Technik

Kurz und knackig Die Technik-Tipps der Woche

In den Technik-Tipps der Woche stellt n-tv.de kurz und knackig Produkte vor, die es ausprobiert und für gut befunden hat. Diesmal gibt's einen schicken Dauerläufer fürs Handgelenk, ein Kamera-Monster für die Hosentasche und ein kleines Echo-Talent für die Steckdose.

Huawei Watch GT 2

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Die Huawei Watch GT 2 ist wasserfest (5 ATM).

Wer eine sportliche, aber schicke Smartwatch sucht, bei der man auch mal für mehrere Tage die Ladestation vergessen kann, sollte sich die Huawei Watch GT2 anschauen. Sie ist in zwei Varianten erhältlich, mit 42 oder 46 Millimeter Durchmesser. Die kleinere Watch (rund 200 Euro) hat keine Lünette und ist eigentlich die hübschere Uhr - vor allem für schlanke Handgelenke. Allerdings steckt in ihr auch ein kleinerer Akku, der sie höchstens eine Woche am Laufen hält. Faule oder vergessliche Sportler greifen besser zur 46-Millimeter-Variante, die im Idealfall bis zu zwei Wochen ohne ihre Ladestation durchhält. Diese Version, die ab rund 230 Euro zu haben ist, hatte auch n-tv.de zum Ausprobieren.

Die Huawei Watch GT 2 ist keine echte Smartwatch in dem Sinne, dass auf ihr Apps aus einem Store installiert werden können. Sie ist also eher als Fitnesstracker im schicken, aber wasserfesten Smartwatch-Kleid zu betrachten. Durch die Einschränkung ist die Uhr auch so unkompliziert wie ein Fitnessband. Sie hat zwei Tasten. Über die obere erreicht man alle Funktionen, die untere kann man mit einem bestimmten Feature belegen, beispielsweise den integrierten MP3-Player starten. Ansonsten steuert man die Uhr über den Touchscreen. Das rund 1,4 Zoll große AMOLED-Display mit 454 x 454 Pixeln erlaubt dabei eine große und übersichtliche Darstellung.

 

Musik nur mit Android

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Die sportliche Uhr kann man auch zum Anzug gut tragen.

(Foto: Huawei)

Für die meisten Sportler hat die Watch GT 2 alles, was sie brauchen. Laufen, Wandern Radeln, Schwimmen, Rudern aufzeichnen, auswerten et cetera - kein Problem. Herzfrequenzmesser, Bewegungssensoren, Barometer, Kompass und GPS sind an Bord. Auch Schlafphasen oder Stresslevel lassen sich überwachen. Wenn's spezieller wird, sollte man sich aber nach einer noch sportlicheren Alternative umsehen.

Dazu kann man Benachrichtigungen erhalten, Mikrofon und Lautsprecher für Telefonate über das verbundene Smartphone nutzen oder via Huawei-Health-App bis zu 500 MP3-Songs auf der Uhr speichern. Das funktioniert allerdings nicht mit iPhones und man kann leider keine Musik von Spotify & Co. übertragen.

Wer eine richtige Smartwatch sucht, ist mit der Samsung Galaxy Watch Active 2 oder einer Apple Watch sicher besser bedient. Wer nur einen schicken und ausdauernden Fitnesstracker haben möchte, wird aber mit der Huawei Watch GT 2 glücklich. 230 Euro sind für das Gerät vielleicht noch etwas zu viel Geld. Man darf aber erwarten, dass in den kommenden Rabattschlachten von Black Friday bis Cyber Monday die Uhr noch deutlich günstiger zu haben sein wird.

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Echo Flex

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Der Flex ist Amazons kleinster Echo.

(Foto: Amazon)

Der Flex ist bisher Amazons kleinster und mit 30 Euro auch günstigster Echo-Sprössling. Als Lautsprecher macht das Gerät nicht viel her, aber der Flex könnte trotzdem ein Verkaufsschlager werden, weil er ganz besonders anpassungsfähig ist.

Grundsätzlich kann man den Flex an Steckdosen wie jeden anderen Echo-Lautsprecher nutzen, also Alexa mit Fragen löchern, Aufgaben im smarten Heim ausführen lassen oder andere Echos anrufen. Außerdem kann man an seiner Klinkenbuchse einen großen Speaker anschließen oder ein Smartphone an der USB-A-Buchse aufladen.

Doch dieser Anschluss erfüllt noch einen ganz anderen Zweck. Man kann an ihn Module anstecken, durch die der Flex neue Funktionen bekommt. Bisher gibt es zwei Erweiterungen, die jeweils 15 Euro kosten: ein Nachtlicht und einen Bewegungssensor. Man muss sie nur anstecken und ein paar Sekunden warten. Sie werden automatisch eingerichtet und erscheinen dann in der Alexa-App.

Routinen und Befehle

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Ein Echo Flex mit Nachtlicht und Bewegungsmelder.

