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Schöne Bescherung Adventskalender: Öko-Test stößt auf Öl

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Spätestens bei aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen hört der Nasch-Spaß auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nur noch wenige Tage, dann darf wieder jeden Morgen ein neues Türchen geöffnet werden. An sich ist der Countdown zu Weihnachten eine schöne Sache. Unschön aber, wenn die 24-Schoko-Leckerlis neben Zucker, Milch und Kakao auch jede Menge Mineralöl enthalten.

Es ist ja immer so eine Sache, hinter verschlossene Türen zu schauen. Nicht immer gefällt einem, was sich dahinter offenbart. So erging es auch Öko-Test, das 20 Schokoladen-Adventskalender auf Rückstände von Mineralöl untersuchen ließ. Dabei lag der Fokus der Untersuchung nicht auf Geschmack und Qualität der Schokolade, sondern einzig auf einer etwaigen Verunreinigung des Naschwerks.

Und das Ergebnis ist nicht nur die reine Freude. Nahezu alle Kalender sind mit gesättigten Kohlenwasserstoffen (MOSH/POSH) belastet. In zwei Produkten allerdings in so kleinen Mengen, dass sie nicht abgewertet wurden. "Sehr stark erhöhte" Gehalte hat das beauftragte Labor hingegen in vier anderen Kalendern gefunden, darunter in Produkten von Penny, Windel und Alnatura. Die nachgewiesenen Gehalte in acht weiteren Adventskalendern werden als "stark erhöht" bewertet. Gesättigte Mineralöle reichern sich im Körper an und können Organe schädigen.

Insgesamt reichen die Noten beim Mineralöl-Test von "sehr gut" bis "mangelhaft". Insgesamt können zwei Adventskalender mit dem Bestergebnis ("Lindt Hello Adventskalender Mini Emotis" und "Die Besten von Ferrero Adventskalender") und sechs mit "gut" empfohlen werden. Von den drei Bio-Produkten im Test schneidet nur eins "gut" ("Rosengarten Adventskalender mit Vollmilchschokoladenfiguren") ab.

In drei Produkten "Dragons Vollmilch-Schokoladen-Adventskalender", "Nickelodeon Paw Patrol Adventskalender" und "Windel Adventskalender" hat das beauftragte Labor zusätzlich auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen. Alle drei Produkte wurden von Öko-Test mit "mangelhaft" bewertet. Denn unter MOAH können auch krebserregende Verbindungen sein. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung sollten diese Mineralölbestandteile in Lebensmitteln gar nicht nachweisbar sein.

Wie genau die mineralischen Ölbestandteile in die Schokolade gelangt sind, ist unklar. Infrage kommt aber eine Verunreinigung über in der Produktion verwendete Maschinenöle oder über Abgase aus Industrie und Verkehr. Aber auch Druckfarben aus Altpapier-Verpackungen können einen Eingangsweg darstellen, falls solche Kartons beim Transport oder bei der Lagerung der Rohwaren zum Einsatz kommen.  

Quelle: n-tv.de, awi

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