Ratgeber

Autobesitzer können sparen Weniger Kfz-Beitrag wegen Corona

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Versicherer berücksichtigen die Fahrleistung bei ihrer Preisberechnung.

(Foto: imago/blickwinkel)

Ein Blick auf die Straße genügt, um festzustellen, dass derzeit deutlich weniger Autos unterwegs sind. Was ja auch mal ganz schön ist. Doch Dank der verminderten Fahrleistung kann auch an der Versicherungsprämie für den Wagen geschraubt und so viel Geld gespart werden.

Im Schnitt müssen hierzulande für die Haftpflichtversicherung 260 Euro und für die Teilkaskoversicherung des Wagens 90 Euro pro Jahr berappt werden. Für Vollkasko werden rund 330 Euro fällig. Normalerweise werden Autobesitzer zu Ende November darauf aufmerksam gemacht, dass ein Anbieterwechsel die Kosten für die Kfz-Versicherung deutlich sinken lassen kann. Besonders bei jenen, die noch nie gewechselt haben, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass sich die Prämie halbieren lässt.

Da das Coronavirus derzeit so allerhand durcheinanderbringt, lässt sich aber auch schon jetzt einiges an Beiträgen sparen - und das ganz ohne Wechseltheater. Denn in der Corona-Krise fahren viele Autobesitzer weniger. Und 30 Prozent weniger Fahrleistung können die Kfz-Versicherung bis zu 24 Prozent günstiger machen, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox zeigt.

Bis zu 24 Prozent weniger

Wenn statt 20.000 nur 14.000 Kilometern im Jahr gefahren werden, dann muss im Schnitt 12 Prozent weniger für die Kfz-Versicherung bezahlt werden. Die höchsten Nachlässe bei der Untersuchung von über 300 Vollkasko-Tarife von 67 Versicherern lagen sogar bei 24 Prozent, die niedrigsten bei 5 Prozent.

Wer 17.000 Kilometer fährt, spart bei fast jedem zweiten Versicherer gegenüber den 20.000 Kilometern. Diese Tarife sind im Schnitt 6 Prozent günstiger. Ist das Auto nur in der Haftpflicht versichert, sind die Rabatte etwas niedriger.

Der Grund für den Nachlass? Alle Versicherer berücksichtigen die Fahrleistung bei ihrer Preisberechnung. Deshalb geben die Autofahrer vor Abschluss des Vertrages an, wie viel sie voraussichtlich fahren werden. "Wer wegen Corona deutlich weniger im gesamten Jahr fährt, kann sich zu viel gezahlte Beiträge zurückholen", sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.

Manche Verträge können selbst korrigiert werden

Es gibt Anbieter, die ohnehin am Ende jedes Jahres nach dem aktuellen Kilometerstand fragen und weniger gefahrene Kilometer mit dem Preis für das kommende Jahr verrechnen. Bei den anderen müssen Autofahrer selbst aktiv werden. Die Versicherer erlauben meist bis zum Ende des Jahres, die neue Kilometerangabe zu nennen. Sie erstellen dann eine neue Police mit dem geänderten Beitrag rückwirkend für das gesamte Jahr. Es gibt auch Direktversicherer, bei denen die Versicherten im Online-Zugang die Änderung selbst vornehmen können.

Wie sehr sich die Kfz-Versicherung aber tatsächlich reduziert, hängt davon ab, wie sehr die Fahrleistung voraussichtlich sinkt. Die Versicherer haben mehrheitlich Schwellenwerte, ab denen sich die Versicherungsbeiträge ändern. Bei vielen Versicherern sind zum Beispiel 9000, 12.000, 15.000 und 20.000 Kilometer solche Schwellenwerte. Werden sie erreicht, lohnt sich eine Nachfrage.

Quelle: ntv.de, awi