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Espressomaschinen im Test Günstig brüht besser

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Manch billige Automaten sind in ihrem Kerngeschäft sogar besser als die teuren, wie die Untersuchung von 12 Geräten zeigt.

(Foto: dpa)

Kaffee - das braune Gebräu ist längst nicht mehr nur Wachmacher. Und kostet beim Barista um die Ecke entsprechend. Dabei kann man auch daheim bequem Bohnen mahlen, Espresso brühen und Milch schäumen. Mit dem richtigen Gerät, wie Warentest weiß.

Es ist ja nicht so, dass dem Café gegenüber der Umsatz geneidet wird. Aber da ein guter Kaffee längst Lifestyle geworden ist, muss der Genuss meist unverhältnismäßig teuer bezahlt werden. Schon klar, so manchen zieht es der lässigen Gestalten wegen in die hippen Buden, die da sonst so rumhängen. Oder um sich die braune Brühe im Einwegbecher für unterwegs zubereiten zu lassen - um ganz im Vorbeigehen die Umwelt zu belasten.

Abgesehen davon gibt natürlich auch diverse Situationen, in denen man nicht unbedingt das Haus verlassen möchte, aber dennoch nicht auf einen guten Kaffee verzichten möchte. Okay, hier fehlt es dann meist an den coolen Typen, aber auch daran kann gearbeitet werden. Zum Beispiel mit dem richtigen Lockmittel.

Glücklicherweise gibt es für vieles eine Lösung und nicht selten kann die Stiftung Warentest weiterhelfen. So auch in Sachen Kaffeevollautomaten für daheim oder auch das Büro. Schwerpunktmäßig haben sich die Tester diesmal auf Espressomaschinen konzentriert. Die kommen mit etwas weniger Schnickschnack - wie großen Displays mit vielen Einstellungsmöglichkeiten - ­­als teure Luxusmodelle aus. ­­Dabei stehen sie ihren teureren Schwestern in der wichtigsten Aufgabe, dem Zubereiten von Kaffee und Milch­schaum, in nichts nach. Manche sind in ihrem Kerngeschäft sogar besser, wie die Untersuchung von 12 Geräten zeigt.

Der kleine Zauber gelingt rundum gut

Zumindest wenn es um die Zubereitung von Espresso geht. Der kleine Schwarze soll verführerisch nach Kaffee duften und idealer­weise intensiv, stark geröstet und etwas bitter sowie deutlich säuerlich schmecken. Wobei seine Crema feinporig und so stabil sein soll, so dass etwaig aufgestreuter Zucker nicht gleich untergeht.

Vielen Maschinen gelingt der kleine Zauber rundum gut. Am besten geschmeckt hat den Testern der Espresso aus der "Jura D6" für 620 Euro ("gut", 2,2). Den besten Preis und dennoch guten Kaffee bietet die "Siemens EQ.3" ("gut"/2,2) für nur 385 Euro. Ebenfalls nicht falsch liegt, wer sich seinen Koffein-Kick via Krups Evidence Noir Plast (480 Euro, "gut", 2,4) besorgen möchte. Und wer es mag, kann sich natürlich bei allen Maschinen auch den extra Klecks Milchschaum zubereiten lassen. Auch das gelingt gut.

Somit steht echtem Kaffeegenuss auch zu Hause nichts mehr im Wege - höchstens, wenn all die Leutchen, die mittlerweile die eigene Bude wegen der leckeren Heißgetränke belagern, dann doch so langsam nerven. Hier ist dann wohl auch Warentest mit seinem Latein am Ende. Und einfach zu behaupten, die Maschine sei kaputt, ist wenig glaubhaft. Denn alle Geräte verfügen über eine gute Qualität.

Quelle: n-tv.de, awi

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