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Ex-Präsident feiert 60. Was macht Barack Obama eigentlich so?

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Gehört jetzt zu Joe Bidens "Club der Über-Sechzigjährigen": Barack Obama

(Foto: picture alliance / dpa)

Seinen 60. will Barack Obama mit Hunderten Gästen auf seinem Anwesen feiern. Doch die Delta-Variante macht dem früheren Staatsoberhaupt einen Strich durch die Rechnung. Abgesehen davon stellt sich eine Frage: Was macht das Geburtstagskind eigentlich seit seiner Präsidentschaft?

Barack Obama wird am heutigen Mittwoch 60 Jahre alt. Der Rechtsanwalt und Politiker wurde 2009 zum 44. US-Präsidenten gewählt - und sein Slogan "Yes, we can" weltberühmt. Während seiner Amtszeit setzte er sich unter anderem für Bildung, Gesundheitswesen und Bürgerrechte ein. 2017 wurde Donald Trump sein Nachfolger als Präsident der Vereinigten Staaten. Und was hat Obama seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus gemacht?

Barack Obama und die Familie

Barack Obama ist seit 1992 mit seiner Frau Michelle verheiratet und hat mit ihr die beiden Töchter Malia (23) und Natasha, genannt Sasha (20). Beide haben nach dem Auszug aus dem Weißen Haus ihren eigenen Weg eingeschlagen: Die Älteste studierte an der renommierten Harvard-Universität und hat mittlerweile ihren Abschluss in der Tasche. Für Barack Obama war das Loslassen seiner Tochter ein emotionaler Moment, wie er 2017 bei einem öffentlichen Auftritt erklärte. "Ich war stolz, dass ich nicht vor [Malia] geweint habe", zitierte ihn "The Independent". Auf dem Rückweg von der Universität habe er jedoch "geschnieft" und sich "die Nase geputzt". "Es war hart", erklärte Obama.

Im Juni 2019 machte Malias jüngere Schwester Sasha ihren Abschluss an der privaten Sidwell-Friends-Schule in Washington D.C. Ihr Studium absolviert sie an der University of Michigan in Ann Arbor. Während der Präsidentschaft hatten Michelle und Barack Obama mit Eheproblemen zu kämpfen, wie er 2020 in einem Interview mit dem "People"-Magazin offenbarte. Heute sei ihre Liebe aber tiefer als jemals zuvor.

Barack Obama und Netflix

Bereits Ende 2016 kamen erste Gerüchte auf, dass Barack Obama nach seiner Zeit im Weißen Haus einen Deal mit Netflix eingehen würde. Offiziell wurde dieser Plan im Mai 2018: Der Streamingdienst gab unter anderem auf Twitter bekannt, dass Barack Obama und seine Frau Michelle "einen mehrjährigen Vertrag über die Produktion von Filmen und Serien für Netflix" abgeschlossen hätten. "Möglicherweise" seien darunter auch Doku-Serien, Dokumentationen und Spielfilme.

Im Zuge dessen gründeten die Obamas ihr eigenes Produktionsunternehmen Higher Ground Productions. Das erste Netflix-Filmprojekt wurde im August 2019 veröffentlicht. Die Dokumentation "American Factory" handelt von der Entwicklung des chinesischen Autoglasherstellers Fuyao in den USA und erhielt sogar eine Oscar-Auszeichnung. Weitere Projekte waren die Doku "Becoming - Meine Geschichte" (2020) über das Leben von Michelle Obama sowie die Kochshow "Waffles + Mochi" (2021) der Ex-First-Lady für Kinder.

Higher Ground Productions plant außerdem die Verfilmung der Biografie "Frederick Douglass: Prophet of Freedom" über den gleichnamigen Kämpfer gegen die Sklaverei im 19. Jahrhundert. Ein Spielfilm ist zudem derzeit in Produktion: "Worth" basiert auf den Memoiren "What Is Life Worth" von Star-Anwalt Kenneth Feinberg, Darsteller sind unter anderem Michael Keaton und Stanley Tucci.

Barack Obama und die Politik

Nach dem Leben im Weißen Haus äußerte sich Barack Obama zunächst nicht zu politischen Themen und mischte sich auch nicht in die Präsidentschaft seines republikanischen Nachfolgers Donald Trump ein. Im Wahlkampf 2020 erhob der Demokrat jedoch wieder seine Stimme und warb für seinen ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden. In einem Video erklärte er seine Unterstützung für den späteren US-Präsidenten. Als Biden die Wahl tatsächlich gegen Donald Trump gewann, war Obama einer der Ersten, die ihn beglückwünschten. "Ich könnte nicht stolzer sein, unserem nächsten Präsidenten Joe Biden und unserer nächsten First Lady Jill Biden zu gratulieren", schrieb der 60-Jährige in den sozialen Medien.

Barack Obama und seine weiteren Projekte

Neben seiner Produktionsfirma hat Barack Obama auch noch weitere Projekte, unter anderem seine gemeinnützige Arbeit. So betreibt er weiterhin seine 2014 gegründete Obama Foundation, die sich für ethnische Minderheiten einsetzt. Außerdem plant der ehemalige US-Präsident das Obama Presidential Center in Chicago, das auch seine Präsidentenbibliothek beinhalten soll. Das Center sollte 2021 eingeweiht werden, der Bau verzögert sich derzeit jedoch.

2020 veröffentlichte Barack Obama seine Memoiren "Ein verheißenes Land". Außerdem entdeckte er Podcasts für sich: Seine Produktionsfirma kooperierte 2020 mit Spotify und entwickelte den "Michelle Obama Podcast" seiner Frau. 2021 startete Obama sein eigenes Format: In "Renegades: Born in the USA" spricht er mit seinem Freund Bruce Springsteen unter anderem über das gespaltene Amerika, moderne Männlichkeit, Ehe und Freundschaft.

Barack Obama und sein Geburtstag

Da sich die Delta-Variante des Coronavirus in Teilen der Vereinigten Staaten weiter ausbreitet, fällt Obamas Geburtstagsparty nun kleiner aus als geplant. "Der Präsident und Frau Obama haben beschlossen, die Veranstaltung deutlich zu reduzieren und nur noch die Familie und enge Freunde einzuladen", wird Sprecherin Hannah Hankins vom "People"-Magazin zitiert. Zuvor war Kritik an der langen Gästeliste lautgeworden.

Ursprünglich wollte der Ex-Präsident seinen Geburtstag am kommenden Wochenende mit Freunden, Familie und ehemaligen Mitarbeitern auf seinem 29 Hektar großen Anwesen auf der Insel Martha's Vineyard im US-Bundesstaat Massachusetts am Meer feiern. Zu den rund 500 Gästen zählten US-Medien zufolge auch Steven Spielberg, Oprah Winfrey und George Clooney.

"Diese Freiluftveranstaltung wurde bereits vor Monaten in Übereinstimmung mit allen öffentlichen Gesundheitsrichtlinien und unter Berücksichtigung der Covid-Sicherheitsmaßnahmen geplant", so Hankins. Die Sprecherin nutzte die Gelegenheit auch, um sich zu bedanken. Obama sei "dankbar für die Geburtstagsglückwünsche aus der Ferne und freut sich darauf, die Leute bald wiederzusehen", so Hankins in ihrem Statement.

Der aktuelle Präsident Joe Biden wird nicht an der Feier teilnehmen, wie das Weiße Haus mitteilte. Er freue sich aber darauf, Obama bei nächster Gelegenheit "gebührend im Club der Über-Sechzigjährigen" willkommen zu heißen, hieß es.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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