei. Er befördert das Leder, das längst nicht mehr aus Leder besteht, neben das Tor.

104. Minute, SOLCHE-GESCHICHTEN-SCHREIBT-NUR-DER-FUSSBALL-TOOOOR FÜR DEN FC BAYERN: Vorsicht, Fußballphrasen! Ausgerechnet! Solche Geschichten schreibt nur der Fußball! Stimmt natürlich nicht, aber schön ist die Story trotzdem: Denn der FC Bayern führt, weil Javi Martínez per Kopf trifft. Keine fünf Minuten ist der Spanier auf dem Feld, da verursacht Sevilla unnötig eine Ecke, nach der Alaba vom Strafraumrand abzieht. Bono lässt klatschen, Martínez steht optimal - 2:1 München.

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Javi Martínez, Supercup-Experte.

(Foto: AP)

Halbzeit in der Verlängerung

112. Minute: Sevilla wirkt müde, der FC Bayern kontrolliert den Ball und das Spiel.

116. Minute: En-Nesyri bekommt die Kugel in Tornähe, legt sie sich aber unsauber vor und landet im Toraus.

120+1. Minute: Lewandowski hat das 3:1 auf dem Fuß, wird dabei schon etwas gehalten, aber Schiedsrichter Taylor pfeift kein Foul. Stattdessen beendet er die Partie wenige Momente später: Der FC Bayern gewinnt nach 2013 zum zweiten Mal den europäischen Supercup!

Was war gut?

Für den FC Bayern war es nach dem Bundesliga-Start gegen Schalke erst das zweite Pflichtspiel der Saison 2020/21, für den FC Sevilla war es sogar der Saisonauftakt. Dafür lieferten beide Teams eine ebenso ansehnliche wie taktisch anspruchsvolle Partie. Deutlich war zu erkennen, warum beide Mannschaften in diesem "Finale" stehen. Die Münchner beherrschten zeitweise den Ballbesitz und suchten nach Lücken im Defensivverbund der Andalusier. Sevilla dagegen setzte auf eine bemerkenswert kompakte Abwehr und ein punktuell eingesetztes hohes und aggressives Pressing. Das zeigte Wirkung, besonders in den ersten 25 Minuten.

Die Münchner brauchten eine Weile, um sich auf das von Trainer Julen Lopetegui offenbar sehr gut vorbereitete System einzustellen. Stark war allerdings auch, wie dem FC Bayern genau das gelang - in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit baute die Elf von Hansi Flick Druck auf, der schließlich im fein herausgespielten Ausgleich von Leon Goretzka mündete. Thomas Müller begab sich immer wieder auf die Suche nach freien Räumen, von denen Sevilla aber nur wenige bot. Wer also einen Weg sucht, die Münchner zumindest etwas aus ihrem Rhythmus zu bringen, sollte sich diese 120 Minuten noch einmal anschauen.

Doch am Ende ist es schlicht auch eine Qualität, solche Spiele zu gewinnen. Spiele, in denen ein starker, gut eingestellter Gegner vieles richtig macht und letztlich doch mit leeren Händen dasteht. Weil die Münchner trotz Rückstand nicht von ihrer Spielidee abrücken. Das fällt natürlich leicht, wenn die letzte Niederlage rund zehn Monate zurückliegt. Gleichzeitig ist ein Rückstand aber eben auch eine ungewohnte Situation und Sevilla eine Mannschaft, die mit einer Führung im Rücken alles andere als leicht zu knacken ist. Dazu gehört zwar auch ein bisschen Glück, aber: Immer Glück ist Können. Und deshalb ist der FC Bayern derzeit das Maß der Fußball-Dinge in Europa.

Den Unterschied machte am Ende Javi Martínez, und auch wenn es längst ausgelutscht scheint, sind es doch gerade solche Geschichten, die Fußball im Besonderen und den Sport im Allgemeinen so großartig machen. Der 32-Jährige spielt eigentlich keine große Rolle mehr, kommt nur noch von der Bank. Seine Rückkehr zu Athletic Bilbao scheint beschlossene Sache - und dann trifft er in seinem womöglich letzten Spiel für den FC Bayern zum zweiten Supercup-Erfolg der Vereinsgeschichte. 2013, beim Premieren-Triumph im Duell der Europapokal-Sieger, hatte er die Münchner gegen den FC Chelsea in den letzten Sekunden ins Elfmeterschießen gerettet.

Was war schlecht?

Die Situation auf den Rängen. So nachvollziehbar der Wunsch nach Normalität auch ist, so befremdlich wirkt es inmitten einer globalen Pandemie, für ein Fußballspiel in einen Corona-Hotspot zu reisen. Die Uefa rechtfertigte das Festhalten am Zuschauer-Plan als "Testballon", vielleicht schon für die Europameisterschaft im Sommer 2021. Denn bei Länderspielen und auch in den bereits laufenden Qualifikationsrunden zur Champions und Europa League bleiben die Stadien schließlich leer. Dass in der Bundesliga die Fans wieder zurückkehren, ist eine gute Sache, da geht es ja zumeist um kurze Wege. Eine Reise quer Europa wirkt da, so schön die Erinnerungen für die Bayern-Fans vor Ort auch sein mögen, etwas fehl am Platz.

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David Alaba erwischte nicht seinen besten Tag.

(Foto: Pool via REUTERS)

Auch Hansi Flick war nur da, weil er gerade den FC Bayern in seinem 38. Spiel als Cheftrainer zum vierten großen Titel gecoacht hat, aber als Fan wäre er laut eigener Aussage nicht nach Budapest gefahren. Die Anfangsminuten seiner Mannschaft in der nach dem legendären Offensivspieler Ferenc Puskás benannten Arena dürften Flick nicht gefallen haben. Sevilla stellte die Münchner vor Probleme, die ihnen lange kein Gegner mehr bereitet hatte. Und hätte mit etwas mehr Glück im Abschluss durch En-Nesyri das Spiel schon innerhalb der 90 Minuten entscheiden können.

Die Flügelzange Leroy Sané/Serge Gnabry stand zwar auf dem Aufstellungsbogen, war auf dem grünen Rasen aber nur sehr vereinzelt zu sehen. So dominant Sané am vergangenen Freitag gegen Schalke wirkte, so wenig konnte er sich bei seinem zweiten Auftritt für den FC Bayern auszeichnen. Sein vermeintliches Führungstor annullierte der Videoassistent. Dabei ist aber auch festzuhalten, dass wir hier über Makel bei einer Mannschaft reden, die gerade zum 23. Mal in Folge als Sieger vom Platz gegangen ist und dabei die Meisterschaft, den DFB-Pokal, die Champions League und den Uefa-Supercup gewonnen hat.

Was sagen die Beteiligten?

Javi Martínez: "Immer wenn ich im Bayern-Trikot spiele, versuche ich alles zu geben, mit 100 Prozent zu spielen. Das habe ich auch heute gezeigt. Ich will der Mannschaft immer helfen, heute mit einem Tor. Das ist ein Traum."

Ivan Rakitic: "Man hat gesehen, wie wichtig Manuel Neuer ist."

Uefa-Chef Aleksander Ceferin dazu, dass mehr als 15.000 Fans im Stadion waren: "Glaubt nicht, dass wir das wegen des Geldes tun" und: "Es kostet mehr, als wir einnehmen."

Der Tweet zum Spiel

Quelle: ntv.de