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Finanztest hat nachgebohrt Was taugen Zahnzusatzversicherungen?

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Zahnzusatzversicherungen können helfen, damit man ein gut gepflegtes Gebiss präsentieren kann.

(Foto: imago/Westend61)

Die Deutschen pflegen ihre Zähne immer besser. Nicht zuletzt, um teure und unangenehme Reparaturmaßnahmen zu umgehen. Doch mit zunehmendem Alter kommt es zu Materialermüdung. Die richtige Zusatzversicherung kann dann vor hohen Kosten schützen.

Ein schönes Lächeln ist unbezahlbar - und zunächst geschenkt. Zumindest dann, wenn es von Herzen kommt. Doch je älter der Mensch wird, desto mehr werden auch die Zähne in Mitleidenschaft gezogen. Der Besuch beim Zahnarzt und die damit verbundenen Restaurationsmaßnahmen können dann richtig ins Geld gehen. Kostet doch ein Implantat gerne mal fast 4000 und eine Krone 600 Euro.  

Die Krankenkasse kommt im Rahmen der gesetzlichen Regelleistung jedoch oft nur etwa für die Hälfte der Kosten auf, die andere Hälfte muss der Patient aus eigener Tasche übernehmen. Wer mehr als nur die Kassenleistung wünscht, muss den Rest selber zahlen. Gegensteuern können Kassenpatienten dadurch, dass sie jedes Jahr zur Vorsorge gehen und ihr Bonusheft lückenlos führen. Das kann den Zuschuss der Kasse erhöhen und den eigenen Anteil auf 35 Prozent senken. Und unter bestimmten Voraussetzungen können gesetzlich Krankenversicherte mithilfe ihrer Kasse zusätzlich Zahnarztkosten einsparen, teilweise gibt es sogar bis zu 100 Prozent der Regelversorgung. Dazu bieten viele Kassen ihren Mitgliedern durch Verträge mit bestimmten Zahnärzten besondere Konditionen beim Zahnersatz an.

Policen in vergangenen Jahren besser geworden

Eine andere Möglichkeit, sein schönes Lächeln zu sichern oder auch einfach nur gesunde Zähne zu haben, bietet der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Finanztest hat 220 von ihnen unter die Lupe genommen und erfreulicherweise festgestellt, dass die Policen in den vergangenen Jahren besser geworden sind. Immerhin wurden im Test 70 Tarife mit "sehr gut" bewertet - 2008 schafften dies von 83 untersuchten Tarifen gerade einmal 3.

Wichtig vor Abschluss eines Vertrages ist es, zu wissen, dass bestehende Schäden meist nicht von der Police erfasst werden. Patienten sollten sich deshalb auch um einen entsprechenden Schutz bemühen, solange das Gebiss noch intakt ist. Außerdem gilt nach Vertragsabschluss meist eine Wartezeit von acht Monaten, bis Zahnersatzkosten erstattet werden. Die Finanztest-Experten empfehlen einen Abschluss im Alter von etwa Mitte 30 bis Mitte 40, denn in diesem Lebensalter sind die Zähne meist noch in Ordnung.  .

In der aktuellen Untersuchung kostete einen 43-jährigen Modellkunden eine sehr gute Versicherung monatlich zwischen 9 Euro und 63 Euro. Bestnoten ("sehr gut") gab es unter anderem für "Zahnschutz Exklusiv" der Deutschen Familienversicherung, "Zahn Prestige" der Bayrischen und "EZL" von der Hanse Merkur. Der 43-Jährige muss für sie 40 beziehungsweise 41 Euro berappen, wobei die Beiträge mit den Jahren auf maximal 65 bis 70 Euro steigen. Der günstigste sehr gut bewertete Tarif ist bei der Inter schon für 9 Euro zu haben. Der "Z90" steigt im Laufe der Jahre bis auf maximal 30 Euro an, ist aber insgesamt bei der Höhe der Kostenübernahme für Kronen, Inlays und Zahnersatz weniger leistungsstark. 

Quelle: n-tv.de, awi

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