(Foto: kwe)

Das Nachtlicht kann man per Sprachkommando heller oder dunkler stellen, an- und ausschalten oder seine Farbe ändern. In den Routinen ist es unter anderem möglich, das Licht zeigesteuert oder bei bestimmten Ereignissen zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Oder man legt mit Hilfe der Smartphone-Ortung fest, dass es angeht, wenn man sich der Wohnung nähert.

Den optischen Bewegungsmelder könnte man ganz einfach einsetzen, um Lichter einzuschalten, wenn er aktiviert wird. Er ist kombiniert mit einem Lautsprecher als Alarmanlage vorstellbar oder man erstellt eine Routine, bei der die Kaffeemaschine, Heizung und Musik angeht, wenn man morgens die Küche betritt.

Der Echo Flex bietet in Kombination mit Modulen viele Möglichkeiten, was ihn besonders interessant macht. Außerdem sind das Gerät und seine Ergänzungen ziemlich günstig. Man darf gespannt sein, welche Zusatzgeräte es in Zukunft noch geben wird. Wer sich für den Echo Flex interessiert, sollte ab Beginn der Cyber Monday Week am 25. November auf Angebote achten, erfahrungsgemäß gibt Amazon hier auf die eigenen Produkte teils sehr hohe Rabatte.

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Xiaomi Mi Note 10

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(Foto: Xiaomi)

Das Xiaomi Mi Note 10 hat auf n-tv.de schon bei seiner Vorstellung in Madrid einen starken Eindruck gemacht. Nach rund einer Woche Testbetrieb hat sich dieser Eindruck bestätigt. Für 550 Euro gehört das Gerät mit Penta-Kamera klar zu den interessantesten Smartphones des Jahres, vor allem wenn man auf Ausdauer und Kamera-Ausstattung wert legt.

Kaum verwunderlich hält der riesige Akku mit seinen 5260 Milliamperestunden (mAh) das Smartphone tatsächlich problemlos auch zwei Tage am Laufen. Der gute Mittelklasse-Chip hat zusammen mit 6 Gigabyte (GB) keine Mühe den Alltag mit dem Xiaomi Mi Note 10 flüssig zu gestalten.

Dass der Qualcomm Snapdragon 730 kein Hochleistungs-Prozessor ist, merkt man aber ein wenig, wenn man die Hauptkamera voll ausreitet und Fotos mit 108 Megapixeln macht. Da nimmt sich der Chip zwei, drei Sekunden Zeit, bevor man das Foto betrachten oder weiterknipsen kann.

Die kleinen Verzögerungen nehmen Besitzer des Mi Note 10 aber wohl gerne in Kauf, da sie für recht wenig Geld eines der aktuell besten Kamera-Smartphones in den Händen halten. Das bestätigt unter anderem auch DXOMark, das das Gerät unter seinem anderen Namen Mi CC9 Pro getestet hat.

Bei voller Auflösung herausragend

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Bei Tageslicht ist die 108-Megapixel-Kamera eine Wucht.

Unter anderem macht die Hauptkamera macht bei Tageslicht bei voller Auflösung herausragende Aufnahmen mit vielen Details, akkuraten Farben und schönen Kontrasten. Auch die Nachtaufnahmen überzeugen, bei denen für eine höhere Lichtempfindlichkeit und weniger Rauschen jeweils vier Pixel zusammengefasst werden. Konkurrenten wie das Huawei P30 Pro hellen aber noch stärker auf und kommen mit noch weniger Licht zurecht.

Und auch die anderen vier Kameras enttäuschen nicht, bei denen unter anderem der Weißabgleich gleich bleibt, was sonst vor allem bei den Superweitwinkel-Knipsen eher selten der Fall ist. Außerdem sind die Fotos des Mi Note 10 auch in diesem Modus bis zum Rand hin scharf.

Porträts haben ein angenehmes Bokeh, Haare und andere Feinheiten werden recht gut freigestellt, Gesichter haben eine natürliche Hautfarbe. Bei den Zoom-Fotos ist das Xiaomi Mi Note 10 Pro ebenfalls weit vorne. Zwar ist die von Xiaomi angegebene fünffache optische Vergrößerung laut DXOMark eher eine vierfache. Doch letztendlich haben die Zoom-Aufnahmen viele Details, und darauf kommt es an. Stärker sollte man nicht zoomen, die Ergebnisse sehen dann nicht mehr so gut aus. Die Makros der 2-Megapixel-Kamera sind nicht auf höchstem Niveau, aber okay.

Schließlich macht das Smartphone auch bei Videos eine sehr gute Arbeit, obwohl es auf diesem Gebiet nicht ganz spitze ist. Da sind wohl unter anderem das iPhone 11 Pro oder das Samsung Galaxy S10 doch noch etwas besser. Unter anderem kann es 4K-Aufnahmen wegen des Prozessors nur mit 30 Bildern pro Sekunde machen.

Alles in allem ist es beeindruckend, wie ein 550-Euro-Smartphones in der Kamera-Konkurrenz nicht nur mit viel teureren Geräten mithalten, sondern sie teilweise auch hinter sich lassen kann. Auch beim Xiaomi Mi Note 10 ist in den kommenden Rabatt-Wochen das eine oder andere Schnäppchen möglich.

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Quelle: n-tv.de

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