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Bis zu 300 Tiere auf Galápagos Forscher entdecken neue Riesenschildkröte

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Mit der neuen Entdeckung steigt die Zahl der bekannten Unterarten der Riesenschildkröten auf den Galápagos-Inseln auf 15.

(Foto: REUTERS)

Seit 1979 gehören die Galápagos-Inseln dem Unesco-Weltnaturerbe an. Das Archipel bietet für Wissenschaftler ein unerschöpfliches Feld für ihre Forschung. Mithilfe von Gentests gelingt nun die Entdeckung einer neuen Schildkröten-Spezies.

Ein internationales Forscherteam hat auf den Galápagos-Inseln eine neue Riesenschildkröten-Art entdeckt. Es handele sich um einige hundert Tiere, teilte das ecuadorianische Umweltministerium mit. Sie seien auf den wissenschaftlichen Namen Chelonoidis donfaustoi getauft worden.

Bislang waren Experten davon ausgegangen, dass die beiden Schildkröten-Populationen auf der Insel Santa Cruz zur gleichen Art gehören. Gentests hätten nun aber gezeigt, dass die Tiere, die im östlichen Teil der Insel leben, einer anderen Spezies angehören, hieß es in der Mitteilung.

"Wir schätzen, dass es 250 bis 300 Tiere der neuen Art gibt", sagte der ecuadorianische Wissenschaftler Washington Tapia. Die Untersuchungen unter Leitung von Biologen der US-Universität Yale wurden 2002 in die Wege geleitet, nachdem Forschern die unterschiedliche Panzerform der Riesenschildkröten aufgefallen war.

Mit der neuen Entdeckung steigt die Zahl der bekannten Unterarten der Riesenschildkröten auf den Galápagos-Inseln auf 15, vier von ihnen sind aber bereits ausgestorben. Zu ihnen gehört auch die Chelonoidis abingdoni auf Pinta, deren letzter Vertreter "Lonesome George" im Juni 2012 im Alter von mehr als hundert Jahren gestorben war. Die neue Unterart wurde nun nach dem langjährigen Pfleger von "Lonesome George", Fausto Llerena, benannt.

Die Galápagos-Inseln, ein isoliert im Pazifik gelegenes Archipel, beherbergen weltweit die größte Zahl an endemischen Arten - also Arten, die nur dort vorkommen. Ein Besuch der Inseln und ihrer einzigartigen Tierwelt im Jahr 1835 inspirierten den britischen Wissenschaftler Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie. Seit 1979 gehört die Inselgruppe dem Unesco-Weltnaturerbe an.

Quelle: n-tv.de, lda/AFP

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