Fußball

Terodde zerlegt Bielefeld Spektakuläre Kölner kontern Führungschaos

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Simon Terodde und der 1. FC Köln hatten gegen Arminia Bielefeld kaum Mühe.

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Auf Führungsebene ist's turbulent und bizarr, sportlich läuft's dagegen für den 1. FC Köln: Gegen Arminia Bielelfeld liefert der Zweitliga-Aufstiegsfavorit seine beste Leistung seit Wochen ab. Den Anschluss nach oben verpassen Holstein Kiel und SC Paderborn mit überraschenden Pleiten.

1. FC Köln - Arminia Bielefeld 5:1 (2:0)

Tabellenführer 1. FC Köln bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga trotz der Führungsquerelen sportlich in der Spur. Die Geißbock-Elf feierte nicht zuletzt dank einer Dreierpacks von Simon Terodde gegen Arminia Bielefeld einen 5:1 (2:0)-Erfolg und damit ihren vierten Sieg in Folge. Der FC hat jetzt wieder vier Punkte Vorsprung auf die schärfsten Verfolger Union Berlin und den Hamburger SV. Dominick Drexler (14.), nach herrlichem Steilpass von Marco Höger in den Strafraum, erzielte das frühe Führungstor für den starken Spitzenreiter. Terodde (21.) erhöhte per Kopf, die Vorarbeit per Eckball leistete Johannes Geis. Nach Alleingang erhöhte der Kolumbianer Jhon Cordoba (48.) mit seinem zwölften Saisontor auf 3:0, ehe erneut Terodde (69., 90.) seine Saisontreffer 25 und 26 folgen ließ. Andreas Voglsammer (71.) gelang das Bielefelder Ehrentor (71.). Am vergangenen Mittwoch hatte Präsident Werner Spinner nach heftigen Dissonanzen mit Sport-Geschäftsführer Armin Veh seinen Rücktritt erklärt. Am Samstag wurden weitere Details bezüglich der Demission bekannt, der Graben in der FC-Führung war tiefer als angenommen. Augenscheinlich hatte sich der Ex-Präsident per Sprachnachricht aus dem Skiurlaub für die Trennung von der Geschäftsführung oder von Trainer Markus Anfang ausgesprochen. Die anderen Vorstandsmitglieder Toni Schumacher und Markus Ritterbach leisteten dem Spinner-Wunsch allerdings nicht Folge.

FC Erzgebirge Aue - SC Paderborn 2:1 (1:0)

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Uwe Hünemeier ist mit dem Platzverweis augenscheinlich nicht einverstanden.

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Erzgebirge Aue kann allmählich für die nächste Saison planen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer besiegte den SC Paderborn mit 2:1 (1:0) und dürfte mit 32 Punkten mit dem Kampf um den Klassenerhalt nichts mehr zu tun haben. Paderborn muss nach seinem dritten Spiel in Folge ohne Sieg und seiner zweiten Niederlage seinen vagen Aufstiegsträume begraben. Emmanuel Iyoha (11.) und Philipp Zulechner (82.) gelangen die entscheidenden Treffer für die Veilchen. Nach einer Notbremse am Torschützen sah SCP-Kapitän Uwe Hünemeier in der 45. Minute die Rote Karte. Das Anschlusstor für den SCP ging auf das Konto von Christopher Antwi-Adjei (87.). 6500 Zuschauer erlebten eine muntere Begegnung mit Chancen auf beiden Seiten. In der sechsten Minute verpasste Aues Torjäger Pascal Testroet die Führung für Erzgebirge. Sekunden später verhinderte der starke Martin Männel im Aue-Tor gegen Sven Michel einen möglichen Rückstand seiner Mannschaft. Iyoha nutzte dann auf Vorarbeit von Testroet die zweite gute Gelegenheit der Sachsen zum 1:0. Paderborn fiel nach der Pause in Unterzahl gegen die gut gestaffelte Abwehr von Aue nicht mehr viel ein. Erzgebirge verlegte sich mit einen Mann mehr auf Konter und hätte durch Testroet (56.) frühzeitig alles klar machen müssen.

SSV Jahn Regensburg - MSV Duisburg 1:1 (1:0)

Die Erfolgsserie von Jahn Regensburg wurde gestoppt. Die Oberpfälzer kamen nach zwei Siegen gegen den abstiegsbedrohten MSV Duisburg über ein 1:1 (1:0) nicht hinaus. Die Zebras sind jetzt seit drei Spielen ungeschlagen und holten dabei fünf Punkte. Al Ghaddioui (39.) schoss das Führungstor für die Oberpfälzer, vorausgegangen war ein Stellungsfehler von Duisburgs Enis Hajri. Kevin Wolze (67., Foulelfmeter) erzielte den verdienten Ausgleich für Duisburg, das eine wesentlich stärkere zweite Halbzeit bot. Der SSV Jahn bleibt zu Hause ein Tor-Minimalist. In zwölf Saisonheimpartien erzielten die Süddeutschen nur 13 Tore. Die Meidericher holten aus den vergangenen fünf Partien in der Fremde nur zwei Zähler. Die Gastgeber taten sich allerdings lange Zeit recht schwer. Der MSV machte die Räume eng, war giftig im Zweikampf und ließ das Jahn-Angriffsspiel nicht auf Touren kommen. Allerdings hatten die Duisburger ihrerseits ebenfalls Probleme, gefährlich vor das Tor der Regensburger zu kommen. Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Duisburger mehr Druck, aber die Abwehr der Regensburger bewahrte lange Zeit die Übersicht, ehe Torwart Philipp Pentke John Verhoek im Strafraum foulte.

SV Darmstadt 98 - Holstein Kiel 3:2 (2:1)

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Applaus für eine gelungene Heimpremiere: Dimitrios Grammozis.

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Der SV Darmstadt 98 hat seinem neuen Trainer Dimitrios Grammozis eine gelungene Heimpremiere beschert. Gegen Aufstiegsaspirant Holstein Kiel gewannen die Lilien in einer furiosen Partie mit 3:2 (2:1). Vor 10 210 Zuschauern am Böllenfalltor trafen für Darmstadt Marvin Mehlem (19. Minute), Serdar Dursun (41.) und Marcel Franke (62.). Für die Gäste waren Mathias Honsak (33.) und Alexander Mühling (65. Handelfmeter) erfolgreich. Der Kieler Jonas Meffert sah die Gelb-Rote Karte (61.). Beide Teams lieferten sich vom Anpfiff weg einen offenen Schlagabtausch. Kiel wurde mit mehreren Distanzschüssen gefährlich. Die Führung für Darmstadt besorgte Mehlem mit einem Abstauber. Die Gäste erhöhten den Druck und kamen verdient zum Ausgleich durch Honsak. Nach einem Eckball köpfte Dursun Darmstadt kurz vor der Pause erneut in Führung. In der zweiten Hälfte erhöhten die Gastgeber unmittelbar nach der Hinausstellung von Meffert durch Franke per Kopf. Kiel kam in Unterzahl durch einen umstrittenen Handelfmeter von Mühling nochmals heran, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr.

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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